Metzler Multi Asset Defensive Sustainability A-Fonds: 08/2021-Bericht, im Rentensegment leicht defensiv - Fondsanalyse


15.09.21 09:30
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Metzler Multi Asset Defensive Sustainability A Fonds (ISIN DE000A1J16U3 / WKN A1J16U) strebt als Anlageziel die Erwirtschaftung einer marktgerechten Rendite mit entsprechender laufender Wiederanlage der Erträge an, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, würden maximal 50% des Wertes des Fonds in Aktien, aktienähnliche Papiere, Zertifikate auf Aktien und Aktienindices sowie Investmentanteile einschließlich ETFs, die überwiegend in Aktien investieren würden (Aktienfonds), angelegt. Mindestens 25% des Fonds würden in Kapitalbeteiligungen im Sinne des § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz (InvStG) angelegt. Daneben könnten verzinsliche Wertpapiere, Geldmarktinstrumente, Indexzertifikate, sonstige verbriefte Schuldtitel, Investmentanteile einschließlich ETFs, sowie in Wertpapieren verbriefte Finanzinstrumente erworben werden.

Es sei vorgesehen, in ein breit diversifiziertes Portfolio anzulegen. Die Diversifikation umfasse beispielweise Aktien globaler Aussteller, Staatsanleihen, Credit (Unternehmensanleihen inklusive High Yield, Emerging Markets Anleihen, Covered Bonds) und alternative Anlageklassen. Unter alternativen Anlageklassen verstehe man neben der Investition in Edelmetall ETCs auch Strategien, die sich langfristig unabhängig von der allgemeinen Marktrichtung der traditionellen Anlageklassen Aktien und Anleihen entwickeln könnten.

Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien. Dieser Filter umfasse folgende kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder:

- Sehr schwere Verstöße gegen internationale Normen, z.B. Prinzipien des UN Global Compact,
- Hoher Umsatzanteil durch Stromgewinnung aus thermaler Kohle oder Kohleabbau,
- Hoher Umsatzanteil durch Förderung von Erdöl und Erdgas mittels nicht-konventioneller Methoden (z.B. Fracking),
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion oder Handel von Tabakprodukten,
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion und Handel von Rüstungsgüter
- Unternehmen, die geächtete Waffen produzieren und/oder vertreiben würden.

Im August habe sich ein regional sehr unterschiedliches Bild der Coronalage gezeigt. Während die Zahl der täglichen Neuansteckungen in einigen Ländern stabil gewesen sei, sei sie in anderen Ländern deutlich gestiegen. In Israel, wo bereits sehr früh mit den Impfungen begonnen worden sei, zeige sich nun, dass deren Wirksamkeit schneller nachlassen könnte als erhofft. So habe sich dort zuletzt neben der Zahl der Neuinfektionen auch die Zahl der durch das Coronavirus verursachten Todesfälle deutlich erhöht. Um dem entgegenzuwirken, sei bereits mit Auffrischungsimpfungen begonnen worden.

Die Unwägbarkeiten hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Coronapandemie dürften neben anderen Faktoren das Konjunkturklima im August eingetrübt haben. Darüber hinaus habe zeitweise die Diskussion über den Zeitplan zur Beendigung der ultralockeren Geldpolitik der US-Notenbank die Marktakteure ebenso wie die schwächer als erwartete Erholung der Wirtschaft in China verunsichert. Zudem würden einige Faktoren darauf hindeuten, dass die Konjunkturentwicklung durch Angebotsengpässe gehemmt werde und deshalb die Inflation steige.

In einem Kapitalmarktumfeld mit rückläufigen Wachstumserwartungen und steigenden Inflationsraten sehen wir auch mit Blick auf die weltweit wieder zunehmenden Corona-Infektionszahlen kurzfristig kaum Potenzial für steigende Aktienkurse, wenngleich es angesichts der niedrigen Realzinsen längerfristig keine Alternativen zu Aktien gibt, so die Experten von Metzler Asset Management. Bislang hätten Anleger schwache Tage an den Aktienmärkten immer wieder für Zukäufe genutzt. Wenn allerdings dieses Verhaltensmuster durchbrochen werden sollte, wäre mit einer heftigen Negativreaktion an den Aktienmärkten zu rechnen. Die Netto-Aktienquote im Fonds sei vor diesem Hintergrund im August zeitweise etwas reduziert worden, habe aber gegen Ende des Monats wieder nahe ihres strategischen Niveaus gelegen.

Die aktuell hohe Inflationstoleranz der Notenbanken sowie das Überschreiten des Konjunkturhöhepunkts nach der ersten Phase der Coronapandemie, der zuvor durch starke Aufholeffekte in der Wirtschaft erreicht worden sei, unterstütze derzeit ein niedriges Renditeniveau. Mittelfristig sollte das Risikoszenario einer hohen Inflation jedoch nach Erachten der Experten von Metzler Asset Management nicht unterschätzt werden. Die Rentenmärkte würden daher aus Sicht der Experten anfällig für eine Neubewertung des Inflationsausblicks und damit verbunden für einen Renditeschock bleiben, wenngleich die Experten momentan aufgrund der nachlassenden Wirtschaftsdynamik geringere Risiken sähen. Deshalb sei der Fonds in seinem Rentensegment derzeit nur leicht defensiv positioniert. (Stand vom 31.08.2021) (15.09.2021/fc/a/f)






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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A1J16U3 A1J16U 119,54 € 110,72 €