SKAGEN m2-Fonds: Beste Voraussetzungen für Betongold - Fondsanalyse


14.03.18 10:30
SKAGEN Funds

Stavanger (www.fondscheck.de) - Eine nicht enden wollende Nullzinspolitik und der Ausverkauf günstiger Kredite haben in den vergangenen Jahren weltweit zu einem Boom in der Immobilienbranche geführt, so die Experten von SKAGEN Funds.

Dieser Aufschwung sei noch lange nicht vorbei, sage Michael Gobitschek, Portfoliomanager des Immobilienaktienfonds SKAGEN m2. Entwicklungen in Markt und Gesellschaft würden die hohe Immobiliennachfrage stützen. In welche Art von Immobilien Anleger investieren würden - das sei für Gobitschek die entscheidende Frage.

Solide Bilanzen, hohe Transaktionsaktivität, niedrige Zinsen und steigende Mieten - diese vier Faktoren würden nach wie vor das Investmentumfeld von Immobilien begünstigen. Vor allem der zurzeit vorherrschende hohe Grad an Planbarkeit bei den Mieteinnahmen mache es für Investoren einfacher, das Wachstumspotenzial von Immobilienfirmen vorauszusehen. So werde die spanische Immobiliengesellschaft Spanish Colonial beispielsweise in den nächsten zwei Jahren ihre Mieteinnahmen um 50 Prozent erhöhen.

Auch die Mieteinkünfte der deutschen Immobilienfirma Deutsche Wohnen lägen noch unter dem aktuellen Mietpreisspiegel - was sie in den nächsten Jahren ausgleichen dürfte. Gerade in Europa gebe es viele solcher Beispiele. Mietwohnungen in Städten wie Berlin und Stockholm seien knapp und die Wohnungsmärkte seien immer noch unterversorgt. Hier liege daher Potenzial. Und auch die Nachfrage nach weiteren Mietwohnungen steige weiter.

Bereits vor einigen Jahren hätten Immobilienfirmen begonnen, die Niedrigzinsphase für sich zu nutzen, um Kredite günstig zu refinanzieren. Dadurch hätten viele Unternehmen die Möglichkeit bekommen, sich langfristig solide aufzustellen. Die Experten würden davon ausgehen, dass in den nächsten zwei Jahren das Transaktionsvolumen, M&As und Gewinne weltweit etwas stärker ansteigen würden als 2017 - vor allem aufgrund von Wachstum, niedrigen Zinsen und gesellschaftlichen Veränderungen.

In den kommenden Jahren werde das Wachstum von Immobilieninvestments vor allem durch gesellschaftliche Veränderungen beeinflusst werden: Bevölkerungsanstieg, Verstädterung, alternde Gesellschaften und steigender Reichtum - all dies seien wichtige Aspekte, die die Nachfrage von Immobilien beeinflussen würden. Ein besonders gewichtiger und weitreichender Trend sei der Konsumwandel durch digitales Shopping. Auf der einen Seite sei der neu aufkommende e-commerce besonders für Shopping-Malls eine ernst zu nehmende Bedrohung, auf der anderen Seite würden schon jetzt viele Logistikunternehmen davon profitieren.

Aus Investorenperspektive sei wichtig, zwischen kurzfristigen und langfristigen Entwicklungen zu unterscheiden, denn die Immobilienbranche sei zyklisch - und Zyklen lägen in Trendphasen. Dabei entwickele sich die Branche nicht homogen - vor allem regionale Unterschiede seien entscheidend. Während beispielweise London als Europa-Standort vieler globaler Firmen durch den Brexit an Attraktivität verliere, seien kontinentaleuropäische Städte wie Frankfurt als Standort immer gefragter.

Um entsprechende Klumpenrisiken zu vermeiden, müssten Immobilieninvestments breit gestreut sein. In unterschiedliche Regionen zu investieren, sei eine Option. Darüber hinaus hätten Anleger die Möglichkeit in Aktien mit verschiedenen Währungen und eine breite Palette von Immobiliensegmenten zu investieren. Von Industriehallen, über Bürogebäude, Hotels und private Appartements, die große Auswahl biete genügend Raum zur Risikostreuung. Als Anleger flexibel handeln und allokieren zu können, sei dabei das A und O. Zurzeit würden die Experten vor allem in Europa und Japan gute Investitionsmöglichkeiten in Aktien aus der Immobilienbranche sehen, da vor allem dort die Wohnungsmärkte noch viel Potenzial bieten würden. (14.03.2018/fc/a/f)





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