UniKapital-Fonds: 05/2018-Bericht, nur noch gering in der US-Währung investiert - Fondsanalyse


06.07.18 09:00
Union Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die schwierige Regierungsbildung in Italien brachte die Finanzmärkte kräftig ins Rotieren, so die Experten von Union Investment im Kommentar zum UniKapital.

Unter den Marktteilnehmern habe große Verunsicherung über die künftige Ausrichtung der italienischen Koalitionspartner in Bezug auf den Euroraum geherrscht. Gerüchte über Forderungen nach einem massiven Schuldenerlass und einem Austritt Italiens aus dem Euro hätten die Runde gemacht. Es hätten große Zweifel hinsichtlich Italiens künftiger Bereitschaft bestanden, seine Schulden zurückzuzahlen. Die hieraus resultierende Verunsicherung habe zu einer hohen Nachfrage nach sicheren Papiere wie etwa Bundesanleihen geführt. Die Peripherie hingegen sei deutlich unter Druck gekommen.

Am italienischen Rentenmarkt seien die Renditen geradezu in die Höhe geschossen, es sei zu starken Ausweitungen der Risikoprämien gekommen. Die hohe Unsicherheit habe sich vor allem im Bereich der kurzfristigen Fälligkeiten widergespiegelt. Mit Blick auf die italienische Zinskurve sei es bei den Staatsanleihen mit Fälligkeiten in ein bis zwei Jahren vorübergehend zu einem massiven Renditeanstieg gekommen. Zweijahrespapiere etwa hätten in der Spitze mit knapp drei Prozent rentiert. Zum Vergleich: Kurz zuvor hätten sich entsprechende Papiere mit rund minus 0,3 Prozent verzinst.

Auch bei den kürzer laufenden Geldmarktpapieren seien die Renditen je nach Laufzeit zwischenzeitlich um 50 bis 120 Basispunkte angestiegen. Ansteckungseffekte auf weitere Peripheriemärkte wie Spanien und Portugal hätten nicht vermieden werden können. Dort seien die Renditebewegungen aber weitaus geringer gewesen. Die Regierungsbildung und die Aussicht auf einen Verzicht der zunächst extremen Forderungen hätten dann zu einer deutlichen Entspannung geführt. Die Renditen seien letztlich wieder merklich zurückgegangen. Dennoch werde die italienische Regierung für einen härteren Kurs gegenüber der Europäischen Union stehen.

Neben italienischen Staatspapieren hätten auch andere Peripherietitel und länger laufende Spreadprodukte wie etwa Bankanleihen Kursverluste erlitten. Die Experten hätten im Berichtsmonat im Euroraum teure gegen ihrer Meinung nach günstigere Papiere getauscht. US-Dollarpositionen im Portfolio seien abgesichert worden, somit seien die Experten nur noch gering in der US-Währung investiert gewesen. Die Experten würden mit einer fortgesetzt volatilen Entwicklung rechnen. (Stand vom 31.05.2018) (06.07.2018/fc/a/f)






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