Metzler Multi Asset Income Sustainability A-Fonds: 09/2021-Bericht, Netto-Aktienquote beibehalten - Fondsanalyse


05.11.21 11:30
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Metzler Multi Asset Income Sustainability A Fonds (ISIN DE000A1J16W9 / WKN A1J16W) strebt als Anlageziel die Erwirtschaftung einer marktgerechten Rendite mit entsprechender laufender Wiederanlage der Erträge an, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, würden maximal 70% des Wertes des Fonds in Aktien, aktienähnliche Papiere, Zertifikate auf Aktien und Aktienindices sowie Investmentanteile einschließlich ETFs, die überwiegend in Aktien investieren würden (Aktienfonds), angelegt. Mindestens 25% des Fonds würden in Kapitalbeteiligungen im Sinne des § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz (InvStG) angelegt. Daneben könnten verzinsliche Wertpapiere, Geldmarktinstrumente, Indexzertifikate, sonstige verbriefte Schuldtitel, Investmentanteile einschließlich ETFs sowie in Wertpapieren verbriefte Finanzinstrumente erworben werden.

Es sei vorgesehen, in ein breit diversifiziertes Portfolio anzulegen. Die Diversifikation umfasse beispielweise Aktien globaler Aussteller, Staatsanleihen, Credit (Unternehmensanleihen inklusive High Yield, Emerging Markets Anleihen, Covered Bonds) und alternative Anlageklassen. Unter alternativen Anlageklassen verstehe man neben der Investition in Edelmetall ETCs auch Strategien, die sich langfristig unabhängig von der allgemeinen Marktrichtung der traditionellen Anlageklassen Aktien und Anleihen entwickeln könnten.

Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien. Dieser Filter umfasse folgende kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder:

- Sehr schwere Verstöße gegen internationale Normen, z.B. Prinzipien des UN Global Compact,
- Hoher Umsatzanteil durch Stromgewinnung aus thermaler Kohle oder Kohleabbau,
- Hoher Umsatzanteil durch Förderung von Erdöl und Erdgas mittels nicht-konventioneller Methoden (z.B. Fracking),
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion oder Handel von Tabakprodukten,
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion und Handel von Rüstungsgüter
- Unternehmen, die geächtete Waffen produzieren und/oder vertreiben würden.

Die Coronapandemie sei im September an den Kapitalmärkten nicht mehr das dominierende Thema gewesen. Vielmehr hätten sich die Finanzmarktakteure gefragt, inwieweit die Zentralbanken auf die anhaltend hohen Inflationsdaten reagieren würden. So hätten EZB und FED in Aussicht gestellt, ihre Liquiditätszufuhr zu drosseln, wenngleich unter den Notenbanken Einigkeit herrsche, dass vorteilhafte Finanzierungsbedingungen für die Wirtschaft aufrechterhalten werden sollten, um den Aufschwung nach Ausbruch der Pandemie nicht zu gefährden. Keine großen Auswirkungen auf die Finanzmärkte habe das Ergebnis der Bundestagswahl gehabt, bei der die SPD die meisten Stimmen erzielt habe.

Der Rückenwind für die Aktienmärkte sei im September aber schwächer geworden. Neben Sorgen um die Stabilität von Chinas Wirtschaft im Zusammenhang mit noch ungelösten Zahlungsproblemen des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande hätten steigende Kapitalmarktrenditen die Aktienmärkte belastet. Die Experten von Metzler Asset Management würden jedoch nicht davon ausgehen, dass der Zinsanstieg den Post-Covid-Aufschwung in den USA und Europa abwürgen und damit den Aktienmarkt deutlich in die Knie zwingen werde. Europa hole wirtschaftlich auf und die Konjunktur dürfte von einem mehrjährigen staatlichen Investitions- und Reformprogramm profitieren. Aus Sicht der Experten von Metzler Asset Management gebe es hier noch viel Nachfragepotenzial, das sich etwa wegen der derzeit gestörten internationalen Lieferketten nicht voll entfalten könne. Solange sich die Unternehmensgewinne positiv dynamisch entwickeln würden, könnten die Aktienmärkte einen moderaten Zinsanstieg verkraften. Die Netto-Aktienquote sei vor diesem Hintergrund im September beibehalten worden und habe gegen Ende des Monats nahe der strategischen Aktienquote gelegen.

Die Kurse an den Rentenmärkten seien im Berichtsmonat im Zuge weiter steigender Inflationserwartungen sowie geldpolitischer Diskussionen und des US-Haushaltsstreits gesunken. Zwar befürworte die FED einen Zinsanstieg, aber es dürfte in ihrem Interesse sein, das Ausmaß zu begrenzen, um die bisher erreichten Erfolge - insbesondere mit Blick auf die Beschäftigung - nicht gleich wieder zu gefährden. Auch sei damit zu rechnen, dass die EZB im Rahmen ihres Ausstiegs aus den Wertpapierkaufprogrammen eher behutsam vorgehen werde. Allerdings kämen mit Blick auf die steigenden Energie- und Nahrungsmittelpreise zunehmend Zweifel auf, inwieweit es sich beim Anstieg der Inflationsraten doch nur um ein temporäres Phänomen handle. Die Experten von Metzler Asset Management hätten daher das Zinsrisiko im Portfolio im September leicht reduziert. (Stand vom 30.09.2021) (05.11.2021/fc/a/f)





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