Templeton Euroland Fund: Sind europäische Aktien besser als ihr Ruf? - Fondsanalyse


06.09.18 14:00
Franklin Templeton

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Europäische Aktien sind aktuell sicherlich nicht ohne Risiken. Doch auf der anderen Seite sind die Abschläge im Vergleich zu den US-Indices groß, was ein gewisses Aufholpotenzial implizieren kann. Mit dem Templeton Euroland Fund (ISIN LU0093666013 / WKN 989668, A(acc) EUR) können Anleger an der zukünftigen Entwicklung europäischer Aktien partizipieren, so die Experten von Franklin Templeton.

In den letzten Wochen und Monaten habe sich der europäische Aktienmarkt, gemessen am EURO STOXX 50, mehr oder weniger seitlich bewegt, während die US-Märkte, beispielsweise der S&P 500, deutlich hätten zulegen können und aktuell nahe ihren Höchstständen notieren würden. Mitverantwortlich für die im Vergleich zu den US-Indices schlechte Entwicklung des EURO STOXX 50 seien unter anderem die politische Unsicherheit in Italien sowie die Sorgen vor einer steigenden Inflation und einem baldigen Ende der lockeren Geldpolitik seitens der Europäischen Zentralbank (EZB).

Die oben genannten Sorgen der Anleger seien berechtigt, viel mehr stelle sich allerdings die Frage, ob die Abschläge gegenüber den USA gerechtfertigt seien oder ob es sich hierbei möglicherweise um eine Übertreibung handele.

Ein Austritt Italiens aus der Eurozone - ein sogenannter "Italexit" - wäre für die italienische Wirtschaft und Bevölkerung fatal. Und auch für die Eurozone wäre ein Ausscheiden Italiens alles andere als unproblematisch. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu solch einem drastischen Schritt komme, sei jedoch derzeit gering. Die Mehrheit der italienischen Bevölkerung spreche sich momentan gegen solch einen Schritt aus, und auch keine der großen Regierungsparteien habe ihren Wahlkampf darauf aufgebaut.

Dass dagegen die Europäische Zentralbank auf absehbare Zeit einen restriktiveren Kurs einschlagen werde, gelte als äußerst wahrscheinlich. Allerdings dürfte dieser verhältnismäßig moderat ausfallen. Zwar habe die EZB zuletzt signalisiert, dass sie ihre Anleihekäufe zurückschrauben werde, die quantitativen Straffungen dürften allerdings nur sehr allmählich erfolgen. Da die Bank das alleinige Mandat habe, Preisstabilität zu gewährleisten, werde sie an ihrer relativ gemäßigten Ausrichtung voraussichtlich festhalten. Die Auswirkungen auf die Märkte dürften somit überschaubar bleiben. Zudem könnte bei den aktuellen Kursen eine leichte Straffung der Geldpolitik möglicherweise schon eingepreist sein.

Neben den Risiken sollten auch die Chancen des europäischen Aktienmarktes näher beleuchtet werden. So sei das wirtschaftliche Umfeld in Europa nach wie vor auf Expansion eingestellt. Vor dem Hintergrund ausgeglichener Haushalte, einer weniger straffen Fiskalpolitik, einer weiterhin lockeren Geldpolitik und einer zunehmenden Investitionstätigkeit könnten aufgrund der hohen Kapazitätsauslastung die Aussichten günstig bleiben.

Zudem sei der europäische Aktienmarkt auch aus bewertungstechnischer Sicht interessant: Im Vergleich zu den USA lägen die europäischen Gewinnmargen, Bewertungsfaktoren und Leistungskennzahlen allesamt in der Nähe historischer Tiefstände. Allein das rückblickende KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) habe sich in Europa in den letzten beiden Jahren halbiert, und die Region handele mit dem stärksten Abschlag seit Jahrzehnten auf das Kurs-Buchwert-Verhältnis gegenüber den USA.

Für Anleger könnte die aktuelle Konstellation daher durchaus interessant sein. Mit dem Templeton Euroland Fund könnten Anleger an der Entwicklung der europäischen Aktienmärkte partizipieren.

