Multi-Axxion-Concept Fonds: Börse - Vorsicht nach dem Zwischenhoch - Fondsanalyse


15.05.18 14:00
Rosenberger Langer & Cie.

Bad Soden (www.fondscheck.de) - Die Aktienmärkte zeigen keinerlei Erschöpfungstendenzen, auch wenn der Nahe Osten bebt, Handelskriege nicht aus der Welt sind und in den USA die kurzfristigen Renditen in diesem Jahr weiter steigen können, so die Experten von Rosenberger, Langer & Cie.

Die Zinsdifferenz zu den europäischen Anleihemärkten drücke auf den Euro, der gegenüber dem US-Dollar an Dynamik verliere. Die Fondsmanager des Multi-Axxion-Concept Fonds (ISIN LU1011986939 / WKN A1XBKZ), Peter Meister und Michael Scholtis von der Rosenberger, Langer & Cie. würden bei einigen Marktteilnehmern trotz guter Unternehmensdaten Fluchtinstinkte aufkeimen sehen.

"Grundlegender Unterschied zu den vergangenen Quartalen ist das Revival der Zinsmärkte im Gleichlauf mit einem steigenden Ölpreis", erläutere Meister. "Diese Entwicklung deutet auf eine weltweit nachhaltige Verbesserung der Konjunktur hin. Damit einhergehend haben sich auch höhere Inflationsraten etabliert. Sie stützen damit die Erwartungen auf weitere Zinserhöhungen durch die US-Notenbank." Dies könne bedeuten, dass nachhaltiges Wirtschaftswachstums die Börsen auf immer neue Hochs treiben könnte. Die Wachstumsprognosen hätten für 2018 jedoch nur ein zwischenzeitliches Hoch in den Industrieländern gezeigt.

"Wirtschaftsforscher verschiedener Organisationen sehen das Wachstum in Europa im nächsten Jahr teilweise schon unter 2 Prozent zurückgehen. Auch in den USA mischen sich Sorgen vor steigenden Produzentenpreisen in das sonst optimistische Bild der Gewinnerwartungen", kommentiere Michael Scholtis das Marktumfeld. "Das alles trifft besonders in den USA auf rekordhohe Bewertungsniveaus." Die im ersten Quartal noch gute Entwicklung der Unternehmensgewinne habe die Bewertungen zuletzt nicht mehr tragen können. Insofern sei die Erholung von der Korrektur im Februar inzwischen mit Vorsicht zu genießen.

"Auch wir planen im Laufe des Jahres zunehmend Engagements in Anleihen amerikanischer Unternehmen", erkläre Peter Meister. "Weil wir aufgrund der Zinsdifferenz mit einem Wiedererstarken des Dollars rechnen und die Renditen für Neuanlagen inzwischen wieder attraktiv sind." Aktuell habe das Fondsmanagement im Multi-Axxion-Concept eine Liquiditätsquote von fast zehn Prozent aufgebaut, die sich in den Sommermonaten durch fällige Anleihen noch erhöhen könne. "Im Moment erleben wir, wie sich einige der etablierten Trends abschwächen oder auslaufen." So Meister weiter. "In den nächsten Wochen nehmen wir aus unseren Positionen in Dividenden-Aktien noch hohe Ausschüttungen mit, aber übergeordnet stufen wir den Markt als spätzyklisch ein, d.h. wir sehen zunehmend Nachfrage nach defensiven Anlagen."

Das Konzept des Fonds benötige in dieser Phase keinen Strategiewechsel, denn es bestehe aus einem ausgewogenen vier-teiligen Ansatz, der neben Aktien und Anleihen auch Fonds berücksichtige. Damit strebe man stabile und ausschüttungsfähige Erträge an, die möglichst unabhängig von Markttrends erwirtschaftet werden könnten. Diese Kombination habe sich auch in volatilen Marktphasen bewährt. Für die große Richtung an den Märkten nutze der Fonds eine Besonderheit: Die technisch basierte Investmentampel, die im Risikoteil für einen disziplinierten Ein- bzw. Ausstieg in Aktienpositionen sorge. "Mit fundamentalen Prognosen der Ökonomen lassen sich große Wendepunkte selten in gute taktische Anlageentscheidungen umsetzen. Daher lösen wir dieses Problem opportunistisch, indem wir mit der Kursbewegung gehen. Das gilt auch für den Teil des Fonds, der andere Manager selektiert", werfe Michael Scholtis ein.

Bei der Fondsauswahl setze das Management deshalb gezielt auf aktive Aktienmanager, die auch in volatilen Phasen ihre Liquiditätsquote an die Marktverhältnisse anpassen würden. ETFs würden nicht zum Einsatz kommen. Für Peter Meister würden Aktien weiterhin erste Wahl bleiben. "Wir sehen keine Anzeichen für eine nachhaltige Wirtschaftsabschwächung, eher eine Verschiebung innerhalb der Sektoren. Daher bietet sich ein Aufstocken im Teil der Investmentampel an, weil wir mit unserem System diejenigen Aktien identifizieren können, deren Trend intakt ist." (15.05.2018/fc/a/f)





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