Templeton Emerging Markets Balanced Fund: Krise der Schwellenländer birgt attraktive Kaufgelegenheiten


08.01.19 14:58
Franklin Templeton

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Schwellenländer stehen vor einer Vielzahl Herausforderungen, so die Experten von Franklin Templeton. Angesichts der weiterhin starken Fundamentaldaten ergeben sich jedoch längerfristige Kaufgelegenheiten. Mit dem Templeton Emerging Markets Balanced Fund (ISIN LU0608807433 / WKN A1JJKM, A (ACC) USD; ISIN LU0608808167 / WKN A1JJKS, A (YDIS) EUR) können Anleger diese Chancen wahrnehmen.

2018 sei an den Börsen ein seltenes Phänomen zu beobachten gewesen: Sowohl Anleihen als auch Aktien seien gleichzeitig in die Knie gegangen. Was auf den ersten Blick wie eine Anomalie erscheine, sei eine Folge der geldpolitischen Eingriffe der Notenbanken als Antwort auf die Finanzkrise. Da Anleihen und Aktien in den letzten Jahren durch die Eingriffe gestützt worden seien, seien sie im Zuge der geldpolitischen Kehrtwende auch gleichermaßen anfällig. Von den großen Notenbanken habe bis dato nur die FED begonnen, die Zinsen in kleinen Schritten zu erhöhen.

In den USA könnten 2019 die Renditen auf Staatsanleihen weiter ansteigen. Drei Schlüsselfaktoren dürften dafür verantwortlich sein: Der erhöhte Kreditbedarf der US-Regierung aufgrund eines wachsenden Haushaltsdefizits, der Rückgang der Staatsanleihenkäufe durch die FED und ausländische Regierungen sowie ein anschwellender Inflationsdruck, ausgelöst durch steigende Löhne und den Mangel an Arbeitskräften in bestimmten Sektoren.

Ein Risiko, das eher hierzulande die Aktien- und Rentenmärkte belasten könnte, seien die zunehmenden politischen und strukturellen Risiken in Europa. So sei die wachsende Popularität rechtsextremer und nationalistischer Parteien in mehreren Ländern der Eurozone ein besorgniserregender Trend in Hinblick auf die europäische Einheit.

Wohin dies führen könne, sei schon ansatzweise in Italien zu erkennen. Parteien mit euroskeptischen und protektionistischen Ansichten würden dort bereits die Regierung bilden.

Leider seien 2018 auch Schwellenländeraktien unter die Räder gekommen. Auslöser hierfür seien unter anderem Sorgen vor Handelsspannungen, Krisen in Schwellenländern wie der Türkei und Argentinien sowie die Stärke des US-Dollars gewesen. All dies habe letztendlich dazu geführt, dass sich die Bewertungen im November 2018 nahezu auf einem Krisenniveau bewegt hätten. Angesichts der weiterhin robusten Fundamentaldaten würden diese Bewertungen aus Sicht der Experten jedoch zunehmend attraktive Kaufgelegenheiten darstellen.

Vor allem im Vergleich zu den Industrieländern erscheinen Schwellenländer zunehmend lohnenswert, so die Experten von Franklin Templeton. So erwarte der Internationale Währungsfonds 2019 in den Schwellenländern ein konstantes Wirtschaftswachstum von 4,7%. In den Industrieländern hingegen werde mit einer Abkühlung des Wachstums von 2,4% im Jahr 2018 auf 2,1% im Jahr 2019 gerechnet. Darüber hinaus werde 2019 in den Schwellenländern ein Gewinnwachstum von 10,5% erwartet. Dies liege zwar unter dem für 2018 prognostizierten Wachstum von 15,4%, sei im Vergleich zu dem in den USA erwarteten Gewinnwachstum von 9,5% (ein Rückgang gegenüber 21,2% im Jahr 2018) jedoch günstig.

Die genannten Gründe, welche 2018 zahlreiche Aktien der Emerging Markets belastet hätten, dürften natürlich nicht vernachlässigt werden, doch vieles spreche dafür, dass Marktteilnehmer diesbezüglich teils übertrieben hätten. Zweifellos würden die Handelszölle China in einer schwierigen Phase treffen und Exporte würden zwar nach wie vor einen wesentlichen Wachstumstreiber für diese Regionen darstellen, die Waren würden jedoch immer häufiger in andere Schwellenländer geliefert. Sprich: Die relative Bedeutung der Industrieländer sei gesunken. Parallel dazu würden Konsum und Technologie hinsichtlich des Wirtschaftswachstums eine immer wichtigere Rolle spielen, sodass die Schwellenländer inzwischen sehr viel stärker auf ihre eigene Binnenwirtschaft ausgerichtet seien.