Das Team um Fondsmanager Dylan Ball habe es sich zur Aufgabe gemacht, günstig bewertete Aktien in der Europäischen Union zu finden. Hierfür setze das Portfoliomanagement auf einen bewährten Value-Ansatz. Die Auswahl der Aktien erfolge nach gründlicher Einzeltitelselektion - einem sogenannten Bottom-up-Ansatz.

Aktuell seien Aktien aus dem Gesundheits- und Pharmabereich interessant; diese habe das Fondsmanagement im Fonds übergewichtet. Große Pharmakonzerne seien zuletzt zu niedrigen Bewertungen gehandelt worden, ihre freie Cashflow-Rendite liege jedoch über der von Technologiefirmen. Darüber hinaus könnte sich der Sektor als relativ immun gegen eskalierende Handelsstreitigkeiten erweisen, da weitgehend inländische Lieferketten und staatliche Anreize zur Kostendämpfung bestünden.

Ebenfalls übergewichtet sei derzeit der Energiesektor. Neben attraktiven Fundamentaldaten könnte sich in diesem Bereich eine weitere Normalisierung des Ölpreises positiv bemerkbar machen.

Sollte die EZB mittelfristig - d. h. frühestens 2019 - eine erste Zinserhöhung tätigen, könnte sich dies positiv auf Unternehmen aus dem Finanzsektor auswirken. Einige Unternehmen in diesem Bereich seien gut aufgestellt, um in Kombination mit dem prognostizierten Gewinnwachstum aus der Steigerung der Nettozinsspannen, der Umstrukturierung und den Kostensenkungen von einer Normalisierung der Zinssätze zu profitieren. Indessen sei der Fonds im Sektor nichtzyklische Konsumgüter, welcher nach Ansicht des Fondsmanagements durch ein Umfeld mit steigenden Zinsen unter Druck geriete, mit -6% untergewichtet.

Entgegen ihrem Ruf und der zuletzt enttäuschenden Kursentwicklung würden europäische Aktien durchaus Chancen bieten. Das Portfolio des Templeton Euroland Fund beinhalte nach Ansicht des Fondsmanagements die attraktivsten Titel der Europäischen Union. Für Anleger, die ein breit diversifiziertes Portfolio europäischer Aktien suchen würden, könnte der mit 4 Morningstar-Sternen bewertete Templeton Euroland Fund ein interessantes Investment sein.

Chancen:

- Profitieren von dem bewährten Value-Ansatz: Die Auswahl von unterbewerteten Aktien erfolge nach gründlicher Einzeltitelselektion(Bottom-up-Ansatz).
- Diversifikation: Breite Streuung des eingesetzten Kapitals der Anleger innerhalb der Eurozone.
- Der solide Teamansatz: Enge Zusammenarbeit des Fondsmanagements mit dem globalen Templeton-Team mit über 30 Investmentexperten.

Risiken:

- Der Fonds investiere vornehmlich in Aktien von Unternehmen, die in einem Land der Eurozone ihren Firmensitz hätten oder dort in erheblichem Maße geschäftlich tätig seien. Wertpapiere dieser Art unterlägen erheblichen Kursbewegungen, die aufgrund von markt- oder unternehmensspezifischen Faktoren plötzlich eintreten könnten. Aufgrund dessen könnten die Wertentwicklung oder etwaige Erträge des Fonds während relativ kurzer Zeiträume erheblich schwanken und unter Umständen zum Kapitalverlust der Anlage führen.
- Weitere Risiken von erheblicher Relevanz seien: Währungsrisiko, Liquiditätsrisiko.
- die Experten würden zusätzlich auf die detaillierte Beschreibung der mit der Anlagepolitik des Fonds verbundenen Risiken verweisen, die in den "Wesentlichen Anlegerinformationen" (KIID) sowie im Abschnitt "Risikoabwägungen" des aktuellen Verkaufsprospektes aufgeführt würden. (Ausgabe 80 vom September 2018) (06.09.2018/fc/a/f)






hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
22,378 € 22,378 € -   € 0,00% 21.11./17:21
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0093666013 989668 24,91 € 21,29 €