Phaidros Funds Fallen Angels-Fonds: Stabile Rendite dank verlässlicher Anleihe-Schuldner - Fondsanalyse


01.02.18 10:30
EYB & WALLWITZ

München (www.fondscheck.de) - Vor genau fünf Jahren hat EYB & WALLWITZ den Phaidros Funds Fallen Angels (ISIN LU0872913917 / WKN A1KBEL, A; ISIN LU0872914139 / WKN A1KBEM, B; ISIN LU0872914485 / WKN A1KBEN, C; ISIN LU0948477962 / WKN A1W1QE, D; ISIN LU1640794902 / WKN A2DT0K, E) aufgelegt, so die Experten von EYB & WALLWITZ.

Das Portfolio des Hochzinsanleihefonds setze sich ausschließlich aus Titeln von Emittenten zusammen, die ursprünglich die Bonitätsnote Investment Grade gehabt hätten und später heruntergestuft worden seien. "Bei Auflage des Fonds im Jahr 2013 war durchaus eine gewisse Skepsis zu spüren", erinnere sich Dr. Ernst Konrad, Fondsmanager und Geschäftsführer bei EYB & WALLWITZ. "Angesichts der Wertentwicklung ist diese Skepsis jedoch deutlich gewichen."

Ein Grund mit für die Fondsauflage sei seinerzeit das gute Umfeld für High-Yield-Produkte gewesen, das sich durch das Kaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) in den letzten beiden Jahren noch verbessert habe. "Zwar kauft die EZB nur Investment-Grade-Anleihen, aber das Kaufprogramm wirkt sich auch auf den nachgelagerten Bereich aus und damit auf unser Portfolio", erläutere Dr. Konrad. Hinzu kämen die gute Datentransparenz der Emittenten, eine geringe Ausfallquote und ein relativ hoher Risikoaufschlag für das Fallen Angels-Segment.

Seit 2013 screenen die Anlageexperten von EYB & WALLWITZ regelmäßig Anleihe-Titel, die ein Investment-Grade-Rating hatten und später von den Rating-Agenturen wieder heruntergestuft wurden. "Einzelne Emittenten schauen wir uns dann genauer an. Wie ist deren fundamentale Verfassung? Und ganz wichtig: Ist der Schuldner in der Lage, aus dem operativen Geschäft den Schuldendienst zu leisten? Oder muss er aus der Substanz zuschießen? Kann der Schuldner also die Kupon-Zahlungen leisten und letztlich das aufgenommene Geld auch wieder zurückzahlen? Das ist die ganz entscheidende Frage", gebe Dr. Konrad Einblick in das Auswahlverfahren.

Zum Jahresbeginn 2018 sähen die Experten vor allem in drei Sektoren Anlagechancen: Im Einzelhandel, bei Finanzinstituten und in der Industrie. "Als Fallen Angels aus dem Bereich des Einzelhandels haben wir im Fonds beispielsweise Tesco, die größte britische Supermarktkette, und das französische Pendant Casino", zähle Dr. Konrad auf. "Emissionen von Finanzinstituten und Versicherungen sehen wir nach wie vor ebenfalls als aussichtsreich an. Speziell der Nachrangbereich ist für uns von besonderem Interesse. Wir setzen im Finanzsektor sowohl auf Institute aus Europa als auch den USA. Im Segment der nicht aus dem Finanzsektor stammenden Nachranganleihen halten wir neben Volkswagen auch RWE."

Der Anteil der Konsumwerte und Finanztitel im Portfolio liege bei jeweils etwas mehr als 20 Prozent, gefolgt von Anleihen aus der Telekommunikationsbranche mit einer Gewichtung von 16 Prozent. Industriewerte kämen auf etwas mehr als 10 Prozent.

Am Beispiel RWE illustriere Dr. Konrad die Titelauswahl: Das Geschäftsmodell des Energieversorgers habe sich nach der Atomkatastrophe von Fukushima überlebt. Der Konzern habe sich umorientieren müssen. "Bei Investoren kam die Frage auf, ob man in Essen weiterhin in der Lage wäre, ein Nachrangpapier auch tatsächlich zurückzuzahlen. Die Kurse der Anleihe waren auf bis auf unter 70 Prozent gefallen; das war eindrucksvoll, hier konnte man schon fast von einem Distressed-Niveau sprechen", blicke Dr. Konrad zurück.

Doch dann habe sich die Situation aufgehellt: Die Geschäftsentwicklung in den anderen Konzernbereichen von RWE habe sich verbessert. "Wir haben uns daraufhin zunehmend für die Anleihe erwärmt und sind eingestiegen. Als dann nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs die Bundesregierung eine Ausgleichszahlung für die beschleunigte Stilllegung der Atomkraftwerke an RWE leisten musste, sahen wir uns nochmals in unserer Entscheidung bestätigt. Mittlerweile gehört die Anleihe zu den großen Positionen im Portfolio."

Generell gelte für die Gewichtung des breit diversifizierten Fondsportfolios: Die größten Positionen lägen jeweils bei etwas mehr als 2 Prozent. Niedrig sei auch die Ausfallquote. Dr. Konrad: "In den vergangenen Jahren verbuchten wir angesichts der guten konjunkturellen Entwicklung im High-Yield- Bereich eine Ausfallquote von lediglich anderthalb Prozent. Das ist eine sehr geringe Quote. In durchschnittlichen Jahren müssen Investoren hingegen damit rechnen, dass die Ausfallquote bei 5 Prozent liegt."

Die Fondsmanager Dr. Ernst Konrad und Dr. Georg von Wallwitz sähen entspannt in die Zukunft. "Auch wenn die "margin of safety" bei Hochzinsanleihen angesichts niedriger Renditen, Kupons und Risikoaufschläge kleiner geworden ist, sind wir der Überzeugung, dass wir gerade mit dem Fallen Angels Fonds über ein Produkt verfügen, das im aktuellen Umfeld bei vertretbaren Risiken weiterhin eine attraktivere Verzinsung des eingesetzten Kapitals erwirtschaften kann als herkömmliche Anleihesegmente. Darüber hinaus versprechen Hochzinsanleihen wegen der im Vergleich zu Investment-Grade-Anleihen geringeren Zinssensitivität einen gewissen Schutz vor dem Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus, eine Eigenschaft, auf die man 2018 eventuell gerne zurückgreift", blicke Dr. Konrad auf den geplanten Kurs der EZB voraus.

Pünktlich zum fünfjährigen Bestehen des Fonds habe EYB & WALLWITZ eine spezielle Tranche institutionelle und semi-institutionelle Anleger sowie für Family Offices in Deutschland, Luxemburg, der Schweiz und Österreich aufgelegt. Die neue Anteilsklasse E unterscheide sich neben einer Mindestanlagesumme von 2,5 Millionen Euro von den bereits verfügbaren Anteilsklassen vor allem in der Kostenstruktur: Ausgabeaufschlag und Performance Fee würden entfallen. Die jährliche Verwaltungsgebühr liege bei 0,68 Prozent. Anleger, die bereits mit einer Anlagesumme von 2,5 Millionen bei EYB & WALLWITZ investiert seien, würden bei Zeichnung des Phaidros Funds Fallen Angels ebenfalls die Konditionen der Anteilsklasse E erhalten. (01.02.2018/fc/a/f)






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