UniKapital-Fonds: 08/2017-Bericht, Floater von British American Tobacco erworben - Fondsanalyse


13.09.17 11:30
Union Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Europäische Staatsanleihen zeigten sich im August von ihrer freundlichen Seite und waren bei den Anlegern gefragt, so die Experten von Union Investment im Kommentar zum UniKapital.

Anders als in den Vormonaten hätten diesmal aber nicht Papiere aus den Peripherieländern, sondern aus den Kernstaaten die größten Zuwächse verzeichnet. Auslöser hierfür sei vor allem die Unsicherheit gewesen, die von Nordkorea ausgegangen sei. Bereits zu Monatsbeginn habe sich die Lage weiter zugespitzt, da sich US-Präsident Donald Trump zu einem verbalen Schlagabtausch mit Nordkoreas Machthaben Kim Jong-un habe hinreißen lassen. Zum Monatsende habe der Konflikt abermals eskaliert, als Nordkorea eine Rakete über Japan hinweg geschossen habe. In diesem stürmischen Kapitalmarktumfeld seien Bundesanleihen daher als sicherer Hafen gefragt gewesen. Die Rendite von Papieren mit einer zehnjährigen Restlaufzeit habe sich um 18 Basispunkte auf 0,36 Prozent ermäßigt.

Darüber hinaus habe die Europäische Zentralbank abermals im Mittelpunkt des Interesses gestanden. Mit Spannung sei die Rede von Mario Draghi auf dem Notenbankensymposium im amerikanischen Jackson Hole erwartet worden. Der EZB-Chef habe es letztlich jedoch vermieden, Äußerungen zur zukünftigen Ausgestaltung des Kaufprogramms für Anleihen zu machen. Eine wie auch immer geartete Ankündigung einer weiteren Reduzierung hätte den Wechselkurs der Gemeinschaftswährung vermutlich weiter in die Höhe getrieben. Eine Entwicklung, die von der EZB nicht ohne Sorge betrachtet werden dürfte. Gemessen am iBoxx Euro Sovereign Index, hätten europäische Staatsanleihen im August 0,8 Prozent hinzugewonnen.

Mit Blick auf die Sommerpause sei die Emissionstätigkeit im Berichtszeitraum sehr gering gewesen. Das Fondsmanagement habe daher für den Fonds lediglich einen Floater von British American Tobacco mit Fälligkeit in 2021 erworben. Darüber hinaus hätten sich die Experten von Volkswagen und dem Generikahersteller Teva getrennt. Die Experten würden in den nächsten Wochen wieder eine etwas stärkere Emissionstätigkeit sowie ein volatileres Zinsumfeld erwarten. (Stand vom 31.08.2017) (13.09.2017/fc/a/f)




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