UniKapital-Fonds: 04/2018-Bericht, offenes Fremdwährungsrisiko im US-Dollarbereich etwas verringert


07.06.18 09:30
Union Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Wie mehrheitlich von den Marktteilnehmern erwartet lieferte die Europäische Zentralbank (EZB) auf der turnusmäßigen Sitzung gegen Ende April nichts Überraschendes, so die Experten von Union Investment im Kommentar zum UniKapital.

Die relevanten Zinssätze und die Kommunikation bezüglich der Forward Guidance seien unverändert geblieben. Die EZB habe das Ende des Anleiheankaufprogramms offen gelassen und verknüpfe dessen Dauer an die Entwicklung der Teuerungsraten. Trotz nach wie vor geringer Inflation am aktuellen Rand spreche die konjunkturelle Dynamik und auch die jüngsten Lohnabschlüsse dafür, dass mittelfristig die Preisdynamik ansteigen werde. Etwas zurückhaltender habe man sich bei der Einschätzung des Wirtschaftswachstums im Euroraum gegeben. Dieses schwäche sich nach Ansicht von EZB-Präsident Draghi derzeit ab.

In der Pressekonferenz habe sich die große Erfahrung Draghis mit einer gelungenen Kommunikation zur Politik der ruhigen Hand gezeigt. Mit der Bemerkung, dass der Rat keine geldpolitischen Fragen diskutiert habe, habe er mögliche Hinweise und Nachfragen auf im Juni zu treffende geldpolitische Entscheidungen umgangen.

Die Experten würden davon ausgehen, dass die EZB auf ihrer nächsten Sitzung eine Reduktion des Ankaufprogramms ab September ankündigen und dieses nach einer Ausklangphase zum Ende des laufenden Jahres beenden werde. Mit einer ersten nuancierten Anhebung des Einlagenzinses würden die Experten dann Mitte 2019 rechnen. In der zweiten Jahreshälfte 2019 dürfte dann in einem weiteren Schritt eine Leitzinserhöhung folgen.

Am europäischen Geldmarkt habe die EZB keine größeren Marktbewegungen ausgelöst. Insgesamt seien fallende Renditen im geldmarktnahen Bereich zu beobachten gewesen. Die Risikoprämien (Spreads) hätten sich seitwärts bewegt.

Die im Portfolio teils offenen Fremdwährungsanleihen in US-Dollar hätten sich ebenfalls positiv entwickeln können. Im Berichtsmonat hätten die Experten an variabel verzinslichen Neuemissionen (Floater) teilgenommen. Über weitere Transaktionen seien auf Euro und US-Dollar lautende Anleihen verkauft worden. Zudem hätten die Experten auch ihr offenes Fremdwährungsrisiko im US-Dollarbereich etwas verringert. Die Experten würden vorerst mit leichten Schwankungen am Geldmarkt rechnen. (Stand vom 30.04.2018) (07.06.2018/fc/a/f)






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