UBS (Lux) Equity Fund - European Opportunity: "Markteffizienz ist auf kurze Sicht nicht gegeben"


13.06.19 11:30
e-fundresearch.com

Wien (www.fondscheck.de) - Als gebürtiger Innsbrucker, der von London aus für die schweizerische UBS Asset Management Aktienportfolios verwaltet, ist Max Anderl nicht nur ein perfektes Beispiel dafür, was in einer globalisierten Welt arbeitstechnisch möglich ist, sondern mit Outperformance in 12 von 15 Kalenderjahren auch eines der Aushängeschilder für aktives Management, so die Experten von "e-fundresearch.com".

Wie er die Welt derzeit sehe, habe "e-fundresearch.com" in einem persönlichen Gespräch in Erfahrung bringen können.

Und es gebe sie doch: Aktive Fondsmanager, die ihren Index nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis über den Gutteil ihres Bestehens langfristig und vor allem auch regelmäßig schlagen könnten. Einer davon sei der gebürtige Innsbrucker Maximilian Anderl, der seit 2000 als Aktienfondsmanager bei der UBS Asset Management tätig sei und sich seit dem Jahr 2004 ausschließlich mit dem Management konzentrierter Strategieansätze ("Concentrated Alpha Team") auseinandersetze und jenes Team seit 2011 auch leiten dürfe. Mit seinem europäischen Long-Only Flaggschiffprodukt, der Europe Equity Concentrated Alpha Strategie (UBS (Lux) Equity Fund - European Opportunity) habe Anderl den MSCI Europe vor Kosten in 12 der letzten 15 Jahre outperformen können.

Anderl, der neben konzentrierten europäischen und globalen Aktienfondsmandaten auch Long/Short-Strategien verantworte, sehe den Hauptgrund für diese bisherigen Entwicklungen in - zumindest über kurze Zeiträume - nicht vorhandener Markteffizienz: "Wir sind fest davon überzeugt, dass auch in Zukunft weiterhin immer wieder Marktineffizienzen auftreten werden, die entsprechend ausgenutzt werden können", so der Fondsmanager gegenüber "e-fundresearch.com".

Es sei regelmäßig zu beobachten, dass der Markt in gewissen Phasen entweder dazu tendiere, die Upside oder die Downside deutlich zu überschätzen. Ein aktuelles Beispiel für letzteres Argument sei das vierte Quartal 2018 gewesen: "Hier herrschte an manchen Handelstagen reine Panik", erkläre Anderl und gebe an, diese Marktvolatilität vor allem zum selektiven Nachkauf von IT-Titeln genutzt zu haben. Per Ende April 2019 stelle der Informationstechnologie-Sektor mit 14,29% übrigens die - im Vergleich zum MSCI Europe - größte Sektorabweichung der UBS European Opportunity Strategie dar - kein aktiver Sektorcall, sondern reines Resultat des Bottom-Up Stock-Picking-Prozesses, wie der Fondsmanager während seines Gespräches mit "e-fundresearch.com" betone.

Gemessen am Indexgewicht am wenigsten fündig werde Anderl auf der Long-Seite derzeit bei Industrietiteln: "Die Bewertung vieler europäischer Industrials halte ich in den meisten Fällen schlichtweg für nicht nachvollziehbar. Wir suchen stets nach Titeln, die uns ein gutes Upside-Potenzial bei vergleichsweise limitiertem Downside-Risiko in Aussicht stellen. Bei Industrials verhält es sich derzeit exakt spiegelverkehrt."

Weiterhin die Treue halte Anderl der Nestlé-Aktie, die mit 4,71% Portfoliogewichtung hinter Royal Dutch Shell per 30.04.2019 die Nummer 2 im UBS European Opportunity darstelle: "Hier haben wir in Q2-2018 zugeschlagen, als sich quasi der Rest der Welt dazu entschlossen hat, "Bond Proxy"-Aktien abzustrafen."

Auch wenn es die zuletzt genannten Titel nicht zwangsweise vermuten lassen würden, seien ESG-Kriterien seit 2017 als fixer Bestandteil in den Investmentprozessen sämtlicher Strategien des UBS Concentrated Alpha Teams integriert. Dabei werde unter anderem auch auf aktives Engagement gesetzt - etwa auch bei Royal Dutch Shell: "Im Jahr 2018 haben wir uns hier beispielsweise dafür eingesetzt, dass die Vorstandsvergütung auch an die Erreichung von konkreten Klimawandel-Zielen gekoppelt wird", so Maximilian Anderl. Insgesamt seien per Ende Q1-2019 95% des Portfoliovolumens in Titeln mit überdurchschnittlichem ESG-Rating investiert gewesen. (Ausgabe vom 12.06.2019) (13.06.2019/fc/a/f)






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