Rize Medical Cannabis and Life Sciences UCITS ETF: Krankenkassen befeuern Markt für medizinischen Cannabis


05.05.20 11:11
Rize ETF

London (www.fondscheck.de) - Die von Krankenkassen geleisteten Erstattungen für Produkte auf Grundlage von medizinischem Cannabis sind rekordverdächtig, so die Experten von Rize ETF.

So sei die Gesamtsumme 2019 in Deutschland auf 123 Millionen Euro gestiegen, was ein Wachstum von über 70 Prozent seit 2018 bedeute. Um die teils schwerwiegenden Symptome vieler Patienten zu lindern, würden Jahr für Jahr immer mehr Ärzte medizinischen Cannabis verschreiben. Seit 2017 sei die Anwendung der Cannabisblüte für medizinische Zwecke in Deutschland erlaubt, die Kosten würden von den Krankenkassen übernommen. Das Anwendungsgebiet sei breit gefächert. So helfe Cannabis nachweislich bei Schlafstörungen, Ängsten, Schmerzen und Appetitlosigkeit.

"Die Anwendung insbesondere im Zusammenhang mit Krebs, Multipler Sklerose und Epilepsie steigt kontinuierlich. Angesehene Institutionen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder die US National Academies of Sciences bestätigen dabei das therapeutische Potenzial von medizinischem Cannabis", meine Giadha Aguirre de Carcer, Gründerin und CEO von New Frontier Data. So hätten bei einer Umfrage des Unternehmens 94 Prozent der befragten Patienten angegeben, dass eine Cannabisbehandlung ihren Zustand verbessert habe.

"Mittlerweile ist es klar, dass das in der Medizin eingesetzte medizinische Cannabis das Potenzial hat, Millionen von Menschen weltweit zu helfen. Das Stigma nimmt rapide ab, das ehemals negative Image der Cannabispflanze wandelt sich. Heute sieht man in der Cannabisblüte in erster Linie ein Heilmittel, das für seine bemerkenswerten therapeutischen Anwendungen gefeiert wird", führe Aguirre de Carcer weiter aus. Alleine die Barmer Krankenkasse verzeichne im Jahr 2019 über 6.000 Kostenübernahmeanträge, ein Anstieg von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bemerkenswert seien dabei die regionalen Unterschiede. Bayern etwa führe dabei das Spitzenfeld mit rund 3.000 Anträgen an, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (2.871) und Baden-Württemberg (1.310).

Weltweit sei Deutschland der drittgrößte Markt für legale medizinische Cannabisprodukte. Derzeit würden sämtliche dieser Produkte aus Ländern wie Kanada, den Niederlanden oder Österreich importiert. Im letzten Jahr habe das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, welches für die Einfuhr zuständig sei, Importe aus neuen Ländern zugelassen. Inzwischen sei Deutschland weltweit größter Importeur von medizinischem Cannabis. Die Abhängigkeit von ausländischen Unternehmen habe in Kombination mit dem stark wachsenden deutschen Markt in der Vergangenheit zu Versorgungsengpässen geführt. Um dem entgegenzuwirken, sei zum Jahresende die erste lizenzierte Cannabisernte in Deutschland geplant.

Der vom britischen Forschungsunternehmen Prohibition Partners 2019 veröffentlichte vierte europäische Cannabisbericht prognostiziere mit einer Wahrscheinlichkeit zwischen 60 und 70 Prozent für die gesamte EU, dass der medizinische Cannabiskonsum sowie der Konsum für Erwachsene bis 2023 vollständig legalisiert werde. So könnte der europäische Cannabismarkt bis 2028 einen Wert von 136 Milliarden Dollar erreichen.

"Für uns bei Rize ETF ist Cannabis vielleicht die spannendste Geschichte unserer Zeit. Der Markt wächst weiter, angetrieben vom Rückenwind günstiger Gesetzgebung, gesellschaftlicher Akzeptanz, medizinischer Anerkennung und den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Cannabinoiden - und das in einer Geschwindigkeit, die nur von der Internet-Adoption im vergangenen Jahrhundert in den Schatten gestellt wurde", resümiere Rahul Bhushan, Co-Founder von Rize ETF, der mit Partner New Frontier Data einen neuen Cannabis-ETF entwickelt hätten. "Zahlreiche Unternehmen weltweit bringen ihr Know-How im Bereich medizinischer Cannabis ein, deswegen braucht es auch eine vertiefte Expertise, um die vielversprechendsten Unternehmen zu finden. New Frontier Data ist daher der für uns ideale Partner. Investoren können an diesem Wachstum in den kommenden Jahren partizipieren", so Bhushan abschließend.

Der Rize Medical Cannabis and Life Sciences UCITS ETF (RCRS) (ISIN IE00BJXRZ273 / WKN A2PX6U) strebe danach, den Foxberry Medical Cannabis & Life Sciences Index zu verfolgen. Ziel des Index sei es, nur solche Unternehmen abzubilden, die nachweislich Produkte oder Dienstleistungen im Bereich wegweisender Cannabinoid-basierter Arzneimittel und Wellnessprodukte zur Verfügung stellen würden. (05.05.2020/fc/a/e)





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