Metzler International Growth/Class A-Fonds: Q1/2020-Bericht, Wertrückgang von 13,9% - Fondsanalyse


06.05.20 09:00
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Ziel des Metzler International Growth/Class A-Fonds ist es, eine langfristige Wertsteigerung zu erzielen, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, investiere der Fonds diversifiziert überwiegend in internationale Aktien und aktienähnliche Wertpapiere. Schwerpunkt seien internationale Unternehmen mit voraussichtlich langfristigen und überdurchschnittlichem Wachstumsaussichten.

Die Quartalsbilanz an den Aktienbörsen weltweit sei so schlecht ausgefallen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Nachdem sich immer klarer abgezeichnet habe, dass sich die neuartige Lungenkrankheit Covid-19 zu einer Pandemie auswachsen würde, sei es zu einem regelrechten Ausverkauf von Aktien gekommen. Die Kursverluste seien dabei noch höher ausgefallen als zur Finanzmarktkrise 2008/09. Gleichzeitig seien Befürchtungen aufgekommen, das US-Gesundheitssystem könnte wegen der Coronakrise kollabieren - und die US-Wirtschaft trotz beispielloser Hilfen der Zentralregierung in Washington unerwartet lange brauchen, um den Coronaschock zu verdauen. In diesem Umfeld habe der Fonds einen Wertverlust von ca. 13,9% erlitten.

Die Sektoren Reise und Freizeit (früher Komplettverkauf der Booking Holdings, stabiles Quartalsergebnis von Domino's Pizza aus den USA), Versorger (relativ stabil: Orsted, Weltmarktführer in Offshore-Windenergie aus Dänemark) sowie Öl und Gas (nur mit unterdurchschnittlichen Verlusten: Der finnische Biokraftstoffhersteller Neste) hätten im Berichtszeitraum die Wertentwicklung des Fonds am wenigsten belastet. Dagegen sei iel die Performancebilanz in den Sektoren Industriegüter, Technologie und Gesundheitswesen im Fonds deutlich negativ ausgefallen.

Zu den größten Verlierern im Technologiesektor habe die Aktie von Infineon gehört: Der deutsche Halbleiterhersteller habe nach einer sehr teuren Großakquisition das Vertrauen einiger Investoren verloren; zudem leide er unter seinem zyklisch ungünstigen hohen Exposure in der Automobilindustrie. Daher hätten die Experten von Metzler Asset Management ihre Beteiligung komplett veräußert und im Gegenzug Aktien des führenden CPU-Chipherstellers AMD erworben: Kostenvorteile und Technologievorsprung würden deutliche Marktanteilsgewinne gegenüber Hauptkonkurrent Intel erwarten lassen. Neuzugänge im Fonds seien auch Zahlungsverkehrsdienstleister Worldline und Outsourcingspezialist Teleperformance gewesen, beide aus Frankreich. Dagegen hätten die Experten die Position in der Royal Bank of Canada verkauft: Der Geschäftsausblick für den Sektor sei durch Niedrigzinsen getrübt.

Im Berichtsquartal (Q1) hätten die Beteiligungen der die Experten von Metzler Asset Management an den US-Unternehmen Domino's Pizza und Amazon.com (Onlinehandel) sowie ihre Position im dänischen Insulinspezialisten Novo Nordisk zum Wertzuwachs beigetragen. Dagegen hätten die Beteiligungen an der US-Baumarktkette Home Depot, an der US-Holding Alphabet und am europäischen Flugzeugbauer Airbus die Performance belastet. (Stand vom 31.03.2020) (06.05.2020/fc/a/f)






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