SKAGEN Kon-Tiki Fonds positioniert sich für die grüne Wende - Fondsanalyse


04.06.19 11:00
SKAGEN Funds

Stavanger (www.fondscheck.de) - Durch die Investition in Ivanhoe und andere Unternehmen ist SKAGEN in der Lage, die Vorteile der erneuerbaren Energien und der Elektromobilität zu nutzen, so Fredrik Bjelland, Portfolio Manager des SKAGEN Kon-Tiki von SKAGEN Funds.

Mitte Mai sei Fredrik Bjelland nach Südafrika und in die Demokratische Republik Kongo (DRK) gereist, um drei Projekte der Ivanhoe Mines (Ivanhoe) zu besuchen, einem Unternehmen aus dem Portfolio sowohl des SKAGEN Kon-Tiki als auch des SKAGEN Focus. Mit der Investition in Ivanhoe und andere Unternehmen habe SKAGEN die Fonds so positioniert, dass sie die Vorteile der anhaltenden Verlagerung in Richtung erneuerbare Energien und der Elektromobilität nutzen könnten.

Obwohl Ivanhoe ein relativ unbekanntes Unternehmen sei, besitze es eines der weltweit größten Kupferlagerstätten in der DRK. SKAGEN Kon-Tiki und SKAGEN Focus hätten im Jahr 2018 in Ivanhoe zur gleichen Zeit investiert, als sich die chinesische CITIC-Gruppe als strategischer Investor mit erheblichem Aufschlag an dem Unternehmen beteiligt habe. Angesichts der anhaltenden Umweltprobleme Chinas und seines Schwerpunkts auf erneuerbare Energien und die Elektromobilität würden die Experten von SKAGEN Funds glauben, dass das Land einen wachsenden Bedarf an einem langfristigen Zugang zu Kupfer habe, das ein wichtiger Bestandteil sowohl moderner Batterien als auch erneuerbarer Energienetze sei.

Obwohl Ivanhoe in Kanada notiert sei, befänden sich alle Projekte des Unternehmens in Südafrika und der DRK. Ivanhoe entwickle derzeit drei Minen mit den Schwerpunkten Platin (Platreef, Südafrika), Zink (Kipushi, DRK) und Kupfer (Kamoa-Kakula, DRK). Alle Projekte hätten im Vergleich zu den Bergwerken der Wettbewerber sehr niedrige Betriebs- und Kapitalkosten, da sie einen sehr hohen Metallgehalt, d.h. Anteil Metall pro Kilogramm Gestein, aufweisen würden.

Während der Reise habe Fredrik Bjelland feststellen können, dass die Entwicklung aller Projekte auf Kurs und im Einklang mit den zuvor angekündigten Plänen sei. Da die Inbetriebnahme in den nächsten zwei bis fünf Jahren geplant sei, würden die Experten von SKAGEN Funds davon ausgehen, dass die Börse irgendwann den fundamentalen Wert des Unternehmens erkennen werde.

Ivanhoes Kronjuwel sei das Kamoa-Kakula-Projekt im Süden der DRK. Laut dem unabhängigen Bergbauberater Wood Mackenzie sei Kamoa-Kakula der größte noch nicht entwickelte Kupferfund der Welt. Die bisher vorliegenden technischen Berichte würden darauf hindeuten, dass das Projekt 5,5 Prozent Kupfer (das Zehnfache der Konzentration von "normalen" Minen) für mindestens 25 Jahre produzieren könnte, nach Beginn der Phase 1, was nach Meinung der Experten von SKAGEN Funds bereits im Jahr 2021 der Fall sein könnte.

Die Experten von SKAGEN Funds würden davon ausgehen, dass das Projekt dann weiter ausgebaut werde und die jährliche Produktion 740.000 Tonnen Kupfer pro Jahr erreichen könnte. Damit wäre Kamoa-Kakula die zweitgrößte produzierende Kupfermine der Welt mit einem Jahresertrag von mehr als 4 Milliarden US-Dollar auf Basis aktueller Preise.

