UniCommodities-Fonds: 10/2018-Bericht, auf steigende Notierungen im Energiesektor gesetzt - Fondsanalyse


04.12.18 11:30
Union Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Aufkommende Konjunktursorgen machten im Oktober auch vor Rohstoffen nicht Halt, so die Experten von Union Investment im Kommentar zum UniCommodities.

Gemessen am MS RADAR Index ex Agrar habe dies für den Gesamtmarkt ein Minus von 4,1 Prozent bedeutet.

Neben den Konjunktursorgen habe auch der Handelskonflikt zwischen China und den USA den Energiesektor belastet. Weitere Zölle könnten die Nachfrage in den beiden wichtigsten Verbrauchsländern reduzieren. Zu einer möglicherweise geringeren Nachfrage geselle sich schon jetzt ein zunehmend größeres Angebot. Zuletzt sei in gleich mehreren OPEC-Ländern ein Produktionsanstieg zu beobachten gewesen. Dies spreche für ein Überangebot in den kommenden Monaten, welches auf dem Ölpreis lasten dürfte. Im Monatsvergleich habe sich Öl der Sorte Brent um zehn Prozent verbilligt.

Industriemetalle hätten wie schon so oft in den vergangenen Monaten unter schwachen Wirtschaftsdaten aus China gelitten. Die vielbeachteten Einkaufsmanagerindices seien schwächer als erwartet ausgefallen und lägen nur noch knapp oberhalb der Wachstumsschwelle. Den größten Abschlag habe Nickel mit einem Minus von neun Prozent hinnehmen müssen. Aber auch Aluminium und Blei hätten rund sechs Prozent an Wert verloren. Vergleichsweise gut habe sich noch Zink gehalten. Für das kommende Jahr seien die Schätzungen für die weltweite Edelstahlproduktion auf ein potenzielles Rekordhoch nach oben angepasst worden.

Gold habe nur bedingt von seinem Status als sicherer Hafen profitieren können. Zwar habe die Nachfrage nach Barren, Münzen und Schmuck zugenommen, in den USA würden sich aber weiterhin viele Anleger von ihren ETF-Beständen trennen. Angesichts einer Rendite von rund drei Prozent stünden Staatsanleihen in Konkurrenz zum Edelmetall. Die Abflüsse aus den börsengehandelten Fonds hätten daher auch die Käufe der Zentralbanken nicht kompensieren können, obwohl die Notenbanken im dritten Quartal so viel Gold wie seit drei Jahren nicht mehr gekauft hätten.

Die Erwartung auf steigende Preise von Edelmetallen sei dem Fonds im Oktober zugute gekommen. Darüber hinaus habe das Fondsmanagement auf steigende Notierungen im Energiesektor gesetzt. Sollten sich die chinesischen Stimulus-Maßnahmen in den Konjunkturdaten widerspiegeln, dürften auch Industriemetalle wieder interessant werden. (Stand vom 31.10.2018) (04.12.2018/fc/a/f)






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