Nestor Australien-Fonds: Top Performer dank geschicktem Stockpicking


10.11.20 13:00
NESTOR FONDS

Luxemburg (www.fondscheck.de) - Der Nestor Australien wurde 2002 aufgelegt, so die Experten von NESTOR FONDS.

Er werde seitdem von Wilhelm Schröder beraten, bzw. seit einigen Jahren auch formell gemanagt.

Im Fokus: Vornehmlich Small-und Midcaps, wobei ein besonderes Augenmerk auf Aktien des Rohstoffbereichs gelegt werde. In aller Regel seien ca. 50 Prozent des Fonds in diesem Bereich angelegt. Etwa 20 Prozent des Fonds seien im S&P ASX 200 investiert - so werde die Liquidität des Fonds gesichert. Zurzeit halte der Fonds eine relativ hohe Cash-Quote von 11 Prozent.

Der Nestor Australien habe über fünf Jahre 86 Prozent der von Bloomberg verfolgten Australien-Fonds outperformt und sei im laufenden Jahr besser als 95 Prozent dieser Fonds gewesen. Damit führe der Nestor Australien die Performance-Liste aller in Deutschland vertriebenen Australienfonds über diese Zeiträume an (Quelle: Bloomberg, Stand 27.10.2020)

Der Nestor Australien sei ein ausgeprägter, sogenannter Stockpicker-Fonds. Die Index-Gewichtung einer Aktie spiele für die Experten überhaupt keine Rolle - außer zur Sicherung der Liquidität! Hier zeige sich die langjährige Australien-Erfahrung des Fondsmanagers, Wilhelm Schröder, der seit 1985 ausschließlich im australischen Markt aktiv sei. Sein Netzwerk in Down Under, regelmäßige Besuche in Australien - außer in diesem Jahr - und seine Kenntnisse vor allem im Rohstoffbereich seien hier ausschlaggebend.

Schon seit vielen Jahren halte der Fonds eine ausgeprägte Gewichtung in Goldminen und Goldminen-Entwicklern. Dahinter stehe die Überzeugung, dass Gold die einzige Währung sei, die von der massiven Aktivität weltweiter Zentralbanken, sowie immer weiter steigenden Budgetdefiziten unberührt sei. Dieses Segment habe sich in den letzten ein bis zwei Jahren überdurchschnittlich entwickelt.

Seit vielen Jahren unterstütze der Fonds gute Management-Teams, die sich immer wieder ausgezeichnet hätten. Hier seien vor allem Unternehmen wie West African Resources, Strike Energy, Chalice, Starpharma oder Liontown genannt. Alle diese Unternehmen hätten ihre Durststrecken gehabt - aber letztendlich habe hier immer die überragende Qualität des Managements zum Anlageerfolg geführt. In einigen Fällen seien hier die Unternehmen - in unterschiedlichen Gewichtungen - seit vielen Jahren im Portfolio gehalten worden - mit weit überdurchschnittlicher Performance.

Neben der Qualität des Managements werde im Stockpicking ein ausgeprägter Value-Ansatz verfolgt - wenn auch nicht Value im klassischen Sinne - d.h. hohe Dividenden, niedrige KGV's etc. Der Fondsmanager versuche vielmehr, eine gewinnbringende Risk-Return-Gleichung zu verfolgen. Besonders im Rohstoffbereich habe diese oft nicht mit gegenwärtigen Gewinnen, sondern zukünftigen Erträgen zu tun.

Ein Unternehmen wie West African Resources, welches seit 2008 gehalten werde, habe ein ursprünglich marginales Gold-Vorkommen zu heute einer der profitabelsten Goldminen weltweit entwickelt. Das erfordere Weitsicht, die Bereitschaft auf limitierte Risiken, gutes Personalmanagement und vor allem gutes Projektmanagement. Das Unternehmen habe eine Goldmine in Burkina Faso in Produktion gebracht - 20 Millionen US-Dollar günstiger und drei Monate schneller als erwartet. Ein Unternehmen, das diese Entwicklung noch vor sich haben sollte, sei Sheffield Resources, die ein sehr großes Vorkommen von mineralischen Sanden in West-Australien entwickeln würden.

Daneben habe der Fonds seit Jahren immer Positionen im Gesundheits- und Biotechbereich gehalten, die ebenfalls zu dem guten Ergebnis beigetragen hätten. Zurzeit würden hier Unternehmen wie Starpharma und Telix Pharmetheuticals gehalten. Zu Beginn des Jahres habe der Fondsmanager nach fast fünf Jahren sein bisher bestes Investment aus diesem Sektor verkauft: Opthea Ltd.

In diesem Jahr habe besonders ein Unternehmen namens Marley Spoon, das eher als Tech-Unternehmen anzusehen sei, zur guten Entwicklung des Fonds beigetragen - ähnlich wie eine andere Tech-Aktie, Orbital Corp. Diese Firma baue die Einspritzmotoren für Drohnen und habe mit Boeing seinen größten Kunden. Auch hier sei der Fonds seit vielen Jahren investiert. Im letzten Jahr habe der Fonds eine größere Position in Scidev aufgebaut, einem Umwelt/Wasser-Technologie Unternehmen.

Nicht immer erfolgreich sei die Strategie des Fonds gewesen, Bankentitel - die im Index sehr stark gewichtet seien - nur gering oder gar nicht zu gewichten.

Der Fonds verfolge die intern festgelegte Begrenzung auf nicht mehr als 50 Prozent Rohstoff-Aktien, die wenn möglich nicht gebrochen werden solle. Das gleiche gelte für Einzeltitel - das Ziel sei, keine Einzelaktie mit mehr als fünf Prozent zu gewichten. Neben dem oben Erwähnten. Investment in Index-Titel werde dadurch das Risiko und die Volatilität des Fonds begrenzt. Es würden keine Index-Futures und keine Währungsabsicherung genutzt.

Das vergleichsweise kleine Fondsvolumen des Nestor Australien sei manchmal durchaus ein Vorteil - aber gelegentlich auch ein Nachteil. Als ideale Größe des Fonds würden die Experten rund 50 Millionen Euro ansehen, von der der Fonds leider - trotz der guten Performance - weit entfernt sei.

Geschickte Aktienauswahl, das Netzwerk des Fondsmanagers und das Investieren in außergewöhnliche Management-Teams, die dann oft über viele Jahre unterstützt würden, seien zusammengefasst die Erfolgsfaktoren des Nestor Australien. Das alles unter Berücksichtigung des "richtigen" Sektors und vernünftiger, Sektor-spezifischer Bewertungskriterien. Mit diesem Konzept sei es in den letzten fünf Jahren gelungen, den weit überwiegenden Teil der von Australien aus agierenden Fonds zu übertreffen. Manchmal sei es offenbar ganz gut, nicht zu nah am Tagesgeschehen zu sein! (10.11.2020/fc/a/f)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
252,15 € 253,22 € -1,07 € -0,42% 02.12./16:19
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0147784119 570769 254,98 € 104,44 €