Metzler European Equities Sustainability A-Fonds: Q3/2021-Bericht, Wertzuwachs von 2,05% - Fondsanalyse


12.10.21 09:30
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Metzler European Equities Sustainability A-Fonds (ISIN DE0009752220 / WKN 975222) strebt als Anlageziel die Erwirtschaftung einer marktgerechten Rendite mit entsprechender Ausschüttung an, so die Experten von Metzler Asset Management.

Bei den für den Fonds erwerbbaren Wertpapieren handle es sich überwiegend (zu mindestens 51%) um Aktien europäischer Emittenten. Daneben sei auch der Erwerb von verzinslichen Wertpapieren, Wandel- und Optionsanleihen, Indexzertifikaten und in Wertpapieren verbrieften Finanzinstrumenten europäischer Emittenten möglich. Mehr als 50% des Fonds würden in Kapitalbeteiligungen im Sinne des § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz (InvStG) angelegt.

Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien. Dieser Filter umfasse folgende kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder:

- Sehr schwere Verstöße gegen internationale Normen, z.B. Prinzipien des UN Global Compact,
- Hoher Umsatzanteil durch Stromgewinnung aus thermaler Kohle oder Kohleabbau,
- Hoher Umsatzanteil durch Förderung von Erdöl und Erdgas mittels nicht-konventioneller Methoden (z.B. Fracking),
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion oder Handel von Tabakprodukten,
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion und Handel von Rüstungsgüter,
- Unternehmen, die geächtete Waffen produzieren und/oder vertreiben würden.

Die Kurse an den europäischen Aktienmärkten hätten sich positiv im dritten Quartal entwickelt. Die Unternehmen hätten von höheren Gewinnerwartungen nach überwiegend soliden Zahlen für das zweite Quartal 2021 sowie optimistischen Ausblicken auf das verbleibende und kommende Geschäftsjahr profitiert. Gegen Ende des Quartals habe die Euphorie unter zunehmender Volatilität abgekühlt. Für Unsicherheit hätten Engpässe in den globalen Lieferketten sowie steigende Energiepreise gesorgt, die zu höherer Inflation und damit zu einer restriktiveren Geldpolitik führen könnten. Der STOXX Europe 600 habe den Berichtszeitraum mit einem Wertzuwachs von 0,85% beendet; der Fonds habe sogar noch besser abgeschnitten als seine Benchmark und 2,05% zugelegt.

Besonders positiv habe sich das Übergewicht und die Titelauswahl des Fonds im Finanzdienstleistungssektor auf die relative Wertentwicklung ausgewirkt. Das habe ebenso für die Titelauswahl bei Gesundheits- und Bankenaktien gegolten. Die Titelauswahl bei Rohstoffaktien und im Automobilsektor sowie bei Energiewerten habe dagegen die relative Wertentwicklung beeinträchtigt.

Zu den Gewinnern auf Einzeltitelebene hätten Betreiber von Logistikimmobilien (VGP 19,4% und CTP 11,7%) gezählt, die sich einer sehr starken Nachfrage nach ihren Dienstleistungen erfreuen würden. Auch die Finanztitel ASR (23,4%) und KBC (21,4%) hätten sich sehr erfreulich entwickelt und von steigenden Zinserwartungen profitiert, die sehr zuträglich für die Gewinnentwicklung wären. Belastet worden sei die Fondsperformance durch Worldline (-16,4%), einem führenden europäischen Zahlungsabwickler, der unter weiter zurückhaltenden Kreditkartentransaktionen gelitten habe. Beim schwedischen Bergbaukonzern Boliden (-18%) hätten Anleger eine abnehmende Rohstoffnachfrage aus China wegen des drohenden Zusammenbruchs des weltweit größten Immobilienentwicklers Evergrande befürchtet.

Im dritten Quartal hätten die Experten von Metzler Asset Management das Portfolio selektiv auf Sektorebene angepasst. So hätten sie ihre Gewichtung bei Asset-Managern für illiquide Anlageklassen erhöht, indem sie das Private Equity-Unternehmen Bridgepoint aufgestockt und den Infrastrukturinvestor Antin beim Börsengang begleitet hätten. Dafür hätten sich die Experten von ihren Beteiligungen am finnischen Finanzdatenanbieter Enento und an der Schweizer Großbank UBS getrennt. Ein weiterer Neuerwerb sei die UMG gewesen, das weltweit größte Musiklabel. Dafür hätten sich die Experten von Metzler Asset Management von ihren Positionen in den Hygieneartikelherstellern Essity und Reckitt Benckiser getrennt. (Stand vom 30.09.2021) (12.10.2021/fc/a/f)






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