OVID Infrastructure HY Income UI-Fonds: Mit High Yield Portfolio vom weltweiten Infrastruktur-Boom profitieren


11.05.18 14:30
e-fundresearch.com

Wien (www.fondscheck.de) - Michael Gollits, Vorstand der von der Heydt & Co. AG und Manager des OVID Infrastructure HY Income UI erklärt im Interview mit "e-fundresearch.com", wie sein Portfolio derzeit aufgestellt ist, weshalb Emittenten aus dem Infrastruktursektor im aktuellen Umfeld an Attraktivität gewonnen haben und warum er die derzeit vorherrschenden Zins- und Inflationssteigerungsfantasien nicht nachvollziehen kann, so die Experten von "e-fundresearch.com".

e-fundresearch.com: Mit Blick auf Ihr Anlageuniversum - welches Resümee ziehen Sie aus den bisherigen Marktentwicklungen 2018?

Michael Gollits: Unsere Einschätzung von Anfang des Jahres 2018, dass die Volatilität in den Risikomärkten wieder hoch kommt ist eingetroffen. Wobei High-Yield-Anleihen davon deutlich weniger betroffen sind als Aktien und Staatsanleihen. Die allgemein vertretenen Zinssteigerungsfantasien teilen wir weniger. Wir sehen eher eine langsam kommende Abschwächung des Wirtschaftswachstums. In Europa haben sich die Spreads wieder angepasst und sind damit wieder attraktiver für Investoren. Weniger attraktiv erscheint uns der US-Markt und wir bevorzugen bei USD-Emissionen Asien und mittlerweile auch mehr den Mittleren Osten.

e-fundresearch.com: Ist es im Zuge der "Rückkehr der Volatilität" Anfang Februar zu nennenswerten Portfolioumschichtungen gekommen?

Michael Gollits: Ganz klar nein. Wir sind von den gehaltenen Emittenten weiter überzeugt. Wir haben nur Anpassungen bei denen vorgenommen, die ihre Anleihen vorzeitig zurückgegeben haben. Hier haben wir in Folgeanleihen reinvestiert. Verkäufe haben in den Werten stattgefunden, die aufgrund ihrer Kurssteigerungen eine für uns weniger attraktive Rendite auf Endfälligkeit bekommen haben.

e-fundresearch.com: Wie beurteilen Sie das aktuelle Bewertungsniveau Ihrer Assetklasse und als wie fortgeschritten würden Sie den aktuellen Zyklus beurteilen?

Michael Gollits: Wir bewerten den Bereich infrastrukturbezogener Unternehmensanleihen im Verhältnis zum Dezember 2017 noch attraktiver, vor allem unter dem Aspekt der langfristigen Investitionsvorhaben. Den aktuellen Zyklus beurteilen wir klassisch betrachtet nicht als fortgeschritten, da viele HY-Emittenten im Umfeld geringerer Zinsen ihre Hausaufgaben gemacht haben. Das heißt, sie haben ihre Bilanzen gereinigt. Damit sind High-Yield-Anleihen eher noch attraktiver geworden.

e-fundresearch.com: Wie trägt Ihre aktuelle Portfoliozusammenstellung diesem Umfeld Rechnung?

Michael Gollits: Das Portfolio in seiner Zusammensetzung ist ein guter Mix aus Infrastruktursektoren des "daily living". Da wir uns nicht nach einem globalen High-Yield-Index richten, hat sich ergeben, dass wir nur 12% des Portfolios in den USA halten. Der europäische Part hat gute 60% und jeweils über 10% sind in Asien und Lateinamerika investiert. Wir legen mehr Wert auf die Einzelunternehmensanalyse. Unsere investierten Unternehmen sollten überproportional weiterhin vom Boom im Infrastruktursektor weltweit profitieren. Das heißt Investitionen in die "Neue Seidenstraße", Neubau der Infrastruktur in den USA und Erhalt der Infrastruktur in Europa gehören dazu. Das Portfolio teilt sich zurzeit auf in Anleihen von 40% Large-Caps, 35% Mid-Caps und zwischen 15 und 25% Small-Caps. Die Macaulay-Duration liegt bei ca. 4 Jahren.

e-fundresearch.com: Welche Positionierungen beziehungsweise Consensus-Trades können Sie im derzeitigen Markumfeld am wenigsten nachvollziehen?

Michael Gollits: Das ist das Shorten von US-Treasuries und die Überzeugung eine rasch steigende Inflation zu bekommen.

e-fundresearch.com: Welche Entwicklungen und Events sollten Investoren mit Blick auf Ihre Assetklasse im weiteren Jahresverlauf besonders genau im Fokus halten?

Michael Gollits: Die Zinsentwicklung ist für uns weniger im Vordergrund, da diese geringeren Einfluss auf Unternehmensanleihen hat, solange sich Unternehmensgewinne gut entwickeln. Die möglichen Handelskriege der USA mit China und Europa sind da schon wichtiger. Wobei hier zu beachten ist, das Europa auch seit Jahren Zölle nimmt.

e-fundresearch.com: Vielen Dank für das Gespräch, Herr Gollits! (11.05.2018/fc/a/f)





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