SKAGEN m2 Fonds: Corona wirkt auf den Immobilienmärkten als Trendverstärker - Fondsanalyse


05.01.21 13:30
SKAGEN Funds

Stavanger (www.fondscheck.de) - Die Corona-Pandemie hat bestehende Trends verstärkt, die unmittelbare Auswirkungen auf die Immobilienmärkte haben, so Michael Gobitschek, Portfoliomanager des SKAGEN m2 bei SKAGEN Funds.

Die Digitalisierung verändere Arbeitsweisen und das Einkaufsverhalten, gleichzeitig befördere die Urbanisierung das Zusammenrücken von Wohnen, Arbeiten und Leben.

Schon vor der Pandemie seien Sektoren wie Hotels und Einzelhandel unter Druck gewesen, den die Lockdowns verstärkt hätten. Durch die veränderten Verhaltensweisen der Menschen seien Logistik, Rechenzentren und Wohnen stärker gefragt gewesen - auch bei Investoren.

In den USA, dem mit Abstand größten Immobilienaktienmarkt, hätten Unternehmen aus den Segmenten Self-Storage und Rechenzentren zwischen Januar und November 2020 steigende Prämien zum Net Asset Value verzeichnet, während sich in der gleichen Zeit der Discount bei Shopping Malls, Büros und Studentenwohnheimen noch ausgeweitet habe.

In diesem neuen Umfeld würden sich für Value-orientierte Investoren attraktive Renditechancen ergeben. Einzelhandels- und Büroimmobilien würden weiterhin gefragt sein, aber die Nutzeransprüche würden sich wandeln. Weiterhin fließe viel Anlagekapital in Handels- und Büroimmobilien. Insbesondere bei Büroimmobilien sei der Einstiegszeitpunkt günstig, da die Unternehmen besser kapitalisiert seien als in früheren Krisen. Wohnortnahe Bürostandorte würden künftig gefragter sein.

Der konjunkturelle Ausblick für 2021 sei mit hohen Unsicherheiten behaftet. Wie bei vorangegangenen Krisen würden die Immobilienmärkte der gesamtwirtschaftlichen Erholung mit einiger Verzögerung nachfolgen.

Auf 5-Jahressicht habe der SKAGEN m2 (Tranche B - EUR) mit einer Performance von 30,3 Prozent (Stand 20.11.2020) seine Benchmark (+4,1 Prozent) deutlich geschlagen.

Das Management von SKAGEN m2 folge dem Barbell-Ansatz, demnach Positionen von Unternehmen aufgebaut würden, die zwar zu den "Verlierern" der Pandemie gehören würden, aber von einer konjunkturellen Erholung wieder stärker profitieren würden. Gleichzeitig bleibe SKAGEN m2 in defensive Wachstumswerte und Unternehmen aus Branchen, die weniger von der Rezession betroffen seien, wie zum Beispiel Rechenzentren, Logistik und Self-Storage, investiert.

In das Portfolio des SKAGEN m2 neu aufgenommen worden seien Heiwa Real Estate, Aedefica, Prologis, Columbia Property Trust und Allied Properties. Ausgebaut worden sei die Position von Switch, während Equinix, Catena, LOG und Deutsche Wohnen reduziert worden seien. Die Positionen bei MRV, Sekisui, SL Green, Colonial und Equity Residential seien aufgelöst worden.

Im Verlauf des Jahres sei pandemiebedingt der Büro-Anteil zugunsten von Industrie- und Logistikimmobilien reduziert worden. Aktuell würden 35 Prozent des Portfolios auf den Bereich Industrie und Logistik, 19 Prozent auf Mietwohnungen, 18 Prozent auf Büro, 6 Prozent auf Gesundheitsimmobilien und 22 Prozent auf übrige Nutzungsarten entfallen.

Unternehmen aus den USA, Japan, Schweden und Deutschland hätten den größten Anteil am Portfolio. Im Vergleich zur Benchmark seien die USA deutlich untergewichtet, Japan, Schweden, Deutschland und die übrigen Länder dagegen übergewichtet.

Die zehn größten Positionen würden zusammen 46 Prozent des Gesamtportfolios stellen, zu ihnen würden Keihanshin Building (Rechenzentren), Self Stoage Group (Self-Storage), Catena (Logistik), CA IMMO (Büro), LEG (Mietwohnungen), Kojamo Oyj (Mietwohnungen), Equinix (Rechenzentren), Graininger (Mietwohnungen), Shurgard (Self-Storage) und Mitsui Fodusan (verschieden Nutzungsarten) gehören.

Der Verschuldungsgrad der Portfolio-Unternehmen liege bei 76 Prozent (gewichteter Durchschnitt), der Loan-to-value bei 39 Prozent. Der Renditeabstand zu 10-jährigen Staatsanleihen betrage im Schnitt 262 Basispunkte. (05.01.2021/fc/a/f)