UniEuroAspirant A-Fonds: 11/2017-Bericht, ungarische Staatsanleihen mit größten Zuwächsen - Fondsanalyse


04.01.18 08:30
Union Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Europäische Anleihen außerhalb des gemeinsamen Währungsraumes tendierten im November erneut uneinheitlich, so die Experten von Union Investment im Kommentar zum UniEuroAspirant A.

Anleihen aus Tschechien hätten ihren Abwärtstrend aus dem Vormonat fortgesetzt und erneut Kursverluste hinnehmen müssen. Unter deutlich stärkeren Druck geraten seien aber Papiere aus der Türkei. Dort habe die sich beschleunigende Inflation für Unruhe gesorgt. Im November sei die Teuerung auf fast 13 Prozent im Vorjahresvergleich geklettert. Gleichzeitig habe die Türkische Lira gegenüber dem US-Dollar knapp 3 Prozent an Wert verloren. Um das Wachstum nicht zu gefährden, spreche sich Staatspräsident Erdoğan vehement gegen Zinserhöhungen aus - und die Notenbank folge (noch) diesem Kurs.

Weitgehend unverändert gegenüber dem Vormonat hätten die Anleihemärkte in Russland und der Schweiz geschlossen. Leichte Kursgewinne seien in den skandinavischen Ländern und in Polen zu verzeichnen gewesen. Die größten Zuwächse hätten aber ungarische Staatsanleihen verbucht. Die Parlamentswahlen im April 2018 seien noch zu weit entfernt, als dass sich Anleger darum sorgen müssten. Nach umfangreichen Gesetzesänderungen scheine zudem eine Mehrheit für Victor Orban sicher. Die jüngst angekündigte enge Zusammenarbeit mit China spalte jedoch die Lager. Aus wirtschaftlicher Sicht seien die geplanten Investitionen der Chinesen durchaus zu begrüßen. Das politische Fazit dürfte hingegen anders ausfallen, schließlich werde hier der Wunsch nach einer Machtausdehnung der Chinesen deutlich. Osteuropa, dass die Europäische Union zunehmend kritisch beäuge, scheine hier genau der richtige Partner zu sein.

Die schwache Entwicklung in Rumänien und der Türkei haben die Experten von Union Investment für Käufe von Anleihen im mittleren Laufzeitbereich (Fälligkeit 2021 und 2022) genutzt. Zudem hätten sie langlaufende südafrikanische Anleihen aufgrund eines für sie attraktiv erscheinenden zweistelligen Zinsniveaus erworben. Risikoszenarien für Anleihen aus den Schwellenländern sehe man in einem deutlichen globalen Renditeanstieg sowie in protektionistischen Maßnahmen der US-Regierung gegen exportorientierte Länder. (Stand vom 30.11.2017) (04.01.2018/fc/a/f)




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