UniCommodities-Fonds: 11/2017-Bericht, uneinheitliche Entwicklung von Rohstoffen - Fondsanalyse


02.01.18 08:30
Union Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Rohstoffe entwickelten sich im November uneinheitlich, so die Experten von Union Investment im Kommentar zum UniCommodities.

Während der Energiesektor weitere Zuwächse verbucht habe, hätten vor allem die Preise von Industriemetallen nachgegeben. Gemessen am MS RADAR Index ex Agrar hätten sich Rohstoffe mit einem leichten Plus von lediglich 0,1 Prozent nahezu unverändert gezeigt.

Gute Wirtschaftsdaten hätten den Preis der Ölsorte WTI auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren klettern lassen. Negative Nachrichten wie eine zunehmende US-Rohölproduktion und eine erhöhte Bohraktivität seien nahezu ausgeblendet worden. Ende des Monats hätten die OPEC-Staaten plus zehn weitere Länder einschließlich Russland beschlossen, die Förderkürzungen um neun Monate bis Ende 2018 zu verlängern. Die Ölpreise hätten hierauf jedoch kaum reagiert.

Industriemetalle hätten unter Sorgen um China gelitten. Nach dem Parteitag dürfte die Regierung die neue Amtsperiode nutzen, um den Umbau der Volkswirtschaft voranzutreiben. Dies dürfte zulasten des Wachstums gehen. Besonders stark sei Nickel gefallen. Die Notierung sei fast 10 Prozent gefallen, obwohl in diesem Jahr mit einem Angebotsdefizit von 100.000 Tonnen zu rechnen sein dürfte. Hintergrund für die Schwäche sei vielmehr der geplante Abbau von Überkapazitäten in der Stahlproduktion, wofür Nickel sonst stark nachgefragt werde. Größter Produzent sei auch hier China.

Gold habe um 0,8 Prozent zugelegt. Die Inflation bleibe trotz zyklischem Druck weiter vergleichsweise gering. Zudem habe die US-Münznachfrage 92 Prozent unter dem Vorjahresmonat gelegen und auch die Goldimporte der Chinesen seien geringer ausgefallen. Dem habe ein schwächerer US-Dollar und ein weiterer Raketenabschuss in Nordkorea entgegengestanden, sodass sich die belastenden und stützenden Einflussfaktoren letztlich die Waage gehalten hätten. Das Fondsmanagement zeigte sich wieder etwas positiver gegenüber Industriemetallen, nachdem wir zuvor noch von weiter fallenden Kursen ausgegangen waren, so die Experten von Union Investment. Die Gleichgewichtung der einzelnen Rohstoffe habe sich abermals bezahlt gemacht. So habe sich der Fonds besser als vergleichbare Rohstoffindices entwickelt, wie etwa von Bloomberg. Das gute konjunkturelle Umfeld spreche mittelfristig für weiter steigende Ölpreise. (Stand vom 30.11.2017) (02.01.2018/fc/a/f)





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