Selection Rendite Plus Fonds: Große Erfahrung, klarer Fokus und konsequentes Handeln bewähren sich in Krisenzeiten


21.05.20 10:00
Universal-Investment-GmbH

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Seit 2003 verantworten Jörg Scholl und Claus Weber die Geschicke des Selection Rendite Plus (ISIN DE0002605037 / WKN 260503, AK I; ISIN DE000A2H7NQ9 / WKN A2H7NQ, AK R), seit 2015 im eigenen Unternehmen, so die Experten der Universal-Investment-GmbH in ihrer aktuellen Ausgabe von "ChampionsNews".

Gemeinsam bringen der Aktien- und der Rentenexperte mehr als 60 Jahre Erfahrung im Asset Management in die äußerst aktive Verwaltung ihres Mischfonds ein, dessen Titelselektion klaren Nachhaltigkeitskriterien genügt. In Krisenzeiten richten sie ihren Fokus auf das Risikomanagement und konsequentes kurzfristiges Absichern. Ein Rezept, das sich auch 2020 bewährt hat.

"ChampionsNews": 2020 stand bisher im Zeichen der Corona-Krise. Die Performance Ihrer Strategie legt nahe: Sie fühlen sich auch in solchen Zeiten wohl. Was machen Sie anders?

Jörg Scholl: Wir haben unsere lange Erfahrung im Management institutioneller Mandate verinnerlicht. Das bedeutet für uns, möglichst gar nicht in die Situation zu kommen, in der wir über Wertuntergrenzen diskutieren müssen. Oberste Maxime ist "Don't loose", das heißt, in Krisenzeiten bedeutet Nachhaltigkeit für uns: Nachhaltigkeit gleich vermögenserhaltendes Vorgehen. Was man nicht verliert, muss man nicht mühsam wieder aufholen. Deshalb verändern wir je nach Marktsituation sehr bewusst den Fokus unseres aktiven Managements.

In stürmischen Zeiten ist für uns klar: Der Großteil der Performance eines Portfolios kann nicht mehr allein aus einer sorgfältigen Titelselektion kommen - damit können Sie ein paar Prozentpunkte besser abschneiden als der Markt. Wenn die Märkte laufen, ist das gut und verdienstvoll. Wenn der Markt aber 30 Prozent und mehr verliert, reicht ein relativ besseres Abschneiden für die Anforderungen von Investoren und deren Gremien nicht aus. Dann ist das Risikomanagement für den überwiegenden Teil der Performance des Portfolios verantwortlich. Darauf konzentrieren wir uns, versuchen Trends zu erkennen und kurzfristig konsequent zu handeln.

"ChampionsNews": Was bedeutet schnelles Erkennen von Trends und wie handeln Sie in schwierigen Phasen kurzfristig und konsequent?

Scholl: In der Kontrolle unseres Portfolios läuft ständig ein sehr professionelles Risikomanagement mit. Ein großes Instrumentarium volkswirtschaftlicher Modellrechnungen, verschiedener Indikatoren und technischer Chartanalysen ist dabei im Einsatz. Das ermöglicht es uns, relativ zuverlässig und schnell Trends zu erkennen. Dann handeln wir. Wenn wir erwarten, dass die Märkte gravierend verlieren, sichern wir das Portfolio ab - zu 100%. Gerade in einer Welt im Krisenmodus, wie es immer wieder und zuletzt eben auch in diesem Jahr vorkommt, können Sie nicht erwarten, dass Korrelationen halten. Allein auf die stabilisierende Wirkung von Anleihen können Sie sich also nicht verlassen.

Wir fahren bei unserer Absicherung auf Sicht und lösen die Positionen relativ kurzfristig wieder auf, um die dann vorherrschende, jeweils aktuelle Nachrichtenlage erneut zu bewerten. In der Summe lagen wir mit unseren kurzfristigen Trendvoraussagen, wie bereits im 4. Quartal 2018, auch dieses Mal ganz offensichtlich wieder richtig. Wir wollen uns in kleinen Schritten die Rendite sichern, die wir brauchen. Das nennen wir unsere Eichhörnchen-Strategie. Wir sammeln immer wieder kleinteilig und kurzfristig Erträge ein. Was zusätzlich bei den Absicherungsgeschäften abfällt, reinvestieren wir in unserem konzentrierten Portfolio in Titel, die wir sehr genau kennen. An einer möglicherweise folgenden Markterholung können unsere Investoren dann in umso größerem Maß partizipieren.

