SPDR MSCI World Heath Care UCITS ETF: Aktuelle Chancen im Gesundheitssektor


16.07.20 11:07
State Street Global Advisors

Boston (www.fondscheck.de) - Im Vorfeld einer schwierigen Quartalsberichtssaison gibt es gute Gründe, das Gesundheitswesen erneut unter die Lupe zu nehmen, so die Experten von State Street Global Advisors in ihrem aktuellen "SPDR Strategie Espresso".

Der Sektor habe im vergangenen Monat hinterhergehinkt, da Investoren nach Unternehmen mit größerer Konjunktursensibilität gesucht hätten, um an der wirtschaftlichen Erholung teilzuhaben. Von hier aus könnten die wirtschaftlichen Hoffnungen jedoch durch eine steigende Welle neuer Corona-Infektionen zunichte gemacht werden. In diesem Fall verdiene die Defensivität des Gesundheitswesens, die sich in einem niedrigen Beta und der geringen Volatilität der Aktienkurse zeige, mehr Aufmerksamkeit.

Die Natur der Produkte und Dienstleistungen des Gesundheitswesens sowie die breite Kundenbasis würden dazu beitragen, ein relativ stabiles Ertragswachstum zu gewährleisten. Im Vergleich zum übrigen Markt habe der Sektor in diesem Jahr bisher nur begrenzte Rückstufungen der Ertragsprognosen erfahren. Es werde erwartet, dass die Gewinne für das Gesamtjahr unverändert bis leicht rückläufig sein würden, was im Vergleich zu einem Rückgang der Marktgewinne von über 20% sehr vorteilhaft sei.

Viele Unternehmen würden sich an der Suche nach COVID-19-Behandlungen beteiligen, was für eine volle wirtschaftliche Aktivität und schließlich für die Rentabilität unerlässlich sein werde. Der einfachste Bereich sei das Testen auf das Virus. Auch nach Monaten gebe es immer noch eine erhebliche ungedeckte Nachfrage nach PCR-Diagnostik und serologischen Tests. Gesundheitsunternehmen würden Reagenzien sowie andere Ressourcen liefern, die für die Testkits erforderlich seien. Die im Zusammenhang mit Tests am häufigsten genannten Unternehmen seien Roche und Abbott Labs.

Die Impfstoffentwicklung für COVID-19 sei komplizierter. Die erwartete Dauer, bis ein wirksamer Impfstoff gefunden, getestet, hergestellt und ausgeliefert werden könne, betrage trotz beispielloser Forschungsaktivitäten immer noch zwölf bis 18 Monate ab dem Startdatum. Die US-amerikanischen oder europäischen börsennotierten Aktiengesellschaften, die mit ihren neuartigen mRnA- oder herkömmlichen Impfstoffen am nächsten dran zu sein scheinen, sind Moderna, AstraZeneca (in Partnerschaft mit der Universität Oxford) und Pfizer (mit BioNTech), so die Experten von State Street Global Advisors.

Auf diese Unternehmen würden mehr als 100 Unternehmen folgen, die an einer zweiten Welle an Impfstoffen beteiligt seien, welche möglicherweise wirksamer und robuster und damit letztlich nützlicher seien. Etwa GlaxoSmithKline Merck, Sanofi und Johnson & Johnson seien hier involviert und würden planen, in Kürze mit ersten Tests an Menschen zu beginnen. Es müsse mehr als einen erfolgreichen Impfstoff geben, um den Bedürfnissen einer Weltbevölkerung gerecht zu werden.

Im Hinblick auf eine Heilung könne dies nicht nur durch ein einziges Medikament, sondern auch durch eine Kombination verschiedener therapeutischer Optionen erreicht werden. Daher seien viele Namen im Spiel. Die antivirale Behandlung von Gilead Sciences, Remdesivir, sei am weitesten fortgeschritten; es verhindere die Vermehrung des Virus und werde in den USA bereits in begrenztem Umfang bei hospitalisierten Patienten eingesetzt. Zudem würden Eli Lilly, Regeneron, AstraZeneca und GlaxoSmithKline mit ihren Studien der mittleren Phase von Anti-COVID-19-Antikörpermedikamenten Schlagzeilen machen.

Investoren würden von den gewonnenen Therapien keine extremen Gewinne mehr erwarten, da das Angebot im ersten Jahr möglicherweise zum Selbstkostenpreis verkauft werde. Der Behandlungserfolg hingegen werde das langfristige Wachstum und den Cashflow der Unternehmen unterstützen können.

Angesichts der Notwendigkeit, die Gesundheitsunternehmen zu unterstützen und einen Weg durch die Pandemie zu finden, würden die Experten von State Street Global Advisors erwarten, dass die US-Präsidentschaftskandidaten hinsichtlich des Versicherungsschutzes und der Arzneimittelpreise viel weniger aggressiv sein würden als in früheren Wahlkampagnen.

Da die Ängste vor der US-Regulierung zurückgegangen seien, könnten sich die Investoren auf andere Themen konzentrieren, z.B.: Das defensive, überragende Ertragswachstum des Sektors; Qualitätsmerkmale mit hohen Renditen und relativ geringer Verschuldung/Eigenkapitalausstattung; relativ robuster Cashflow zur Bedienung der Dividenden; höchste risikobereinigte Renditen aller US-Sektoren in den letzten zehn Jahren.

Investoren könnten erwägen, in den gesamten Gesundheitssektor zu investieren, um gleichsam Nutznießer der gestiegenen Staatsausgaben, der wachsenden Themen der Medizin- und Biotechnologie und der COVID-19-Behandlungen zu erfassen, anstatt nach der einen Erfolgsgeschichte zu suchen. Alle genannten Unternehmen mit vollständiger Notierung seien im SPDR MSCI World Heath Care UCITS ETF enthalten. (Ausgabe vom 14.07.2020) (16.07.2020/fc/a/e)






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