UBS Global Emerging Markets Opportunity-Fonds: Zurück im Aufwärtstrend - Fondsanalyse


11.09.18 10:30
UBS Asset Management

Frankfurt am Main (www.fondscheck.de) - 2016 und 2017 feierten Aktien aus den Emerging Markets ihr langersehntes Comeback. Und diese Entwicklung dürfte sich fortsetzen, trotz der schwächeren Kurse in diesem Jahr, meint Projit Chatterjee, Senior Equity Specialist Global Emerging Markets und Asia Pacific Equities bei UBS Asset Management.

Viele Schwellenländer seien heute auf Makro- und Mikroebene robuster aufgestellt als in der Vergangenheit, und die Bewertung sei nach der Korrektur attraktiv. Eine Differenzierung der einzelnen Märkte und eine sorgfältige Auswahl der besten Aktien seien für den Anlageerfolg jedoch ausschlaggebend. Dies zeige auch der bewährte High-Alpha-Long-Term Opportunity-(HALO-) Ansatz von UBS Asset Management, der in diesem Jahr sein zehntes Jubiläum begehe.

Aktien aus den Emerging Markets hätten turbulente Monate hinter sich. Im Februar habe die abnehmende Wirtschaftsdynamik außerhalb der USA nicht nur die globalen Wachstumserwartungen sinken lassen, sondern habe auch zur Stärkung des US-Dollars beigetragen. Dies und die protektionistischen Bestrebungen des US-Präsidenten hätten die Performance der Aktienmärkte der aufstrebenden Länder belastet. Besonders stark vom Abverkauf betroffen gewesen seien schwächere Volkswirtschaften wie die Türkei, Brasilien und Südafrika, aber auch China und Südkorea, die unter den Handelskonflikten leiden würden. Indien und Mexiko hingegen hätten zu den Outperformern gezählt.

"Wir denken nicht, dass der 2016 gestartete Aufwärtstrend in den Emerging Markets schon wieder vorbei ist", meine Projit Chatterjee. Die Marktkorrektur in diesem Jahr habe seiner Ansicht nach weniger auf veränderten Fundamentaldaten beruht, sondern sei vielmehr stimmungsgetrieben gewesen. Die Entwicklung spiegle sich bereits weitgehend in gefallenen Bewertungen wider. Die Kurs/Gewinn-Verhältnisse seien zurück auf dem Niveau von 2016, als der Aufwärtstrend begonnen habe.

Die derzeitige Schwäche der Märkte ändere nichts an ihren grundsätzlich sehr vorteilhaften Voraussetzungen. "Emerging Markets profitieren von einer gesünderen Ausgangsposition, unterstützenden Fundamentaldaten und einem nachhaltigen Wachstum in China", fasse Chatterjee zusammen und ergänze: "Während die Wachstumsdynamik bei den Unternehmensgewinnen in den Schwellenländern in diesem Jahr etwas abflauen dürfte, sollte sich die Profitabilität dennoch verbessern, unterstützt durch Umsatzwachstum und höhere Nettogewinnmargen."

Nichtsdestotrotz seien die Risiken für die wirtschaftliche Erholung der Schwellenländer gestiegen. Vor allem ein zunehmender Protektionismus, eine Abkühlung der chinesischen Wirtschaft sowie steigende US-Zinsen und ein erstarkender US-Dollar könnten für Turbulenzen an den Aktienmärkten sorgen. "Grundsätzlich besteht immer noch eine negative Korrelation zwischen einem starken US-Dollar und der Performance von Schwellenländeraktien, auch wenn die Volkswirtschaften heute viel gesünder als in der Vergangenheit sind. Das gilt sowohl auf Makroebene durch bessere Leistungsbilanzen, wettbewerbsstärkere Währungen und weniger externe Verschuldung sowie auf Mikroebene durch geringer verschuldete Unternehmen", so Chatterjee. In Gefahr im Falle steigender US-Zinsen und einer weiteren Dollar-Aufwertung sehe er vor allem Länder mit einem hohen Defizit in der Zahlungsbilanz oder einer hohen Verschuldung in US-Dollar, wie sie besonders Argentinien und die Türkei aufweisen würden. Allerdings drohe auch eine Ansteckungsgefahr für alle, da Emerging Markets von Investoren häufig immer noch als eine homogene Einheit gesehen würden. Eine klare Differenzierung sei jedoch nötig.

Chatterjee sehe derzeit gute Chancen in vielen Anlagebereichen. Dazu würden der Konsumsektor in Indien und China sowie der IT-, Internet und E-Commerce-Bereich in China, Südkorea und Taiwan zählen. Auch Finanztitel aus einer ganzen Reihe von Ländern, beispielsweise aus Brasilien, Mexiko, China, Indien und Indonesien, halte er für aussichtsreich. "Die Rebalancierung der wirtschaftlichen Struktur in China in Richtung einer stärkeren Dienstleistungsorientierung wird auch weiterhin gute Anlagemöglichkeiten eröffnen, vor allem in Dienstleistungssektoren wie Online-Handel, elektronische Zahlungssysteme, Social Media, Bildung und Versicherung", so Chatterjee.

Entsprechend dieser Einschätzungen sei auch der UBS Global Emerging Markets Opportunity (ISIN IE00B5BGP398 / WKN A1CX9K) positioniert. Der Fonds folge dem HALO-Ansatz, den UBS seit zehn Jahren erfolgreich in den Emerging Markets umsetze. HALO stehe für High Alpha Long Term Opportunity und setze dem Namen entsprechend auf ein sorgfältig ausgewähltes konzentriertes Portfolio aus Aktien mit den besten langfristigen Aussichten. Dabei spiele ein günstiger Kaufpreis, der deutlich unter dem vom HALO-Team errechneten intrinsischen Wert eines Unternehmens liege, eine wichtige Rolle. "Das Ziel der Strategie und des Fonds ist es, einen substantiellen Mehrwert für den Kunden über einen vollen Investitionszyklus zu erwirtschaften", habe Chatterjee gesagt. Dazu setze das Fondsmanagement auf Unternehmen mit starken Wettbewerbsvorteilen, die mittelfristig kaum Veränderungen beim Cashflow erwarten lassen würden. "Wir überreagieren nicht bei kurzfristigen Marktveränderungen. Unser Fokus liegt auf langfristigen Themen und die anhaltende wirtschaftliche Erholung", erkläre Chatterjee. (11.09.2018/fc/a/f)





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