XAIA Credit Basis II Fonds: 10/2020-Bericht, fünf bestehende Positionen weiter ausgebaut - Fondsanalyse


19.11.20 11:00
Universal-Investment-GmbH

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der XAIA Credit Basis II (ISIN LU0462885483 / WKN A0YDMZ, Anteilklasse P) nutzt Verwerfungen an den Anleihen- und Kreditmärkten aus und strebt bei einem moderaten Risikoprofil eine Überrendite zum 3-Monats-Euribor von 3,5% an, so die Experten der Universal-Investment-GmbH.

Der Fonds basiere auf einer marktneutralen Anlagestrategie. Er investiere in ein breit diversifiziertes, international gefasstes Anlageuniversum, das u.a. Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Wandelanleihen, handelbare Kredite, Asset Backed Securities und strukturierte Anleihen umfasse. Mögliche Emittentenausfälle würden durch Credit Default Swaps (CDS) abgesichert, andere verbleibende Kapitalmarktrisiken, wie z.B. Aktien-, Zins- und Währungsrisiken über den Einsatz entsprechender Derivate.

Preisdifferenzen zwischen den einzelnen Anlageinstrumenten und den zur Absicherung eingesetzten Derivaten, die aufgrund der Verwerfungen an den Anleihen- und Kreditmärkten bestünden, würden die Hauptertragskomponente des Fonds darstellen.

Das Management strebe an, die Positionen des Fonds so aufzusetzen, dass unabhängig von der Preisentwicklung eine kontinuierliche Absicherung gegenüber potenziellen Ausfällen von Referenzschuldnern gewährleistet sei. Durch die weitgehende Risikoneutralisierung des Portfolios weise der Fonds eine äußerst geringe Korrelation zu anderen Asset-Klassen auf.

Der Oktober sei aus Sicht der Märkte recht freundlich gestartet, was sich in niedrigeren Risikoaufschlägen sowie steigenden Aktienkursen in Europa und den USA niedergeschlagen habe. Zähe Diskussionen um den Brexit mit nahender Deadline, die anstehende Präsidentschaftswahl in den USA, das nach wie vor nicht verabschiedete Hilfsprogramm für die US-Wirtschaft, aber auch die rasant ansteigenden Covid-19-Infektionen und die damit in Aussicht gestellten Lock-Downs schienen zunächst kaum eine Rolle zu spielen, so die Experten der Universal-Investment-GmbH. Lediglich der an dieser Stelle oft herangezogene VIX-Index, der die erwartete Volatilität widerspiegele, sei auf relativ hohem Niveau geblieben.

In der zweiten Hälfte des abgelaufenen Monats schienen dann plötzlich die Marktteilnehmer zunehmend diese durchaus schon länger bekannten Informationen einzupreisen, was eine Gegenbewegung nach sich gezogen und zu einigen holprigen Handelstagen geführt hat, so die Experten der Universal-Investment-GmbH.

Was das Handelsgeschehen betrifft, so lässt sich zumindest für den HY-Markt konstatieren, dass zwar die Unternehmensergebnisse zum dritten Quartal mit großer Spannung erwartet wurden und werden, da diese schließlich Aufschluss darüber geben, inwiefern eine Erholung vom Einbruch im Frühjahr tatsächlich schon fortgeschritten ist, so die Experten der Universal-Investment-GmbH. Beim Versuch, daraufhin aktiv zu werden, hätten sich einem jedoch weniger die erhofften Opportunitäten, sondern vielmehr ein Ohrwurm des 80er Jahre Smash-Hits von Sidney Youngblood ("All we can do is sit and wait") aufgedrängt. Dies sei vermutlich darauf zurückzuführen, dass die meisten Investoren im Hinblick auf die Präsidentschaftswahl bereits positioniert gewesen seien und gleichzeitig Überraschungen seitens der beiden Kandidaten ausgeblieben seien.

Um westlich des Atlantiks zu bleiben: Der Oktober sei seit März der erste Monat gewesen, in dem nicht mindestens eine CDS-Auktion infolge eines Credit Events eines US-Unternehmens abgehalten worden sei (und auch zum aktuellen Zeitpunkt nicht anstehe). Daraus bereits eine Jahresbilanz zu ziehen, wäre allerdings mit Blick auf die eingepreisten Ausfallwahrscheinlichkeiten wie beispielsweise bei Transocean womöglich etwas voreilig.

Die 3Q-BIP-Zahlen würden sowohl für die USA als auch für Europa nach dem starken Wirtschaftseinbruch in der ersten Jahreshälfte ein durchaus positives Bild zeichnen. Da die EZB allerdings damit rechne, dass diese Entwicklung deutlich schneller ende als erwartet, habe sie in ihrer Pressekonferenz Ende des Monats nochmals den aktuellen Kurs bestätigt und weitere bzw. umfangreichere Maßnahmen in Aussicht gestellt.

Trotz eines Abflachens der Handelsaktivität im Oktober hätten die Experten der Universal-Investment-GmbH insgesamt fünf bestehende Positionen weiter ausbauen können. Eine weitere Position hätten die Experten im Hinblick auf den erwarteten Basis-Ertrag optimiert, indem sie die bestehende Anleihe in eine günstigere Anleihe desselben Emittenten mit derselben Laufzeit getauscht hätten, sodass die bestehende CDS-Absicherung weiterhin verwendet werden könne. Das Profil einer weiteren Position hätten die Experten der Universal-Investment-GmbH adjustiert, indem sie die Anleiheposition, die sich bereits überproportional positiv entwickelt habe, etwas reduziert hätten. Drei weitere Positionen hätten sie opportun bei Basisflat bzw. teilweise sogar deutlich positiver Basis veräußert.

Im Oktober seien die CDS-Auktionen für PizzaExpress und Selecta abgehalten worden. Ihre Position in PizzaExpress hätten die Experten der Universal-Investment-GmbH in der CDS-Auktion bei 100% abgewickelt, das Basis-Paket in Selecta hätten sie sogar vor der Auktion bei etwas mehr als 100% am Markt veräußern - beide Abwicklungen hätten positiv zur Fondspreisentwicklung beigetragen. Aufgrund des vergleichsweise hohen Anteils am Fondsvolumen sei die Investitionsquote im vergangenen Monat leicht auf 88% zurückgegangen. Die Experten der Universal-Investment-GmbH seien zuversichtlich, die frei gewordenen Liquidität in den nächsten Monaten wieder in attraktive Basis-Positionen investieren zu können. (Ausgabe vom 30.10.2020) (19.11.2020/fc/a/f)






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