Nordlux Strategie-Fons: Zurück zur Normalität - Comeback der Volatilität an internationalen Börsen - Fondsanalyse


08.06.18 12:00
Nordlux Vermögensmanagement

Luxembourg (www.fondscheck.de) - Im Rückblick auf das Kalenderjahr 2017 lässt sich ohne Zweifel konstatieren, dass sich die traditionellen internationalen Aktienmärkte in einem historisch niedrigen Volatilitätsumfeld bewegten und flächendeckend rückläufige implizite Volatilitäten in allen Laufzeitbändern zu beobachten waren, so Florian P. Konz, Portfolio Manager des Nordlux Strategie Fonds (ISIN LU0725384472 / WKN A1JRX8) von Nordlux Vermögensmanagement.

Den besten Aufschluss darüber gebe der CBOE Volatility Index (VIX), der die erwartete Schwankungsbreite des S&P 500 der nächsten 30 Tage ausdrücke und am 13. April sein 25-jähriges Jubiläum markiert habe. Den Blick auf den US-Markt und die Häufigkeitsverteilung des VIX gerichtet gehe das Kalenderjahr 2017 als ein historisches Low-Vola-Jahr in die jüngere Geschichte ein. So habe der Medianwert des VIX 2017 bei nur 10,85 im Vergleich zum längerfristigen Median von 13,74 seit 2013 gelegen.

Im Februar 2018 habe diese Low-Vola-Phase mit dem VIX-Sell-Off an der Chicago Board Options Exchange abrupt geendet: Die Zinsstrukturkurvenverschiebung in den USA und geopolitische Unruhen wie auch die von den USA initiierten Handelsstreitigkeiten (Strafzölle) hätten zu einer Umkehr an der Volatilitätsfront geführt. Vergleiche man die Verteilung des VIX im Jahr 2018 mit den vergangenen Jahren sowie insbesondere mit dem Jahr 2017, so hebe sich das aktuelle Kalenderjahr mit signifikant erhöhten impliziten Volatilitäten stark ab. Diese würden aus den am Markt gehandelten Optionsprämien über Optionsbewertungsmodelle (z.B. Black&Scholes-Modell) ermittelt und seien nicht direkt beobachtbar. Die Optionen bzw. Optionsprämien hätten sich verteuert und die erhöhten Unsicherheiten für die künftige Entwicklung des US-Aktienmarktes eingepreist. Dies eröffne wieder attraktive Prämien für Stillhalterstrategien, z.B. auf den S&P 500.

Mit dem Ziel, auch in Seitwärtsphasen des Marktes eine positive Rendite zu erwirtschaften, richte sich der Nordlux Strategie an risikobewusste Anleger, die ihr Vermögen langfristig mehren möchten. Die wesentliche Ertragsquelle des Fonds stelle die Prämienstrategie dar, bei der Zeitwerte durch Stillhaltergeschäfte auf Aktien- und Aktienindices vereinnahmt würden.

Im ersten Quartal 2018 sei das erhöhte Optionsprämienumfeld an den internationalen Aktienmärkten wiederholt zum Auf- und Ausbau des Fondsprämienvolumens genutzt worden. Die "Risk-Off"-Zeitpunkte - Fat-Tails der Häufigkeitsverteilung - hätten dabei Opportunitäten für das Eingehen neuer Substrategien dargestellt. So sei das zu vereinnahmende Optionsprämienvolumen des Fonds am Ende des Monats März insgesamt auf 7,05% gestiegen, diversifiziert über Laufzeiten von ein bis maximal zwölf Monate. Die Verflachung der Volatilitätskurve (Mean-Reversion) in den letzten Wochen habe sich positiv auf die Bewertungen der einzelnen Substrategien des Fonds ausgewirkt, sodass bereits erste Prämien vorzeitig hätten realisiert werden können und der Schwerpunkt kurzfristig stärker auf asymmetrischen (risikobegrenzenden) Strategien liege.

Das Sicherheitenportfolio des Fonds werde in ausschließlich EUR denominierten Staats- und Unternehmensanleihen mit kurzen Laufzeiten investiert. Gemäß der defensiven Ausrichtung des Fonds würden ausschließlich börsengelistete Aktien- und Aktienindex-Optionen gehandelt. Dabei würden die Marktrisiken durch ein systematisches Sicherheitsnetz zur Ertragsstabilisierung begrenzt.

Seit der Strategieadjustierung am 11.02.2016 habe der Strategiefonds für seine Anleger eine Netto-Wertentwicklung von 21,30% realisiert. Das entspreche einer annualisierten Rendite von 8,93%. (Ausgabe 1/2018) (08.06.2018/fc/a/f)





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