OFI Precious Metals Fund: Palladiumpreis profitiert von Angebotsengpass und Automobilindustrie


12.02.20 12:00
OFI Asset Management

Paris (www.fondscheck.de) - Der Höhenflug für Palladium hält an, so die Experten von OFI Asset Management.

Der Preis pro Unze sei auf 2.345 US-Dollar gestiegen (Stand: 05.02.2020). Damit habe sich der Preis für Palladium seit 2016 fast vervierfacht. Zum Vergleich: Platin koste mit 987 US-Dollar pro Unze (Stand ebenfalls 05.02.2020) deutlich weniger als die Hälfte. Benjamin Louvet, Fondsmanager des OFI Precious Metals Funds (ISIN FR0011170182 / WKN A1J4GP) bei OFI Asset Management, erkläre, warum die zwei Edelmetalle im Preis auseinanderdriften würden:

Ausschlaggebend für den Preis sei die Nachfrage, die bei diesen beiden Edelmetallen sehr unterschiedlich ausfalle. Da Platin hauptsächlich für Diesel-Katalysatoren genutzt werde, habe der "Dieselgate-Skandal" die Nachfrage stark beeinträchtigt. Erhöhte Emissionsstandards und der Verkauf von Dieselfahrzeugen hätten allerdings dabei geholfen, sie wieder zu stabilisieren. Im Ergebnis sei der Platin-Preis 2019 sogar um gut 15 Prozent gestiegen.

Palladium hingegen werde hauptsächlich für Benzin-Katalysatoren verwendet und habe im Gegensatz zu Platin vom "Dieselgate-Skandal" sowie von der steigenden Nachfrage aus Schwellenländern in den letzten Jahren profitiert. 2019 sei das achte Jahr in Folge gewesen, in dem die Nachfrage das Angebot überstiegen habe. Da es immer schwieriger werde, Angebot und Nachfrage auszugleichen, sei - ganz überraschend - das Angebot von Palladium-ETFs stark zurückgegangen. Der Grund: Viele Anleger würden ein ETF bevorzugen, das mit physischem Palladium hinterlegt sei. Da es jedoch schwierig sei, physisches Palladium auf dem Markt zu finden, habe folglich die Zahl der ETF-Anteile im Umlauf reduziert werden müssen.

Heute seien die Bestände von Palladium recht niedrig, doch die Herstellung lasse sich kaum steigern, da die Bergbaufirmen in den letzten Jahren keine größeren Vorkommen von Palladium entdeckt hätten. Diese Situation werde sich in absehbarer Zeit auch nicht ändern, der Markt werde also weiter angespannt bleiben. Da andererseits die Emissionsstandards immer strenger würden - insbesondere in China mit der neuen China-6-Regel, die seit 1. Januar 2020 gelte - steige die Nachfrage nach dem Edelmetall stark weiter. Hinzu komme, dass selbst Elektrofahrzeuge immer noch über einen Katalysator verfügen würden. Die Folge: Der Preis für Palladium werde 2020 sehr wahrscheinlich weiter steigen.

Der Fonds: Der von Benjamin Louvet verwaltete UCITS-Fonds OFI Precious Metals investiere konstant zu 35 Prozent in Gold und jeweils zu 20 Prozent in Silber, Platin und Palladium. Die restlichen fünf Prozent des Portfolios würden in Eurodollar (3-Monats-LIBOR) stecken. Dieser Ansatz ermögliche Anlegern einen breiten Zugang zu den wichtigsten Edelmetallen über Swaps, denn Louvet investiere nicht in die Rohstoffe selbst. Der 2012 aufgelegte Fonds sei in Euro währungsgesichert und börsentäglich liquide.

Das Unternehmen: Die französische Gesellschaft OFI Asset Management verwalte derzeit 73 Milliarden Euro für institutionelle und private Anleger und sei seit 20 Jahren im Bereich SRI (Socially Responsible Investments) aktiv. Drei Viertel des verwalteten Vermögens würden SRI-Analysen und -Berichten unterzogen. Damit zähle OFI zu den größten unabhängigen Asset Managern für sozial verantwortliche Investments in Frankreich, das als erstes Land weltweit die Rahmenbedingungen für ein so genanntes ESG-Reporting, das soziale, ökologische Kriterien sowie eine gute Unternehmensführung umfasse, für institutionelle Investoren und Asset Manager gesetzlich festgeschrieben habe. OFI sei 1971 gegründet worden und sei seit 2017 auch in Deutschland und Österreich präsent. (12.02.2020/fc/a/f)





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