"ChampionsNews": Wie sieht das Portfolio des Selection Rendite Plus aus und inwiefern hilft Nachhaltigkeit der Rendite?

Scholl: Grundsätzlich investieren wir in Aktien und Anleihen europäischer Unternehmen und Staaten. Dieses Universum wird zunächst auf nachhaltige Titel eingegrenzt. Berücksichtigt werden dabei zwei Säulen: die Vorgaben des UN Global Compact und umsatzabhängige ESG-Kriterien, jeweils auf Basis der Daten von Vigeo Eiris imug. Das sind klare, für jeden transparente Regeln. Deren Einhaltung bei Titelauswahl und Gewichtung überwacht Universal-Investment fortlaufend. Aus dem verbleibenden nachhaltigen Anlageuniversum erstellen wir in mehreren Schritten eine Shortlist möglicher Investments. Im ersten Schritt erfolgt ein quantitatives Fundamentalscreening. Im zweiten Schritt wird dieses quantitative Titelscreening einer qualitativen Analyse unterzogen, um so die Titel herauszufiltern, in die wir investieren. Das führt zu einem konzentrierten Portfolio, das uns auch in der Krisenbewältigung hilft.

Weil wir nicht blind in ETFs und Indizes investieren, wissen wir genau, welche Unternehmen im Portfolio sind und wie diese auf veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen reagieren. So verstärken wir die Widerstandskraft unseres Portfolios in Krisenzeiten auch, indem wir zum Beispiel den Anteil höher kapitalisierter Unternehmen erhöhen. Die grundlegende Nachhaltigkeitsauswahl eröffnet dabei zusätzliche Chancen. Das können wir am Vergleich traditioneller Indizes mit ihren nachhaltigen Pendants ablesen. Wir sehen es aber auch aus Portfoliosicht. So sind Autobauer, Ölunternehmen und auch Banken durch die ökologischen und ethischen Kriterien der Filter von vornherein ausgeschlossen. Sie nicht im Portfolio zu haben, war in der jüngeren Vergangenheit ein echter Gewinn.

"ChampionsNews": Warum sollten Investoren jetzt nicht an der Seitenlinie stehen, sondern investieren?

Scholl: Beim Wiedereinstieg zu zögern, war schon immer teuer. Die aktuelle Krise hat gezeigt, dass auch Anlagen in den vermeintlich sicheren Anleihen starken Risiken unterliegen. Hier sei insbesondere auf die mangelnde Liquidität im Rentenbereich hingewiesen. Bei unserer Strategie ist genau das kein Problem, da wir auch und gerade jetzt eine vergleichsweise hohe Aktienquote halten. Im diesem Bereich sehen wir bei einer Reihe von Unternehmen, die wir nach unseren Analysen für nachhaltig interessant halten, trotz deutlicher Gewinneinbrüche auf mittlere Sicht, äußerst attraktive Bewertungen. Die Anlagerisiken, die aus vielleicht doch noch einmal fallenden Märkten resultieren, lassen sich mit unserer Strategie recht wirkungsvoll begrenzen. Über 15 Jahre und durch einige Krisen ist es uns gelungen, langfristig unsere konservative interne Leitlinie einer Mindestrendite von 4 Prozent p. a. einzuhalten. Auch in den zuletzt schwierigen Zeiten hat der Selection Rendite Plus (ISIN DE0002605037 / WKN 260503, AK I) im Dreijahreszeitraum vom 28.04.2017 bis 30.04.2020 mit 3,7 Prozent eine Performance nahe der Zielsetzung. Es gibt also aus meiner Sicht keinen Grund zu warten. (Ausgabe 1/2020) (21.05.2020/fc/a/f)






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