Steigende Zinsen würden zwar - naturgemäß - Druck auf die Wachstums- und Inflationserwartungen ausüben, dies beschränke sich jedoch nicht alleine auf die Schwellenländer. Zudem seien die Schuldenquoten der Industrieländer oft sehr viel höher. Insgesamt würden sich die Schwellenländer inzwischen durch Leistungsbilanzüberschüsse, freie Wechselkurse und eine geringere Abhängigkeit von einer Schuldenfinanzierung in US-Dollar auszeichnen. Diejenigen Schwellenländer (und Unternehmen), die jedoch eine weniger umsichtige Politik verfolgen würden, seien von den Finanzmärkten heftig abgestraft worden.

Ähnlich sehe die Lage auf dem Anleihenmarkt aus. Nicht nur dass einige Lokalwährungsmärkte eine hohe Unterbewertung aufweisen würden, zusätzlich sei auch manches Schwellenland gut positioniert, um steigende Zinsen wegzustecken.

2019 werde es wichtig sein, diejenigen Länder zu identifizieren, die idiosynkratisches Wertpotenzial bieten würden, da die steigenden Zinsen in den USA sehr unterschiedliche Auswirkungen auf die verschiedenen Länder haben sollten. Länder mit einem Niedrigzinsumfeld oder starkem strukturellen Ungleichgewicht und wirtschaftlichen Schwachstellen könnten gegenüber externen Zinsschocks anfällig sein. Dahingegen dürften Länder mit einer starken Wirtschaft, einer ausgewogenen Leistungsbilanz und vergleichsweise hohen Renditen besser in der Lage sein, Zinsschwankungen von 100 Basispunkten oder mehr abzufedern.

2019 könnte für die Börsen der Industrieländer ein schwieriges Jahr werden - zahlreiche Faktoren würden für mehr Gegenwind sprechen. Deutlich positiver falle dagegen der Ausblick der Experten für die Emerging Markets aus. Dank robuster Fundamentaldaten könnten sowohl Aktien als auch Anleihen zu den Profiteuren des neuen Jahres gehören. Allerdings müssten Anleger zunehmend zwischen Gewinnern und Verlierern unterscheiden, was Chancen für ein aktives Management eröffne. Mit dem Templeton Emerging Markets Balance würden Anleger in ein diversifiziertes Portfolio von Aktien und Anleihen aus ausgewählten Schwellenländern investieren.

Chancen:

- Maximale Ausschöpfung der Anlagechancen in den Emerging Markets dank Investition in Aktien und Renten.
- Zusätzliches Ertragspotenzial durch aktives Management von Zins- und Währungsentwicklungen.
- Pionier in den Emerging Markets: Höchste Kompetenz durch über 20 Jahre Erfahrung in Aktien- und Rentenanlagen vor Ort in den Emerging Markets - eine der längsten Erfolgsgeschichten dieser Branche.
- Geballte Erfahrung und spezifische Kompetenzen des Emerging-Markets-, Aktien- und Rententeams der Experten.

Risiken:

- Der Fonds investiere hauptsächlich in Schuldtitel und Aktien von Unternehmen, die in Schwellenländern beheimatet seien. Diese Wertpapiere unterlägen erfahrungsgemäß Kursbewegungen, die in der Regel auf eine Anpassung von Zinssätzen, Marktfaktoren oder Bewegungen der Aktien- und Bond-Märkte zurückzuführen seien. Aufgrund dessen könnten die Wertentwicklung oder etwaige Erträge des Fonds während relativ kurzer Zeiträume ganz erheblich schwanken und unter Umständen zum Kapitalverlust der Anlage der Investoren führen.
- Weitere Risiken von erheblicher Relevanz seien: Kreditrisiko, Währungsrisiko, Derivaterisiko, Schwellenmarktrisiko, Liquiditätsrisiko, betriebliches Risiko, Risiko in Verbindung mit Shanghai-Hong Kong Stock Connect.
- Die Experten würden zusätzlich auf die detaillierte Beschreibung der mit der Anlagepolitik des Fonds verbundenen Risiken verweisen, die in den 'Wesentlichen Anlegerinformationen' (KIID) sowie im Abschnitt 'Risikoabwägungen' des aktuellen Verkaufsprospektes aufgeführt würden. (Ausgabe 84 vom Januar 2019) (08.01.2019/fc/a/f)





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