StarCapital Allocator Fonds: Wo ist Value an den Aktienmärkten? Fondsanalyse


15.11.17 09:30
StarCapital

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die traditionellen Crashmonate September und Oktober seien vergangen, die globalen Aktienmärkte aber steil angestiegen, konstatiert Dr. Manfred Schlumberger, Co-Leiter des StarCapital-Portfoliomanagements und Manager des StarCapital Allocator Fonds (ISIN LU0425811519 / WKN A0RMX2) bei StarCapital.

Er frage daher im aktuellen Marktausblick "StarInvest" des Oberurseler Vermögensverwalters, wie es um die Aktienmärkte aus fundamentaler Sicht bestellt sei und wo es sich zurzeit lohne, zu investieren.

Schlumberger analysiere, dass die seit 2011 andauernde Hausseperiode keineswegs zu den längsten und stärksten der letzten knapp 50 Jahre gehöre. Bullenmärkte seien bisher auch nie an Altersschwäche gestorben, sondern in der Regel von Zinserhöhungen der Notenbanken unsanft beendet worden. Als Beispiele hierfür nenne Schlumberger die Finanzkrisen 1929 und 2008. Außerdem seien historisch betrachtet Zinserhöhungen erst ab einem bestimmten Niveau für das Ende einer Hausse und den Beginn einer Krise verantwortlich. Exemplarisch hierfür nenne er die Leitzinserhöhungen der FED zwischen 2004 bis 2006 um 4,25 Prozent (von 1% auf 5,25%), die dann in der Folge im Jahr 2008 zum Platzen der Immobilienblase in den USA geführt hätten. Bemerkenswert sei, so der Investmentexperte, dass bis zu diesem Zeitpunkt der US-Aktienmarkt S&P 500 um fast 50 Prozent angestiegen sei.

Aktuell würde zudem von Experten gewarnt, dass die Reduzierung der Anleihekäufe durch FED und EZB den Aktienmärkten die Überschussliquidität (grob vereinfacht: Differenz zwischen Geldmenge und Sozialprodukt) entziehen würde. Faktisch habe sie jedoch nicht ihren Weg in die Realwirtschaft gefunden, weshalb es auch nicht zu einer erhöhten Inflation gekommen sei. Das Geld sei zurückgeflossen an die Notenbanken, es sei also kein Geld gedruckt worden. Die verminderten Anleihekäufe der Zentralbanken würden lediglich zu einem erhöhten Angebot für Anleiheinvestoren zu vermutlich attraktiveren Zinsen führen. Solange ein solcher Zinsanstieg nicht zu einem massiven Abzug von Investorengeldern vom Aktien- an den Anleihemarkt führe und/oder gar eine Rezession auslöse, könnten Aktienanleger gelassen bleiben, vorausgesetzt die Unternehmen könnten weiterhin ihre Gewinne steigern, schlussfolgere Schlumberger.

Europa sehe StarCapital in ihrer Analyse fair bewertet, Japan sowie die Schwellenländer seien gemessen an ihrem Kurs/Buch-Verhältnis eher unter- und der US-Aktienmarkt bereits zu hoch bewertet. Entsprechend allokiere Schlumberger den StarCapital Allocator Fonds zu 31 Prozent in Europa, 23 Prozent in Schwellenländern (inkl. Südostasien) sowie in Japan mit 11 Prozent und den USA mit lediglich 6 Prozent. Auf Branchenebene seien dies Aktieninvestments in den Öl- und Grundstoffsektor, Finanztitel und in zyklische Industrien wie die Automobilbranche. Im insgesamt teuren Technologiesektor würden gezielt attraktive unterbewertete Titel selektiert. Im Rentensegment investiere der Fonds in inflationsindexierte US-Staatsanleihen und kurzlaufende Unternehmensanleihen. Um Opportunitäten bei Marktkorrekturen wahrnehmen zu können, würden 20 Prozent Kasse gehalten. (15.11.2017/fc/a/f)





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