UniEuroRenta-Fonds: 04/2018-Bericht, durchschnittliche Zinsbindungsdauer erhöht - Fondsanalyse


05.06.18 10:00
Union Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Euro-Rentenmarkt konnte im April nicht an die gute Wertentwicklung der beiden Vormonate anknüpfen, so die Experten von Union Investment in ihrem Kommentar zum UniEuroRenta.

Anfänglich sei die Entwicklung noch seitwärtsgerichtet gewesen. Ab der Monatsmitte hätten dann aber die negativen Vorgaben aus den USA belastet. Dort hätten vor allem Inflationsängste für steigende Renditen gesorgt. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen habe daraufhin bis auf 0,64 Prozent angezogen. In Europa würden die Konjunkturdaten aktuell aber weniger freundlich ausfallen wie in den USA. Darüber hinaus sei kein nennenswerter Teuerungsdruck auszumachen, weshalb der Renditeanstieg moderat ausgefallen sei.

Peripherieanleihen hätten sich hiervon fast gänzlich unbeeindruckt gezeigt und sich einmal mehr besser als die Papiere aus den Kernländern entwickelt. Für Aufsehen hätten erneut italienische Staatsanleihen gesorgt. Diese seien trotz der anhaltend schwierigen Regierungsbildung gefragt gewesen. Zum Monatsende hätten sich mögliche Koalitionsgespräche zwischen der PD und der 5-Sterne-Bewegung angedeutet. Dies wäre sicherlich die marktfreundlichste Variante, was das Interesse an italienischen Titeln erkläre. Die Zinsdifferenz zu Bundesanleihen betrage inzwischen rund ein Prozent weniger als noch vor einem Jahr.

Von der EZB-Sitzung hätten sich die Marktteilnehmer keine großen Änderungen erwartet. Das Augenmerk habe daher auf der Pressekonferenz gelegen. Notenbankpräsident Mario Draghi habe hier sehr geschickt eine Politik der ruhigen Hand kommuniziert. Die Währungshüter hätten den Rückgang der Konjunkturindikatoren als temporär gewürdigt und seien von einer baldigen Stabilisierung ausgegangen, habe es geheißen. Gemessen am iBoxx Euro Sovereign Index hätten europäische Staatsanleihen im April leicht an Wert verloren und 0,3 Prozent abgegeben.

Das Fondsmanagement habe das Portfolio zu Monatsbeginn defensiver aufgestellt und die Zinssensitivität verringert. Nach dem Renditeanstieg hätten die Experten dann wieder die durchschnittliche Zinsbindungsdauer erhöht. Darüber hinaus hätten sich die Experten im April an einer Reihe von Neuemissionen aus dem Unternehmensanleihesektor beteiligt. Die Ausrichtung des Fonds habe sich dadurch aber nicht verändert.

Die Experten würden in den kommenden Monaten von weiter steigenden Renditen ausgehen. Der Anstieg sollte aber moderat ausfallen. (Stand vom 30.04.2018) (05.06.2018/fc/a/f)





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