UniEuroAspirant A-Fonds: 06/2019-Bericht, Duration der Rentenanlagen reduziert - Fondsanalyse


08.08.19 12:28
Union Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die osteuropäischen Rentenmärkte verbuchten im Juni auf breiter Basis Renditerückgänge und blicken somit auf einen freundlichen Handelsmonat zurück, so die Experten von Union Investment im Kommentar zum UniEuroAspirant A.

Ursächlich hierfür sei die Suche nach Rendite gewesen, da Schuldverschreibungen aus den Kern-Euroländern teilweise neue Kurshöchststände erreicht hätten. Die Notenbanken hätten dabei keine unerhebliche Rolle gespielt. Auf der letzten Sitzung der US Notenbank Federal Reserve sei das Leitzinsband zwar unverändert geblieben, doch würden die Marktteilnehmer angesichts der weiteren konjunkturellen Eintrübung von Zinssenkungen ausgehen. Auch Mario Draghi habe auf der letzten EZB-Sitzung im portugiesischen Sintra verlauten lassen, dass die Währungshüter im Euroraum bereit seien zu handeln.

Infolge einer gestiegenen Risikobereitschaft der Anleger hätten zehnjährige Anleihen aus Russland circa 46 Basispunkte tiefer als im Vormonat rentiert und seien somit am Markt gefragt gewesen. Zudem habe zusätzlich ein festerer Ölpreis unterstützt. Papiere aus Kroatien (-48 Basispunkte) und Ungarn (-32 Basispunkte) seien am Markt ebenfalls favorisiert worden. Staatsanleihen aus der Türkei hätten mit erneut kräftigen Renditerückgängen an die positive Entwicklung des Vormonats anknüpfen können. Der im Rahmen der wiederholten Bürgermeisterwahlen (Istanbul) errungene Wahlsieg des Oppositionskandidaten Ekrem Imamoglu habe die Rendite der zehnjährigen Titel zwischenzeitlich auf 16,1 Prozent gedrückt. Im Monatsvergleich sei die Rendite der Lokalwährungspapiere um 1,8 Prozent gesunken.

Im Fonds hätten die Experten von Union Investment das positive Marktumfeld genutzt, indem sie unter Gewinnmitnahmen die Kapitalbindungsdauer (Duration) der Rentenanlagen reduziert hätten. Daneben hätten die Experten auch wegen des relativen hohen Bewertungsniveaus einige in Euro und US-Dollar denominierte Hartwährungsanleihen veräußert, darunter Papiere aus Ägypten, Polen und Zypern. In der Türkei und der Ukraine hätten sie aufgrund zuletzt positiver politischer Bewegungen die Bestände aufgestockt.

Eine wesentliche Bestimmungsgröße der Kapitalmärkte bleibe weiterhin die Geldpolitik der großen Zentralbanken. Auch geopolitische Spannungen, trotz der letzten Annäherungen zwischen den USA und China, würden angesichts der Gefahr einer weiteren Abkühlung der Weltkonjunktur entscheidende Risikofaktoren darstellen. (Stand vom 30.06.2019) (08.08.2019/fc/a/f)






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