StarCapital Starpoint: Triumph der Mittelmäßigkeit - Fondsanalyse


14.09.17 10:30
StarCapital

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Aktiv bleiben lohnt sich: Wer sich von der Massenbegeisterung für passives Investieren anstecken lässt, riskiert, in die Mittelmaß-Falle zu tappen, warnt Peter E. Huber, Fondsmanager und Vorstand von StarCapital, in der StarInvest, dem monatlichen Marktausblick des Vermögensverwalters aus Oberursel.

Denn bei objektiver Betrachtung zeige sich, dass wirklich aktive Fonds börsennotierten Indexfonds klar überlegen seien. Letztere würden sich vor allem für einen gezielten Einsatz im Rahmen einer aktiven Asset-Allokation-Strategie eignen.

Dass die Nachfrage nach ETFs, die einen Index wie den DAX oder MSCI World nachbilden würden, in den letzten Jahren geradezu explodiert sei, überrasche kaum. Als Produkte "von der Stange" seien sie günstiger als aktive Fonds mit maßgeschneiderten Risiko-Ertrags-Profilen. Gleichzeitig seien aktive Manager durch wiederholt lautstark geäußerte Zweifel am Mehrwert ihrer Produkte in Misskredit geraten.

Anlass genug für StarCapital, die Vor- und Nachteile aktiver und passiver Fonds genau unter die Lupe zu nehmen. Als klar widerlegt würden die Investmentexperten das häufig geäußerte Argument sehen, dass zwei Drittel der aktiven Manager ihren Vergleichsindex langfristig nicht schlagen würden und daher ihr Geld nicht wert seien. Pauschal lasse sich dies nur für Fonds mit enger Orientierung an der Benchmark und Gebühren eines aktiven Managements sagen, die dank der ETFs aber ohnehin schrittweise vom Markt verschwinden würden.

Aktive Fonds, die sich nicht an eine Benchmark klammern, ihre Aktien- und Rentenpositionen sorgfältig aussuchen und nicht ständig umschichten würden, seien den sogenannten ETFs dagegen klar überlegen. Sie könnten schaffen, was börsennotierte Indexfonds nicht leisten könnten: von Aufwärtsphasen der Märkte zu profitieren, ohne jede Abwärtsbewegung voll mitzunehmen.

So habe der 2000 aufgelegte StarCapital Starpoint mit einem Plus von 155 Prozent seit Auflage eine mehr als doppelt so hohe Rendite abgeworfen wie DAX und MSCI World. Wer im Jahr 2000 einen ETF auf den europäischen Blue-Chip-Index EURO STOXX 50 gekauft habe, liege kursmäßig sogar immer noch über 30 Prozent im Minus - lediglich die aufgelaufenen Dividendenzahlungen würden ihn leicht in den positiven Bereich retten. (14.09.2017/fc/a/f)






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