Templeton Emerging Markets Balanced Fund: An der Wachstumsstory der Emerging Markets teilhaben - Fondsanalyse


08.05.18 12:30
Franklin Templeton

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Mit dem Templeton Emerging Markets Balanced Fund können Anleger an dem dynamischen Wachstum der Emerging Markets partizipieren, ohne den Schwankungen des Aktienmarktes 1:1 ausgesetzt zu sein, so die Experten von Franklin Templeton.

Das erste Quartal 2018 sei an den Aktienmärkten relativ turbulent verlaufen. Die von der US-Regierung eingeleiteten protektionistischen Maßnahmen sowie die Sorge vor einem Handelskrieg hätten weltweit die Aktienkurse auf Talfahrt geschickt - eingeschlossen die Emerging Markets. Nichtsdestotrotz seien die Aussichten für die aufstrebenden Regionen trotz der seit kurzem zunehmenden Volatilität solide. Die Schwellenmärkte hätten sich in der Vergangenheit immer von externen Schocks erholt und Anfang 2018 inmitten eines wechselhaften Handelsumfelds eine gesunde Widerstandsfähigkeit gezeigt.

Anleger, die an der Wachstumsstory der Emerging Markets teilhaben möchten, könnten in dem Templeton Emerging Markets Balanced Fund ein attraktives Produkt finden. Der Vorteil: Neben Aktien investiere der Fonds auch in Anleihen aus den Schwellenländern. Im Vergleich zu einem reinen Aktienportfolio könne der Mix aus beiden Anlageklassen die Volatilität reduzieren. Gerade in der aktuellen Zeit, mit der an den Kapitalmärkten herrschenden Unruhe, ein nicht zu verachtender Pluspunkt. Zudem würden Schwellenländer-Anleihen derzeit deutlich attraktivere Renditen als vergleichbare Papiere aus den entwickelten Ländern bieten.

Das Fondsmanagement des Templeton Emerging Markets Balanced Fund blicke trotz der künftigen Herausforderungen optimistisch in die Zukunft. So zeige die Wirtschaft der Schwellenländer alle Voraussetzungen für weiteres Wachstum. Beispielsweise prognostiziere der Internationale Währungsfonds für die entsprechenden Regionen für 2018 ein BIP-Wachstum von 4,9% gegenüber 4,7% im Jahr 2017. Und obwohl die protektionistischen Handelsmaßnahmen der USA einen Schatten auf das synchrone weltweite Wachstum, das den Aktienmärkten Auftrieb verliehen habe, geworfen hätten, würden die langfristigen Folgen noch abzuwarten bleiben. Der Umfang und die Stärke der internationalen Handelsströme sollten nicht unterschätzt werden, wie angesichts des historischen Wachstums im innerasiatischen Handel deutlich werde.

Chetan Sehgal, der den Aktienteil im Portfolio manage, sehe vor allem Technologie und Konsum als die wichtigsten Wachstumstreiber für die Emerging Markets. In den letzten Jahren hätten die dortigen Unternehmen nicht nur technologische Bauteile gefertigt, sondern sich auch massiv weiterentwickelt. In vielen Bereichen, wie E-Commerce, Mobile Banking, Robotik und autonome Fahrzeuge würden Unternehmen aus den Schwellenländern bereits heute zu den Weltmarktführern gehören. Zahlreiche dieser Global Player fänden sich auch im Depot des Fonds wieder. Die größte Position sei beispielsweise der weltgrößte Smartphone- und DRAM-Hersteller Samsung. Aber auch Internetkonzerne wie Alibaba und Tencent seien auf den vorderen Rängen zu finden. Insgesamt sei der IT-Bereich mit rund 35% im Vergleich zur Benchmark (ca. 28%) deutlich übergewichtet.

Ein weiterer Treiber sei der wachsende Wohlstand in den Schwellenländern. Da die Einkommen steigen würden, sei eine größere Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen zu erwarten. Sobald die Konsumenten ihre Grundbedürfnisse befriedigt hätten, entstünden in der Regel auch weitere Begehrlichkeiten nach High-End-Produkten wie Luxusautos oder Entertainment. Zyklische Konsumgüter seien daher mit über 20% ebenfalls deutlich übergewichtet.

Für den Anleihenteil im Portfolio sei Dr. Michael Hasenstab verantwortlich. Er und sein Team hätten sich in jüngster Zeit auf Länder konzentriert, die bereits ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber potenziellen Steigerungen der Handelskosten unter Beweis gestellt hätten. Seiner Ansicht nach sollten sich Schwellenländer mit höheren Zinsen und inländisch orientierten Volkswirtschaften in einem Umfeld mit steigenden Zinsen besser entwickeln als Länder mit niedrigen Renditen und stärker extern getriebenen Volkswirtschaften. In Asien bevorzuge er daher derzeit Länder mit starken Inlandstreibern, die weniger an China gebunden seien, wie Indien und Indonesien, während eher fremdbestimmte Volkswirtschaften wie Malaysia kaum interessant seien.

In Lateinamerika liege der Fokus auf Ländern, die sich von früheren gescheiterten Experimenten mit Populismus wie Brasilien und Argentinien abgewandt hätten und nun eine eher orthodoxe Politik mit glaubwürdiger Geldpolitik, proaktivem Geschäftsumfeld und nach außen gerichtetem Handel anstreben würden. Ein Großteil dieser Investments werde dabei in der jeweiligen Lokalwährung, wie beispielsweise dem Mexikanischen Peso, getätigt. Der Peso hat 2018 in Umkehr des Abwertungstrends vom Dezember, der durch neuerliche Sorgen um die NAFTA-Verhandlungen mit den USA und die Unsicherheit im Zusammenhang mit den im Juli 2018 anstehenden Präsidentschaftswahlen gespeist schien, aufgewertet, so die Experten von Franklin Templeton. Auf fundamentaler Basis sei der Mexikanische Peso den Analysen von Franklin Templeton zufolge weiterhin unterbewertet und biete Spielraum für eine weitere Aufwertung.

Im Gegensatz zu vielen anderen Mischfonds sei der Templeton Emerging Markets Balanced Fund überwiegend in Staatsanleihen investiert und kaum in Unternehmensanleihen. Damit sei das Aktienmarkt-Beta des Gesamtportfolios fast ausschließlich auf die physischen Aktien begrenzt. Aktuell weise der Rentenanteil im Portfolio eine Rückzahlungsquote von 13,17% aus.

Anleger, die Interesse an einem Investment in den Emerging Markets hätten, aber nicht die Schwankungen eines reinen Aktienportfolios in Kauf nehmen möchten, fänden in dem Templeton Emerging Markets Balanced Fund eine gute Anlagelösung. Mit einem breit diversifizierten Portfolio, bestehend aus Aktien und Anleihen, versuche der Fonds laufende Erträge im Einklang mit einer umsichtigen Anlageverwaltung zu erzielen. (Ausgabe 76 vom Mai 2018) (08.05.2018/fc/a/f)





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