Metzler European Growth Sustainability-Fonds: 08/2021-Bericht, Allianz verkauft, Richemont aufgebaut - Fondsanalyse


08.09.21 12:02
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Das Ziel des Metzler European Growth Sustainability/Class A (ISIN IE0002921868 / WKN 987736) ist es, eine langfristige Wertsteigerung zu erzielen, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, investiere der Fonds diversifiziert überwiegend in europäische Aktien und aktienähnliche Wertpapiere. Bei der Auswahl der Einzeltitel für das Portfolio werde der Schwerpunkt auf Unternehmen liegen, für die langfristig überdurchschnittliche Wachstumsaussichten erwartet würden.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien.

Dieser Filter umfasse folgende kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder:

- Sehr schwere Verstöße gegen internationale Normen, z.B. Prinzipien des UN Global Compact,
- Hoher Umsatzanteil durch Stromgewinnung aus thermaler Kohle oder Kohleabbau,
- Hoher Umsatzanteil durch Förderung von Erdöl und Erdgas mittels nicht-konventioneller Methoden (z.B. Fracking),
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion oder Handel von Tabakprodukten,
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion und Handel von Rüstungsgüter,
- Unternehmen, die geächtete Waffen produzieren und/oder vertreiben würden.

Die europäischen Aktienmärkte hätten im August zwar eine positive Performance gezeigt, seien aber ihren Pendants aus den USA und Japan hinterhergehinkt. Europäische Wachstumsaktien hätten sich abermals stärker als der gesamteuropäische Markt entwickelt.

Im Fonds hätten die Experten von Metzler Asset Management folgende Anpassungen vorgenommen: Nach einer Phase starker Performance hätten die Experten ihre Position im führenden deutschen Lebensversicherer Allianz verkauft. Das Unternehmen sehe sich mit einer Untersuchung der US-Börsenaufsicht SEC wegen möglichen Fehlverhaltens bei Fondsprodukten konfrontiert, was sich negativ auf den Aktienkurs auswirken dürfte. Dagegen hätten die Experten eine neue Position im Schweizer Luxusgüterhersteller Richemont aufgebaut. Der Wachstumstrend im Luxussegment sei weiter ungebrochen und insbesondere die Bereiche Uhren und Schmuck hätten weiteres Potenzial.

Der Fonds habe von seiner Position im Technologiesektor profitiert, konkret vom Übergewicht im niederländischen Zahlungsdienstanbieter Adyen, einem der weltweit führenden Anbieter in diesem Segment. Im Gesundheitssektor habe die Übergewichtung in der dänischen Novo Nordisk die Wertentwicklung des Fonds positiv beeinflusst. Diabetes und Fettleibigkeit seien weltweit ein wachsendes Problem, was auch die Nachfrage nach Novo Nordisks Insulinpräparaten erhöhe. Im Konsumbereich habe der Fonds von seiner Beteiligung am französischen Kosmetikkonzern L'Oréal profitiert, der erneut starke Zahlen vorgelegt habe.

Dagegen habe die schwache Wertentwicklung von MTU Aero Engines die relative Performance des Fonds belastet. Der deutsche Turbinenhersteller leide weiterhin unter der langsamen Erholung des Flugverkehrs. Und die Aktie der italienischen Modefirma Moncler, im Fonds einer der besten Performer der Vormonate, habe nach starken Quartalszahlen korrigiert, die die bereits sehr hohen Erwartungen der Anleger nicht nochmals hätten übertreffen können. (Stand vom 31.08.2021) (08.09.2021/fc/a/f)






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