Saubere Renditen: So schneiden Ökofonds ab


05.12.17 13:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Miese Performance, leere Marketing-Aussagen: Ökofonds haben mit vielen Vorurteilen zu kämpfen, so die Experten von "FONDS professionell".

Die Redaktion zeige, wie sich ausgewählte nachhaltige Produkte in den letzten fünf Jahren entwickelt hätten - und wie sich die Fondsmanager derzeit positionieren würden.

Nachhaltige Investments würden eine Geldanlage mit gutem Gewissen versprechen. Doch Privatanleger würden sich dem Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) trotzdem kaum für das Thema interessieren. Dabei vereine der Markt vereint in Deutschland inzwischen ein Volumen von 78,8 Milliarden Euro auf sich. 90 Prozent der Assets würden aber auf Großanleger entfallen.

Bei einer vom Institut für nachhaltige Kapitalanlagen durchgeführten Umfrage unter 1.694 Privathaushalten hätten die Interviewpartner wiederum angegeben, zu wenig über entsprechende Geldtöpfe informiert zu sein. Es hätten außerdem Auskünfte über die konkrete Wirkungsweise gefehlt, das Anlagerisiko sei zu hoch, obendrein fehle eine spezifische Beratung. Dass nur etwa jeder vierte Befragte diese Investitionsmöglichkeit überhaupt kenne, zeige, wie groß das Informationsdefizit sei.

Tatsächlich hätten die Anbieter ihre Produkte eher zaghaft vermarkt. Von 111 Asset Managern hätten bei einer Befragung nach Fondsempfehlungen nur elf entsprechende Produkte genannt. Die Redaktion habe die Fondsgesellschaften im Oktober dazu aufgerufen, die aus ihrer Sicht interessantesten Produkte zu nennen. Der komplette Bericht "Saubere Renditen" erscheine in der neuen Heftausgabe 4/2017 von "FONDS professionell", die den Abonnenten dieser Tage zugestellt werde.

Etwas mehr Engagement könnte sich bei der Vermarktung nachhaltiger Fonds durchaus auszahlen, denn nachhaltige Investmentprodukte würden den Vorteil aufweisen, dass die Wertentwicklung eben nicht ihr einziges Verkaufsargument darstelle. Auch im Fall einer - zumindest geringfügigen - Underperformance suche nicht jeder Anleger gleich das Weite. Ohnehin würden etliche nachhaltige Produkte auch gute Ergebnisse vorweisen.

Die Redaktion habe sich angesehen, wie einige der empfohlenen ökologisch-nachhaltigen Portfolios in den letzten fünf Jahren abgeschnitten hätten und auch, wie sich die Manager mit Blick auf die Branchen derzeit aufgestellt hätten.

Wie hätten sich einige der von den Anbietern empfohlenen, nachhaltigen Fonds im aktuellen Marktumfeld geschlagen - und welche Branchen würden die Fondsmanager der Ökofonds derzeit spannend finden?

Ökoworld Growing Markets 2.0 (ISIN LU0800346016 / WKN A1J0HV)
Das 1975 gegründete in Nordrhein-Westfalen ansässige Fondshaus Ökoworld zähle zu den Pionieren in Sachen nachhaltige Investments. Der 2012 aufgelegte Ökoworld Growing Markets 2.0 setze auf Emerging-Markets-Aktien und lasse den Index MSCI Emerging Markets auch klar hinter sich. Der Peergroup Ökologie/Ethik hinke das Portfolio allerdings hinerher. Fondsmanager Felix Schnella setze bei seinem Produkt vor allem auf IT und Telekommunikation.

Terr-Assisi Aktien I AMI
Das Fondsmanagement rund um Ampega-CIO Thomas Mann setze beim Terr-Assisi Aktien I AMI ebenfalls zu einem großen Teil auf die Branche IT und Telekommunikation. Daneben stünden Industrietitel ganz oben auf der Agenda der Portfolioverwalter. Das 2000 lancierte Produkt liege mit seinem Index beinahe gleichauf.

Nordea 1 Global Climate & Environment
Der von Thomas Sørensen und Henning Padberg verwaltete Nordea 1 Global Climate & Environment schlage seinen Index sowie seine Branchenkollegen seit diesem Jahr. Das hätten Investitionen in Industrietitel sowie in Konsumgüter-Aktien möglich gemacht.

Swisscanto Equity Global Water (ISIN LU1663824750 / WKN A2DWG2)
Der Swisscanto Equity Global Water sei erst im August diesen Jahres aufgelegt worden und werde von Gerhard Wagner gelenkt. Er setze auf globale Nebenwerte und setze derzeit branchenseitig auf Industrietitel und Versorger.

Vontobel MTX Sustainable Asian Leaders ex Japan (ISIN LU0384409263 / WKN A0RCV8)
Wer vor fünf Jahren in den Vontobel MTX Sustainable Asian Leaders ex Japan investiert habe, habe sich über 13,70 Prozent Rendite pro Jahr freuen dürfen. Damit liege Fondsmanager Thomas Schaffner auch klar vor dem Durchschnitt. Schaffner suche vor allem nach aussichtsreichen Industrietiteln und Konsumgütern aus dem asiatischen Raum (ohne Japan).

JSS Sustainable Water Fund
Knapp 60 Prozent an Industrietitel würden im JSS Sustainable Water Fund stecken, der von Rainer Männle gelenkt werde. Männle sei dabei auf der Suche nach kleinen Titeln mit einer geringen Marktkapitalisierung. Allerdings liege er mit seinem Ansatz hinter dem Durchschnitt. (Ausgabe vom 04.12.2017) (05.12.2017/fc/a/f)





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169,90 € 169,63 € 0,27 € +0,16% 28.01./00:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0800346016 A1J0HV 175,35 € 137,18 €
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