Winbonds plus Fonds: Zeit für Hamsterkäufe?


10.03.20 11:00
StarCapital

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Das Coronavirus breitet sich weltweit aus und der DAX hat fast das Tief vom Dezember 2018 von 10.400 Punkten erreicht, so Dr. Manfred Schlumberger, Leiter Portfoliomanagement, von StarCapital.

Obgleich in China die wirtschaftliche Aktivität langsam wieder in Gang komme, sei im 1. Quartal mit dramatischen Wachstumseinbußen zu rechnen. Trotz gewaltiger geld- und fiskalpolitischer Impulse würden die meisten Schätzungen von einem Rückgang der Jahreswachstumsrate 2020 auf 4% bis 4,5% ausgehen.

Angesichts der Unterbrechung der Lieferketten werde seit Wochen mit Wachstumseinbußen in Europa, insbesondere beim Exportweltmeister Deutschland, und den USA gerechnet. Neu seien nunmehr die konjunkturellen Bremseffekte, die aus dem starken Anstieg der Zahl der Infizierten vor allem in Europa resultieren würden. Die anstehenden konjunkturellen Frühindikatoren würden kräftig nach unten zeigen. Eine Rezession in Europa im ersten Halbjahr sei wohl kaum noch zu vermeiden.

In allen betroffenen Ländern, selbst in Deutschland, seien fiskalpolitische Programme zu erwarten, die jedoch nur langfristig Wachstumseffekte haben würden. Kurzfristig hätten sie lediglich psychologische Wirkungen. Die Aktienmärkte hätten auf die weltweite Ausbreitung mit heftigen Kurseinbrüchen reagiert. Aktuell habe der DAX vom Maximum bereits 20% verloren, was als Schwelle zu einer Baisse gelte. Bei solchen Kursniveaus werde die Aktienmarktbewertung zunehmend attraktiv. Dennoch würden die Experten von StarCapital aktuell zunächst nur zu gezielten Hamsterkäufen raten. Da durch den Verkauf von Index-Futures alle Aktien nach unten gezogen würden, würden die Experten selektive antizyklische Käufe auf den jetzigen Kursniveaus bereits für interessant halten. Die Experten von StarCapital hätten begonnen, Aktien von soliden Unternehmen zu kaufen, die nur wenig vom Coronavirus betroffen würden. Hierbei handle es sich um Aktien aus den defensiven Value-Branchen wie Versorgern und Telekommunikationsunternehmen. Auch im Gesundheitssektor hätten die Experten einzelne Aktien zugekauft.

Je nach Risikograd ihrer Fonds hätten die Experten von StarCapital durch Absicherungsmaßnahmen einen Teil der Aktienverluste vermieden. In ihren Multi Asset Fonds hätten die Experten ihre bereits vor der Corona-Krise hohen Bestände an US-Staatsanleihen noch weiter erhöht. Die kurzzeitige Korrektur des Goldpreises hätten sie ebenfalls zu einer weiteren Aufstockung ihrer Edelmetallpositionen genutzt. So ist es uns in unserem defensiven Multi Asset-Klassiker Winbonds plus gelungen, die Performance in diesem Jahr nur leicht in den Minusbereich abrutschen zu lassen, so die Experten von StarCapital. Sobald der Höhepunkt der Zahl der Neuinfizierten in Europa überschritten werde oder ein wirksames Medikament zur Verfügung stehe, erwarte man, dass die Aktienmärkte eine Konjunkturerholung im 2. Halbjahr 2020 antizipieren und in eine kräftige Aufschwungbewegung übergehen würden. Die vom Coronavirus infizierte Aktienbörse werde sich wieder erholen. Der seit 2009 anhaltende Börsenaufschwung gehe in diesem Jahr noch nicht zu Ende. Die aktuell rekordniedrigen Zinsen würden die Rentenmärkte noch unattraktiver machen. Aktien stünden weiterhin im Fokus. (10.03.2020/fc/a/f)






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