Swisscanto (LU) Bond Fund Emerging Markets Opportunities: Attraktives Bewertungsniveau bei Emerging Markets-Bonds


07.09.21 11:10
Swisscanto Invest

Zürich (www.fondscheck.de) - Nach zwei Dritteln des Jahres finden Investoren ein attraktives Bewertungsniveau bei Emerging Markets-Bonds vor, so die Experten von Swisscanto Invest.

"Nach einer positiven zweiten Hälfte in 2020 erfolgte im Frühjahr bei Schwellenländer-Anleihen eine Korrektur aufgrund der Zinserhöhungsängste, der US-Dollar-Stärke und einer schlechteren Pandemie-Situation im Vergleich zu Industrienationen. Insbesondere die fehlenden Impffortschritte sorgten für Skepsis und beeinflussten den Markt negativ. Seit April verbesserte sich das Umfeld und die Kurse legten zu, sodass die Verluste bis heute fast ausgeglichen wurden. Aktuell beseitigte die US-Notenbank zudem weitere Unsicherheit mit einer Ankündigung, die das Tapering annoncierte und klar kommunizierte, dass Tapering und mögliche Zinserhöhungen zwei Paar Schuhe sind. In diesem Umfeld, zusammen mit Impfortschritten in den Emerging Markets, gehen wir verhalten positiv gestimmt ins Schlussdrittel 2021", so Enzo Puntillo, Manager des Swisscanto (LU) Bond Fund Emerging Markets Opportunities (ISIN LU2108481859 / WKN A2P633, USD).

Positiv für die Schwellenländer-Märkte sei die aktuelle Unterstützung durch den IWF. Dabei sei eine Erhöhung der finanziellen Schlagkraft des IWF um 650 Milliarden US-Dollar festgelegt worden. Insbesondere Schwellen- und Entwicklungsländer sollten mit der Finanzspritze zusätzliche Liquidität zur Überwindung der schwierigen Pandemie-Phase erhalten. "Speziell für kleinere Staaten sind es erhebliche Beträge - gerade in Relation zu den eigenen Währungsreserven - und ein positives Signal, da sie sonst nur wenig Zugang zu den Kapitalmärkten haben. Dieses Programm ermöglicht sicher dem einen oder anderen Land die Senkung der Zinskosten. Aus Investorensicht ist dies ein gutes Signal", sage Puntillo.

Da die Emerging Markets bekanntermaßen ein heterogenes Gebilde darstellen würden, sei die Regionen-Allokation besonders interessant. Asien gewichte Puntillo derzeit unter: "Wir sind in Asien weniger engagiert, da uns der allgemeine Optimismus für diesen Kontinent etwas übertrieben erschien. Ausnahmen sind China und Indonesien. Gerade China bietet interessante Opportunitäten und ist einer der besten Märkte auf Jahressicht. Und Indonesien besticht durch eine vergleichsweise geringe Inflation."

In Osteuropa sei der Fondsmanager ebenfalls eher vorsichtig investiert und momentan nur in Polen engagiert. "In Polen sehen wir hohe Produktivität und eine eher günstige Währung. Ansonsten meiden wir die Region Osteuropa. Auch die Türkei ist aus unserer Sicht schwer investierbar angesichts der politischen Unwägbarkeiten", sage Puntillo. Positiv sehe er in Lateinamerika Mexiko und innerhalb der so genannten Frontier Markets Ecuador und Costa Rica. Und zu den Favoriten auf dem afrikanischen Kontinent würden Südafrika, Ghana und Ägypten gehören.

Ausblickend meine der Fondsmanager: "Wichtig ist für die Schwellenländer-Märkte, dass man die Pandemie-Entwicklung und die Inflation in den Griff bekommt. Positiv sollte sich eine Abschwächung des US-Dollar auswirken, welcher aus unserer Sicht überbewertet ist. Generell ist das Zinsniveau, relativ zu den Industrienationen gesehen, sehr hoch. Weitere Zinserhöhungen bedeuten auch mehr Rendite für Investoren und eine Kompensation bei allfälligen Kursrückgängen. Wir gehen davon aus, dass diese Anlageklasse wieder mehr in den Fokus der Investoren gerät, da die Unsicherheiten nicht mehr überwiegen. In der Folge rechnen wir wieder mit wachsendem Anlegervertrauen in die Schwellenländer und entsprechenden Inflows in die Anlageklasse." (07.09.2021/fc/a/f)