Storebrand Global ESG Plus Fonds: "Nicht nur ausschließen, sondern ESG fördern"


12.05.20 12:00
Storebrand Asset Management

Lysaker (www.fondscheck.de) - Unzweifelhaft nimmt die Nachfrage nach Investitionsmöglichkeiten, die sich an den Kriterien Umwelt, Soziales und gute Führung (ESG) orientieren, stark zu, so Henrik Wold Nilsen, Fondsmanager des Storebrand Global ESG Plus (ISIN LU1932669598 / WKN A2PDRR) von Storebrand Asset Management.

Storebrand beschäftige sich seit 1995 mit diesem Thema und habe sich seither als Taktgeber im Bereich des nachhaltigen Investierens etabliert. Dabei habe die Dringlichkeit, ESG bei Anlageentscheidungen zu berücksichtigen, im Laufe der Jahre eher zugenommen. Aktuell würden noch zehn Jahre bleiben, um bis 2030 die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) zu verwirklichen. Wie könne ganz konkret der Beitrag von Investoren aussehen?

Wir bei Storebrand folgen der Überzeugung, dass Unternehmen, die zur nachhaltigen Lösung gesellschaftlicher Probleme beitragen, langfristig am erfolgreichsten sein werden, so Henrik Wold Nilsen von Storebrand Asset Management. Deshalb biete Storebrand u.a. Index-orientierte Produkte an, die nach ESG-Kriterien optimiert würden.

In der gesamten Storebrand-Gruppe finde der Storebrand Standard Anwendung, der Unternehmen von Investitionen ausschließe, weil sie nicht den Nachhaltigkeitskriterien genügen würden. Die Gründe hierfür könnten im Verstoß gegen Umweltauflagen, Menschenrechte oder in Korruption liegen oder auf die Herstellung von kontroversen Produkten wie Waffen, Tabak, Ölsand, Palmöl oder Kohle zurückzuführen sein. In ausgewählten Fonds, wie dem Storebrand Global ESG Plus und dem Storebrand Global Solutions (ISIN LU1932656777 / WKN A2PDRP), komme eine erweiterte Liste zur Anwendung, die darüber hinaus Unternehmen ausschließe, die in den Bereichen fossile Brennstoffe, Alkohol, Glücksspiel oder Erwachsenenunterhaltung tätig seien.

Mit dem Ausschließen ist es unserer Meinung nach aber noch lange nicht getan, so Henrik Wold Nilsen von Storebrand Asset Management. Daher würden die Experten von Storebrand Asset Management ihre Aufmerksamkeit genauso akribisch darauf verwenden, Unternehmen zu identifizieren, die ein besonders hohes ESG-Rating aufweisen würden, und diese in der Gewichtung ihrer Portfolios bevorzugen. Umgekehrt würden Unternehmen mit einem niedrigen ESG-Score, beispielsweise im Vergleich zum Referenzindex MSCI World, geringeres Gewicht erhalten. Unternehmen mit einem besonders hohen ESG-Rating würden die Experten auch nutzen, um die Index-Werte zu ersetzen, in die sie aufgrund ihrer Ausschlusskriterien nicht investieren würden. Die Unternehmen, die ausgeschlossene ersetzen würden, sollten ihnen jedoch weitgehend ähnlich sein, beispielsweise in Bezug auf die Länder- oder Sektorallokation.

Storebrand habe als Pionier des nachhaltigen Investierens ein hauseigenes Nachhaltigkeitsrating aufgesetzt, das die ESG-Risiken und SDG-Chancen gleichwertig einbeziehe. Zur Bewertung der ESG-Risiken würden die Experten von Storebrand Asset Management Daten des etablierten Anbieters Sustainalytics nutzen. Bei den SDG-Chancen würden sie weiter differenzieren: 40 Prozent der Gesamtwertung mache die Einstufung aus, inwieweit der Umsatz eines Unternehmens zu den Nachhaltigkeitszielen beitrage. Hierzu würden die Experten von Storebrand Asset Management ihre eigenen Analysen sowie Daten über "grüne Umsätze" von FTSE verwenden. Die übrigen 10 Prozent der Chancenbewertung würden sich nach der Einstufung eines Unternehmens beim Thema Geschlechtergerechtigkeit richten. Als Quelle würden hierbei Daten von Equileap dienen. Dieses Nachhaltigkeitsrating würden die Experten auf mehr als 4.000 Unternehmen anwenden.

Unsere Analysen haben ergeben, dass es einen klaren Zusammenhang zwischen der Nachhaltigkeitsbewertung und dem Tracking Error als Risikokennzahl gibt; unsere Kunden erwarten jedoch beides von uns: Einen geringen Tracking Error und gleichzeitig klar auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Investitionen - und nebenbei sollen unsere Fonds auch noch kostengünstig sein, so Henrik Wold Nilsen von Storebrand Asset Management. Aus diesen Anforderungen hätten die Experten mit der Stadt Stockholm als Erstinvestor den Storebrand Global ESG Plus entwickelt, der seit April 2016 eine indexnahe globale Aktienstrategie biete. Im Vergleich zum MSCI World weise der Fonds derzeit einen Tracking Error von 0,8 Prozent auf und erreiche eine Nachhaltigkeitsbewertung von ca. 60, was deutlich über der Bewertung der Benchmark von 50 liege. Gleichzeitig werde der CO2-Fußabdruck im Vergleich zum Index um mehr als 75 Prozent reduziert.

Im MSCI World würden Unternehmen, deren Geschäftsmodell auf fossilen Energieträgern beruhe und die im Storebrand Global ESG Plus komplett ausgeschlossen seien, rund 11 Prozent ausmachen. Umgekehrt enthalte der MSCI World nur zu 0,4 Prozent Unternehmen mit "grünen Umsätzen". Im Storebrand Global ESG Plus liege dieser Anteil aktuell bei rund 8 Prozent und könne auf bis zu 10 Prozent gesteigert werden. Beispiele für Unternehmen, die im Storebrand Global ESG Plus höher gewichtet seien und überdurchschnittlich zur Fondsperformance beitragen würden, seien der US-amerikanische Wasserversorger American Water Works und das ebenfalls in den USA ansässige Abfallwirtschaftsunternehmen Waste Management. Waste Management erziele insgesamt einen Nachhaltigkeits-Score von 98,4 von 100 und gehöre bei der SDG-Chancenbewertung zu den besten Unternehmen (Top 1 Prozent). Die ESG-Risiken seien bei dem Unternehmen sehr gering (Top 7 Prozent) und beim Thema Geschlechtergerechtigkeit, bei dem viele Unternehmen Nachholbedarf hätten, gehöre Waste Management zu den Top 23 Prozent. Die Prozentangaben würden sich auf die Gesamtzahl der 3.943 gerateten Unternehmen beziehen, abzüglich der Unternehmen von der Ausschlussliste. (12.05.2020/fc/a/f)






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