UniCommodities-Fonds: Rohstoffe dürften auch in Zukunft eine lohnende Anlageklasse sein - Fondsanalyse


20.07.21 12:30
Union Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Mit dem UniCommodities (ISIN LU0249045476 / WKN A0JJ57) können Anleger an der Preisentwicklung von 15 einzelnen Rohstoffen aus den drei Sektoren Energie, Industrie- und Edelmetalle partizipieren, so die Experten von Union Investment.

Bei der Konzeption des Fonds sei es den Experten wichtig gewesen, dass die einzelnen Sektoren gleichgewichtet berücksichtigt würden. In ähnlichen Fonds von Mitbewerbern würden Energierohstoffe oft eine dominierende Rolle spielen. Den Experten sei es aber wichtig gewesen, auch innerhalb des Fonds eine möglichst hohe Diversifikation herzustellen.

Das Fondsmanagement erwerbe die Rohstoffe nicht direkt, weil dies sonst mit einer erheblichen Lagerhaltung einhergehen würde. Über den Kauf von Derivaten werde jedoch an der Wertentwicklung partizipiert. Weil dies mit geringem Mittelaufwand funktioniere, werde ein Großteil des Fonds in festverzinslichen Papieren "geparkt".

Neben den eigentlichen Investments in die 15 einzelnen Rohstoffe, strebe das Fondsmanagement noch Zusatzerträge an. Je nach Marktlage liege der aktuelle Preis eines Rohstoffs über oder unter dem Terminpreis (Preis für eine spätere Lieferung in der Zukunft). Lägen die späteren Preise unter dem heutigen Preis, dann entstünden sogenannte Rollgewinne, wenn die Position verkauft und in gleichem Umfang mit einem späteren Liefertermin wieder eine Position eröffnet werde. Dabei beobachte das Fondsmanagement sehr genau, zwischen welchen Lieferterminen die größten Erträge möglich seien.

Derzeit erleben die Experten von Union Investment einen kräftigen wirtschaftlichen Aufschwung. Für das Gesamtjahr 2021 würden Volkswirte mit dem stärksten Wachstum seit rund 60 Jahren rechnen. Dabei treffe eine deutlich gesteigerte Nachfrage auf ein mitunter noch begrenztes Angebot. Die Folge sei eine Materialknappheit, von der inzwischen mehrere Wirtschaftszweige betroffen seien. Viele Unternehmen könnten ihre vollen Auftragsbücher deshalb nur sehr langsam abarbeiten, weil es an den notwendigen "Rohstoffen" fehle. In dieser besonderen Marktphase seien die Zeitungen voll mit Berichten von fehlenden Halbleitern, Holz und anderen Baustoffen. Doch eine wirtschaftliche Erholung gehe auch immer mit einer hohen Nachfrage nach den klassischen Rohstoffen einher, die ebenfalls knapp seien. Öl sei schließlich schon immer das Schmiermittel des Konjunkturmotors gewesen, denn die Einsatzmöglichkeiten von Rohöl und seinen Produkten seien vielfältig. Für den Bau neuer Fabriken sei zudem der Bedarf an Industriemetallen hoch.

Mit den Impferfolgen seien in den letzten Monaten sukzessive Lockerungsschritte in den großen Volkswirtschaften möglich geworden. China sei das Zugpferd im vergangenen Jahr und kaum von nennenswerten Einschränkungen betroffen gewesen.

In diesem Jahr seien die USA und mit etwas Verzögerung nun auch der Euroraum gefolgt, von dem in den kommenden Wochen noch wichtige Impulse für den Rohstoffmarkt ausgehen sollten. Die Folge seien bereits bisher schon deutlich anziehende Preise für Energierohstoffe gewesen. Allein der Preis für Rohöl der Sorte Brent habe sich seit Jahresbeginn um mehr als 40 Prozent verteuert. Doch auch die Wertentwicklung der anderen Rohstoffsektoren könne sich seit März letzten Jahres sehen lassen.

In der Erholung hätten sich die verschiedenen Rohstoffsektoren in etwa gleich entwickelt. Seit Jahresbeginn würden Energierohstoffe, als wichtigster Treiber einer konjunkturellen Erholung, hier deutlich herausstechen. Steigende Renditen und ein fester US-Dollar hätten den Höhenflug von Edelmetallen, trotz anziehender Inflationssorgen, gebremst.

Doch wie gehe es weiter? Die Experten von Union Investment gehen davon aus, dass Rohstoffe auch in Zukunft eine lohnende Anlageklasse für viele Investoren sind. Im aktuellen Umfeld würden gleich fünf Punkte für ein langfristig strategisches Investment sprechen:

1. Rohstoffe seien eher spätzyklisch.
2. Staatliche Infrastrukturmaßnahmen würden für Rohstoffe sprechen.
3. Energiewandel sorge für eine strukturell hohe Nachfrage.
4. Diversifikationsvorteil würden Rohstoffe zu einer wichtigen Anlageklasse machen.
5. Rohstoffe würden einen gewissen "Inflationsschutz" bieten.

Neben den schon erwähnten fünf strategischen Gründen, die für eine Anlage am Rohstoffmarkt sprechen würden, gebe es auch kurzfristige Potenziale. So zeige etwa der Energiemarkt weiterhin eine Knappheit an.

Die globalen Daten zur Mobilität würden auf eine langsam wieder steigende Nachfrage im Transportsektor hindeuten. Die Produktionskürzungen der OPEC würden dafür sorgen, dass sich der Markt weiter im Defizit befinde. Auch die graduelle Rückführung der Kürzungen seit Mai belaste den Markt nicht, da die Steigerung der Nachfrage dies überkompensiere. Die Experten von Union Investment setzen weiterhin auf eine Erholung der Nachfrage und sind daher unverändert in den Produkten (Diesel und Benzin) übergewichtet.

Im Industriemetallsektor sind die Experten von Union Investment weiterhin neutral positioniert. Nickel als Beispiel sei auf den aktuellen Preisniveaus von 19.000 US- Dollar auf mittelfristige Sicht ein interessantes Investment. Auch die Aussichten für den Aluminiummarkt würden positiver. Die Dekarbonisierungsmaßnahmen in China würden das Angebot im Markt deutlich weniger steigen lassen als erwartet.

Für Gold und Silber seien die Experten nach der Preiskorrektur wieder positiver eingestellt. Die beiden Edelmetalle würden weiterhin von der starken Ausweitung der Zentralbankbilanzen sowie den damit verbundenen negativen Realzinsen profitieren. Silber partizipiere als industrienahes Metall zusätzlich von den Infrastrukturplänen in den USA und China, die einen hohen Fokus auf Solartechnik besitzen würden. Zusätzlich würden vermehrt Privatinvestoren Interesse am Silbermarkt zeigen. Die Experten von Union Investment gehen weiter davon aus, dass die zyklische Erholung der Weltwirtschaft die industrienahen Edelmetalle Platin und Palladium nach oben treiben sollte. Die Übergewichte in den Metallen würden sie deshalb beibehalten. Insgesamt würden sie von nach wie vor positiven Rohstoffmärkten ausgehen. Favorisierte Sektoren seien der Energiekomplex sowie die Edelmetalle. (Ausgabe vom 19.07.2021) (20.07.2021/fc/a/f)






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