UniDynamicFonds Europa A: In wachstumsstarke europäische Unternehmen investieren - Fondsanalyse


20.11.20 09:30
Union Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Das Fondsvermögen des UniDynamicFonds: Europa A wird überwiegend in europäische Aktientitel von Unternehmen mit überdurchschnittlicher Wachstumsdynamik angelegt, so die Experten von Union Investment.

Bei der gezielten Einzeltitelauswahl (Stock Picking) würden Kriterien wie die Konzentration auf Kernkompetenzen, Markt- und Technologieführerschaft oder Ertragsstärke eine besondere Rolle spielen.

Mit Blick auf die aktuelle Sektorallokation sei der UniDynamicFonds: Europa A zurzeit stark in Aktien aus der Technologie-, der Konsum- und der eher defensiven Gesundheitsbranche investiert. Diese Sektoren würden unter relativen Aspekten über bessere Wachstums-Aussichten, solidere Bilanzen und eine höhere Free-Cashflow-Generierung als der breite Markt verfügen. Im Gegensatz hierzu seien Rohstoff-, Industrie- und Finanztitel unterrepräsentiert. Die regionale Gewichtung ergebe sich vor allem aus der Einzeltitelauswahl.

Insgesamt lasse sich feststellen, dass sich diejenigen Unternehmen, die die Experten von Union Investment zurzeit am interessantesten fänden, auf einige innovative Themenschwerpunkte konzentrieren würden. In der Technologiebranche seien dies die Digitale Transformation (abgebildet unter anderem durch Dassault Systèmes, Capgemini, Sinch AB und TeamViewer), Zahlungsdienstleistungen (Adyen, Worldline) und Elektromobilität (STMicroelectronics, NXP Semiconductors). Im Gesundheitssektor würden die Experten von Union Investment den Schwerpunkt auf die Impfstoffentwicklung und Medikamentenproduktion (Lonza, Sartorius) sowie die Harmonisierung der globalen Gesundheitsstandards (AstraZeneca), im Konsumbereich auf die Themen Nachhaltigkeit und gesunder Lebensstil (Nestlé, Kerry Group, Symrise und AAK) legen.

Im Technologiesektor sei der Fonds unter anderem im Halbleiterhersteller STMicroelectronics investiert. Das Unternehmen produziere europaweit, habe seinen Firmensitz aber in der Schweiz. Die beiden größten Kunden seien Apple und Tesla. Über ein Investment in STM könne der UniDynamicFonds: Europa A somit indirekt vom Wachstum dieser innovativen US-Firmen profitieren. STMicroelectronics liefere beispielsweise Halbleiter-Komponenten an Tesla für das 3D-Sensing, mit dem 3D-Objekte über optoelektronische Sensoren visualisiert werden könnten, unter anderem auch für die Gesichtserkennung.

Im BioPharma-Sektor würden die Experten von Union Investment die Schweizer Lonza Group bevorzugen. Ihr Geschäft beinhalte unter anderem die Herstellung von Inhaltsstoffen, die in wichtigen Medikamenten zur Behandlung von Patienten mit Herz- und Gefäß-Krankheiten, Krebs, neurologischen sowie Infektionskrankheiten zur Anwendung kämen. Ein weiteres Geschäftsfeld sei die Produktion von Hilfsmitteln, die zur Erforschung, Entwicklung und Produktion sowie zum Testen von therapeutischen Produkten eingesetzt würden. Lonza übernehme damit das Outsourcing der Produktion und Testung von medizinischen Wirkstoffen. Beispielsweise habe die Firma Moderna ihre Produktionskapazität insbesondere für den Covid-19-Impfstoffkandidaten mRNA-1273 erweitert, indem sie eine Zehn-Jahres-Vereinbarung mit Lonza abgeschlossen habe. Dieses Geschäftsmodell, CDMO (Contract Development Manufacturing Organization) genannt, biete den Vorteil, dass die Lonza Group an wichtigen Trends partizipieren könne, ohne das Risiko der ersten Stufe der Medikamentenentwicklung tragen zu müssen, denn die meisten Wirkstoffe würden schon in ihrer ersten Phase scheitern.

Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca sei zurzeit der zweitgrößte Wert im UniDynamicFonds: Europa A. Der wichtigste Absatzmarkt von AstraZeneca sei inzwischen China, da in diesem Land die Mittelschicht stark gewachsen sei. Mit dem zunehmenden Wohlstand steige auch der Wunsch nach westlichen Arzneimitteln, die hohe Qualitätsstandards erfüllen würden. Der Schweizer Konzern profitiere insbesondere davon, dass er in China sehr innovative Produkte anbiete.

