UniGlobal Dividende A-Fonds: Erfreuliche Wertentwicklung - Fondsanalyse


18.11.21 13:32
Union Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Zu Beginn dieses Jahres nahm mit dem Beginn der Massenimpfungen gegen Corona der Optimismus am Kapitalmarkt spürbar zu, so die Experten von Union Investment im Kommentar zum UniGlobal Dividende A.

Die Aussicht auf eine Wachstumserholung habe die Experten zu einer zyklischeren Ausrichtung des an und für sich defensiven Portfolios veranlasst. Da der Lockdown die verarbeitenden Industrien zunächst weit weniger getroffen habe als die konsumnahen Dienstleistungen, hätten die Experten zunächst Übergewichtungen in den Bereichen Chemie, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Bergbau aufgebaut. Später sei es dann zur Aufstockung des Konsumgebrauchsgüter-Sektors gekommen.

Gegenwärtig würden mehrere Themen das Marktgeschehen bestimmen. Die globalen Lieferketten-Engpässe würden zu Preisdruck in vielen Branchen führen. Dabei lasse sich feststellen, dass Unternehmen mit einer starken Marktposition in der Lage seien, die höheren Input-Kosten an ihre Kunden weiterzugeben. Dies gelte beispielsweise für Bergbaukonzerne wie Rio Tinto oder Anglo American, die ganz vorne in der globalen Wertschöpfungskette stünden. Deren Preissetzungsmacht nehme in Phasen des globalen Nachfrageanstiegs signifikant zu, während die (variablen) Kosten nur moderat steigen würden. In der Basis-Chemie sei der Fonds in BASF und in Covestro investiert, denn auch diese Firmen hätten Preiserhöhungen durchsetzen können. Im Konsumsektor seien markenstarke Firmen zu nennen, wie beispielsweise Ralph Lauren. Das US-Modelabel verfolge eine konsequente Premium-Strategie und lasse sich deshalb inzwischen weit weniger auf Rabatt-Aktionen ein wie in der Vergangenheit. Hierdurch habe die Gewinnmarge im Vergleich zum Jahr 2019 sogar gesteigert werden können.

Ein weiteres interessantes Marken-Unternehmen sei die schwedische Thule Group, die auf Transportsysteme spezialisiert sei. Es sei vor allem für seine Auto-Dachboxen bekannt, stelle aber auch Fahrradanhänger, Tiertransport-Boxen und andere Produkte her. Darüber hinaus würden die Experten Logistik-Werte wie Deutsche Post und A.P. Moller-Maersk favorisieren. Deutsche Post verfüge mit DHL über einen Ertragsbringer (eine so genannte "Cash Cow"), der von der gestiegenen Nachfrage nach Paket-Lieferungen als Folge der Pandemie profitiert habe. Inzwischen würden auch vermehrt Frachtflugzeuge eingesetzt. Gut aufgestellt sei auch die Containerschiff-Reederei Moller-Maersk, die ebenfalls hohe Preise habe durchsetzen können.

Der UniGlobal Dividende A sei hingegen aktuell in Industriewerten eher niedrig gewichtet. In diesem Bereich seien viele Unternehmen von Lieferketten-Problemen betroffen oder starkem Preiswettbewerb ausgesetzt. Untergewichte würden die Experten auch in Versorgern sowie in Telekommunikations- und Konsumverbrauchsgüterwerten halten. Aufgrund des starken Wettbewerbs und der Austauschbarkeit der Dienstleistung "Telekommunikation" würden die Telekom-Unternehmen kaum über Preissetzungsmacht verfügen. Der defensive Versorgersektor entwickle sich in Phasen der wirtschaftlichen Erholung traditionell vergleichsweise schwach. Und viele Unternehmen aus der Konsumverbrauchsgüter-Branche seien aktuell strukturellen Problemen unterworfen (Tabakindustrie) oder würden austauschbare Güter (wie Coca Cola und Pepsi) anbieten, die sich nur über geschicktes Marketing voneinander abgrenzen könnten.

Bei den langlebigen Konsumgütern würden die Automobilhersteller zurzeit unter der Knappheit von Komponenten wie Halbleitern leiden. Im Finanzsektor waren die Experten von Union Investment ebenfalls lange Zeit untergewichtet, haben aber zuletzt die Bestände in Bankaktien ausgebaut. Sie seien optimistisch, dass das steigende Zinsniveau den Banken entgegenkomme. Mit der zyklischen Erholung dürfte das Kreditvolumen anziehen, zudem würden die höheren Zinsen die Zinsmargen der Institute verbessern.

Der Erfolg des Investmentansatzes der Experten schlage sich auch in der positiven Wertentwicklung des Fonds nieder. Trotz der vorübergehend starken Einbußen durch die Corona-Krise Anfang 2020 habe der UniGlobal Dividende A in den letzten drei Jahren um 30,8 Prozent zulegen können, auf Ein-Jahres-Sicht um 27,9 Prozent. Seit Anfang dieses Jahres habe der Fonds 17,2 Prozent (jeweils per 31.10.2021) gewonnen.

Dividendenaktien hätten im vergangenen Jahr unter der Aussetzung der Dividendenzahlungen vieler Unternehmen während der Corona-Krise gelitten. Mit der wirtschaftlichen Erholung habe sich die Lage wieder normalisiert, aber der Markt habe dies noch nicht vollständig zur Kenntnis genommen. Aus diesem Grund würden dividendenstarke Aktien über Aufholpotenzial verfügen. Aufgrund ihres defensiven Charakters würden sie sich auch für schwierigere Marktphasen eignen. Der positive Effekt von Dividendenzahlungen dürfe zudem nicht unterschätzt werden, denn er könne einen erheblichen Teil der Wertentwicklung einer Aktie ausmachen. Der UniGlobal Dividende A (und seine ausgabeaufschlagsfreie net-Variante) enthalte ausschließlich Aktien, die von den Spezialisten von Union Investment sorgfältig ausgewählt worden seien. Der damit erarbeitete Informationsvorsprung lasse sich optimalerweise für eine überdurchschnittliche Wertentwicklung nutzen. (Ausgabe vom 17.11.2021) (18.11.2021/fc/a/f)





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