UniEuroRenta Corporates A-Fonds: 08/2017-Bericht, Portfolio etwas vorsichtiger aufgestellt - Fondsanalyse


15.09.17 12:00
Union Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Vor dem Hintergrund rückläufiger Renditen im europäischen Staatsanleihesektor konnten auch Unternehmensanleihen hinzugewinnen, so die Experten von Union Investment in ihrem Kommentar zum UniEuroRenta Corporates A.

Auf Gesamtmarktebene (BofA Merrill Lynch Euro Corporate Index, ER00) seien europäische Corporate Bonds mit Investment Grade-Rating in einem von der Sommerpause geprägten Marktumfeld mit einem Plus von 0,6 Prozent aus dem Markt gegangen. Die Risikoaufschläge (Spreads), gemessen an den Asset Swap Spreads, hätten sich um fünf auf 53 Basispunkte ausgeweitet. Die Europäische Zentralbank habe sich aufgrund der teils dünnen Marktlage im Rahmen ihres Ankaufprogramms eher zurückhaltend gezeigt.

Die anhaltende Sommerpause habe sich vor allem am Primärmarkt ablesen lassen, denn dort sei die Neuemissionstätigkeit im Berichtsmonat nahezu zum Erliegen gekommen. Auffällig sei jedoch gewesen, dass vereinzelt vor allem großvolumige Neuemissionen in US-Dollar an den Markt gekommen seien. Neben dem Tabakkonzern BAT, der umgerechnet über 20 Milliarden US-Dollar eingesammelt habe, habe dabei das US-Unternehmen Amazon 16 Milliarden US-Dollar platziert. Auf Einzeltitelebene hätten nach einer Gewinnwarnung der Generikahersteller Teva im Blickpunkt gestanden.

Im August sei das Portfolio vor dem Hintergrund der politischen Lage (Nordkorea), der von den Experten erwarteten Neuemissionswelle und auch mit Blick auf die Zentralbanken etwas vorsichtiger aufgestellt worden. So seien in erster Linie die Kreditrisiken reduziert und die Kasse etwas erhöht worden. Auch hätten die Experten die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer (Duration) der Anlagen wieder auf ein neutrales Niveau reduziert. Weitere Dispositionen seien am Primärmarkt vorgenommen worden.

Die Experten hätten drei Neuemissionen gezeichnet und dabei Titel von BAT, Holcim und der BBVA in das Portfolio aufgenommen. Die weltweit synchrone Aufschwungsphase bei moderater Inflation wirke auf Kreditrisiken unterstützend. Die fundamentale Lage der Unternehmen bleibe gut. Das Ankaufprogramm der Europäischen Zentralbank stütze die Märkte. Eine restriktivere Geldpolitik sei zwar sowohl in den USA als auch im Euroraum in Sicht, führe aber bisher nicht zu Verspannungen an den Kreditmärkten. Die Experten würden in den kommenden Wochen wieder deutlich größere Neuemissionsvolumina erwarten. Die Experten wollten daher ihre vorsichtige Positionierung vorerst beibehalten. (Stand vom 31.08.2017) (15.09.2017/fc/a/f)






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