Innerhalb der Konsumbranche seien die Experten von Union Investment in dem deutschen Aromen- und Duftstoffhersteller Symrise engagiert. Das Unternehmen bediene mit seinen Produkten den aktuellen Trend zu natürlichen Inhaltsstoffen in Lebensmitteln und Kosmetika. Es setze vor allem Rohstoffe aus der Natur ein, vor allem für die Produktion von Lebensmitteln für Mensch und Tier. Beispiele hierfür seien Tiernahrung, Gewürze, aber auch Fertigprodukte, Tütensuppen, Back- und Süßwaren sowie vegetarische und vegane Fleischersatzprodukte. Im kosmetischen Bereich würden natürliche Aromen auch vielseitig eingesetzt in Kosmetika, Seifen, Duschgels, Deos, Cremes, etc. Hinzu kämen Putz- und Waschmittel. Aufgrund dieses vorteilhaften Geschäftsmodells befinde sich die Symrise-Aktie seit vier Jahren in einem deutlichen Aufwärtstrend. Daher würden einige Analysten bereits auf eine Aufnahme von Symrise in den Deutschen Aktienindex in absehbarer Zeit spekulieren.

Im Konsumbereich gehöre der französische Kosmetikhersteller L'Oréal ebenfalls zu den Favoriten der Experten von Union Investment. Gerade in Corona-Zeiten halte der Trend der SnapChat- und Instagram-Generation zur Selbstoptimierung an. Man schminke sich weiterhin eifrig, um die eigenen Fotos dann im Internet zu posten. L'Oréal sei zudem einer der Gewinner des E-Commerce-Booms. Die Franzosen würden eine starke Marke besitzen und ein breites Online-Sortiment anbieten. Corona habe den Anstieg des Online-Geschäfts weiter beschleunigt. L'Oréal generiere heute bereits rund die Hälfte des Umsatzes über das Internet.

Bei den Zahlungsdienstleistern ist Adyen einer unser Favoriten, so die Experten von Union Investment. Der niederländische Zahlungsabwickler profitiere aktuell vom anhaltend starken Wachstum des E-Commerce-Geschäfts, wobei er Spezialist für Online-Zahlungslösungen und Betrugsprävention sei. Adyen zähle unter anderem Uber, Booking.Com, McDonald's und Spotify zu seinen Kunden.

Trotz des von der Corona-Pandemie verursachten weltweiten Konjunktureinbruchs sähen die Experten von Union Investment auf mittlere Sicht weiterhin gute Chancen für die europäischen Aktienmärkte. Die hohe globale Liquidität und das Niedrigzinsumfeld dürften die Kurse genauso stützen wie die erwartete konjunkturelle Erholung in vielen Regionen. Voraussetzung hierfür sei jedoch ein Abebben der Corona-Pandemie, insbesondere in Europa. Mit der Bekanntgabe von Pfizer und BioNTech am 9. November und von Moderna einige Tage später, wahrscheinlich bereits in wenigen Monaten einen effektiven Impfstoff gegen das Covid-19-Virus auf den Markt bringen zu können, seien die Chancen auf eine Markterholung im Jahr 2021 zuletzt merklich gestiegen.

In diesem unübersichtlichen Umfeld sollten Anleger in erster Linie auf Investmentfonds setzen, die gezielt in aussichtsreiche Unternehmen mit einer hohen Wachstumsdynamik investieren würden. Denn diese Gesellschaften würden sich durch ein überdurchschnittliches Wachstumstempo, hohe Innovationskraft und ein gutes Management auszeichnen. Unser erfahrenes Fondsmanagement wählt dabei mit großer Sorgfalt die chancenreichsten Aktien aus, so die Experten von Union Investment.

Mit dem UniDynamicFonds: Europa A könnten risikobewusste Anleger von den Chancen europäischer Wachstumswerte profitieren. Die Experten von Union Investment würden diesen Fonds risikobewussten Anlegern zur Beimischung in einem breit über zahlreiche Assetklassen diversifizierten Portfolio empfehlen. Ein ausreichend langer Anlagehorizont von mindestens sieben Jahren sollte dabei berücksichtigt werden. (Ausgabe vom 19.11.2020) (20.11.2020/fc/a/f)





hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
108,57 € 109,153 € -0,583 € -0,53% 01.12./13:03
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0085167236 987194 111,57 € 74,73 €