Die Experten von SKAGEN Funds würden jedoch denken, dass dieser Wert noch weiter steigen könnte, weil es derzeit schlicht nicht genügend Kupfer gebe, wie er für die grüne Wende benötigt werde. Sowohl die Nachfrage nach Kupfer als auch die Produktionsvolumina seien in der Vergangenheit jährlich um rund 3 Prozent gestiegen.

Als eines der vielseitigsten Industriemetalle habe Kupfer schon immer als wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung gegolten, lange bevor der grüne Wandel überhaupt in Betracht gezogen worden sei. Mit der zunehmenden Urbanisierung, insbesondere in den Schwellenländern, und einer stärkeren Fokussierung auf die Luftqualität gebe es nun neue, starke Treiber, die die Nachfrage nach Kupfer beflügeln würden.

Jedoch werde dieses erwartete Nachfragewachstum nicht durch eine Ausweitung des Angebots gedeckt. Ganz im Gegenteil: Aufgrund der sinkenden Profitabilität und des politischen Widerstandes gegen die Entwicklung von Minen habe das Angebotswachstum nicht mit der Nachfrage Schritt gehalten.

Nach einer Analyse von Bernstein habe die Angebotssteigerung zwischen 2007 und 2017 nur ein Drittel dessen betragen, was bisher angenommen worden sei. Da es zudem Jahrzehnte dauern könne, bis eine große Kupferfundstätte nach deren Entdeckung in Betrieb genommen werde, sei klar, dass die Angebotsseite mit dem gestiegenen Nachfragewachstum nicht Schritt halten könne.

Nach unseren Analysen spiegeln sich weder der aktuelle Wert noch der zukünftige potenzielle Wert im Aktienkurs von Ivanhoe wider, so die Experten von SKAGEN Funds. Die aktuelle Marktkapitalisierung von etwas mehr als 3 Milliarden US-Dollar entspreche 700 US-Dollar pro Tonne für die nachgewiesenen Kupferreserven des Unternehmens, was einem Abschlag von mehr als 30 Prozent im Vergleich zu anderen Kupferunternehmen entspreche.

Diese Schätzung berücksichtige jedoch nicht die höhere Kupferkonzentration von Ivanhoe (und damit die niedrigeren Kosten) oder die jüngsten Funde des Unternehmens, die nicht in den offiziell bekannt gegebenen Entdeckungen enthalten seien. Wenn man diese Entdeckungen berücksichtige, würden die Experten schätzen, dass das Unternehmen derzeit mit einem Abschlag von 80 bis 90 Prozent im Vergleich zu anderen Unternehmen der Peergroup gehandelt werde. Auch unter Berücksichtigung des politischen und projektbezogenen Risikos sähen die Experten einen weiteren deutlichen Anstieg des Aktienkurses.

Unser Besuch bestätigte auch den Fokus von Ivanhoe auf die nachhaltige Entwicklung, so die Experten von SKAGEN Funds. Aufgrund des hohen Metallgehalts würden alle Projekte als Untertagebergwerke erschlossen. Diese Technik reduziere nicht nur die sichtbaren Auswirkungen auf die Natur, sondern mindere auch die Abraummenge und erleichtere die Sanierung des Geländes nach dem Ende der Produktion. Auch in den Minen werde es einen hohen Automatisierungsgrad geben, wobei ein großer Teil der Arbeiten aus der Ferne durchgeführt werde.

Das lokale Management sei auch sehr daran interessiert, starke Bindungen zur lokalen Bevölkerung aufzubauen. Neben gut bezahlten Arbeitsplätzen habe Ivanhoe Projekte zur Versorgung mit sauberem Wasser, zur Einführung moderner Lebensmittelproduktion, zu Impfungen sowie zum Bau mehrerer Kliniken und Schulen umgesetzt. Natürlich sei es noch ein weiter Weg, aber es sei klar, dass sowohl Ivanhoe als auch die Behörden bei einem Projekt mit einer jahrzehntelangen Laufzeit auf eine gute Zusammenarbeit angewiesen seien, die einen nachhaltig positiven Einfluss auf die Gesellschaft habe. (04.06.2019/fc/a/f)






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