UniKapital-Fonds: 06/2019-Bericht, freundliches Marktumfeld - Fondsanalyse


12.08.19 13:32
Union Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Im Juni war ein freundliches Marktumfeld zu beobachten, das von rückläufigen Renditen und sich einengenden Spreads bei Unternehmensanleihen geprägt war, so die Experten von Union Investment im Kommentar zum UniKapital.

Größter Treiber der Entwicklung sei die Europäische Zentralbank (EZB) gewesen. Auf dem Notenbanktreffen im portugiesischen Sintra habe Mario Draghi angekündigt, dass die europäischen Währungshüter bereit seien zu handeln, wenn dies denn erforderlich wäre. Dies schließe mögliche Zinssenkungen ebenso ein wie eine Neuauflage der Ankaufprogramme. Die verschlechterten Konjunkturdaten im Euroraum und die stark gefallenen Inflationserwartungen der Anleger seien die wesentlichen Treiber des jüngsten Schwenks der EZB in ihrer Geldpolitik. Somit sei es im Juni zu merklichen Renditerückgängen an den europäischen Staatsanleihemärkten gekommen.

Auch im Bereich kurzlaufender Papiere seien wieder rückläufige Renditen zu beobachten gewesen. Deutsche, italienische und spanische Geldmarktpapiere mit Laufzeiten von ein bis sechs Monaten hätten jeweils einige Renditestellen im negativen Bereich abgegeben. Auch der 3-Monats-EURIBOR habe auf die Entwicklung reagiert und sei zum Monatsende hin von minus 32 auf minus 35 Basispunkte gefallen und habe sich damit von seinem zuvor lang anhaltenden Seitwärtstrend gelöst.

Die vor dem Hintergrund des allgemeinen Renditerückgangs hohe Nachfrage nach Papieren mit Zinsaufschlag habe sich in einer freundlichen Entwicklung im Unternehmensanleihebereich widergespiegelt. Hiervon hätten auch kurzlaufende Unternehmenspapiere profitiert (ICE BofA Merrill Lynch Euro Corp.-Index 1-3 Jahre). Zuwächse auf Indexebene und rückläufige Spreads, die um 6 auf 46 Basispunkte gefallen seien, hätten das Geschehen geprägt.

Zu Beginn des Berichtsmonats seien festverzinsliche Papiere mit Laufzeiten von einem und zwei Jahren erworben worden. Sehr teure US-Dollaranleihen hätten die Experten von Union Investment aufgrund der relativ hohen Absicherungskosten auslaufen lassen beziehungsweise verkauft. Darüber hinaus hätten sie sich von einigen Unternehmensanleihen mit schlechterem Rating getrennt.

Die Erwartungshaltung der Anleger an die Zentralbanken sei hoch, die Geld- und Zinspolitik sollte in den kommenden Wochen der Haupttreiber der Marktentwicklung sein. (Stand vom 30.06.2019) (12.08.2019/fc/a/f)






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