Metzler European Dividend Sustainability-Fonds: 08/2021-Bericht, besser als europäischer Dividendenindex - Fondsanalyse


07.09.21 13:29
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Ziel des Fonds Metzler European Dividend Sustainability/Class A ist es, eine langfristige Wertsteigerung zu erzielen, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, investiere der Fonds diversifiziert überwiegend in europäische Aktien und aktienähnliche Wertpapiere. Der Anlageschwerpunkt liege auf Unternehmen, die in der Vergangenheit Dividenden ausgeschüttet hätten oder die ein hohes Potenzial aufweisen würden, in der Zukunft Dividenden zu zahlen.

Neben dem Anlageschwerpunkt "Dividenden" sei ein zugrunde liegender und integraler Bestandteil der Auswahlstrategie des Fonds, in "nachhaltige" Anlagen, also in Anlagen, die Nachhaltigkeitskriterien des Investmentmanagers erfüllen würden, zu investieren. Um festzulegen, ob eine Anlage nachhaltig sei, führe der Investmentmanager für alle aktuellen und vorgeschlagenen Anlagen einen Screening-Prozess zur Nachhaltigkeit durch. Dieser Screening-Prozess basiere auf der Analyse von definierten Kriterien durch den Investmentmanager; hier handle es sich um Umwelt- (z.B. Abfallentsorgung), soziale (z.B. Verbraucherschutz) und Governance-Kriterien (z.B. Ressourcenmanagement), die zur Bewertung der Nachhaltigkeitsperformance eines Unternehmens beitragen würden.

Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien. Dieser Filter umfasse folgende kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder:

- Sehr schwere Verstöße gegen internationale Normen, z.B. Prinzipien des UN Global Compact,
- Hoher Umsatzanteil durch Stromgewinnung aus thermaler Kohle oder Kohleabbau,
- Hoher Umsatzanteil durch Förderung von Erdöl und Erdgas mittels nicht-konventioneller Methoden (z.B. Fracking),
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion oder Handel von Tabakprodukten,
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion und Handel von Rüstungsgüter,
- Unternehmen, die geächtete Waffen produzieren und/oder vertreiben würden.

Die Kurse an den europäischen Aktienmärkten hätten sich im August positiv entwickelt, jedoch mit merklich höherer Volatilität. Die Unternehmen hätten von weiter erhöhten Ertragsprognosen nach einer soliden Berichtssaison für das erste Halbjahr 2021 profitiert. Unter dem Strich habe der MSCI Europe im Berichtsmonat um 1,97% zugelegt. Aktien mit hohen Dividendenrenditen (gemessen am MSCI Europe High Dividend Yield) hätten sich im Berichtsmonat weniger positiv entwickelt als der Index europäischer Standardwerte MSCI Europe und 1,35% an Wert gewonnen.

Der Fonds habe zum Stichtag Ende August besser abgeschnitten als der europäische Dividendenindex. Dies lag vor allem an unseren Investitionen in Entwickler und Betreiber von Logistikzentren (VGP und CTP), so die Experten von Metzler Asset Management. Auch das Übergewicht und die Einzeltitelauswahl im Finanzdienstleistungs- und Telekommunikationssektor seien der relativen Performance zugutegekommen. Dagegen habe die relative Wertentwicklung des Fonds unter der Position im Hersteller von Hygiene- und Haushaltsartikeln, Unilever, gelitten. Das Unternehmen werde die gestiegenen Rohstoffkosten nicht eins zu eins an die Verbraucher weitergeben können und somit temporär eine niedrigere Marge akzeptieren müssen. Außerdem habe die Untergewichtung bei Versicherungsaktien der relativen Performance geschadet.

Die Experten von Metzler Asset Management hätten die Ausrichtung des Fonds im August ebenso beibehalten wie ihren Qualitätsansatz mit Fokus auf Unternehmen mit nachhaltigen und wachsenden Dividenden. Dementsprechend hätten sie aus den oben genannten Gründen ihre Beteiligung am deutschen Hersteller von Polymer-Werkstoffen, Covestro, verkauft, um die Zyklizität des Portfolios zu verringern. Dafür hätten die Experten im Chemiebereich ihre Beteiligung am niederländischen Chemikalienhändler IMCD erhöht, den sie strukturell und langfristig für sehr gut aufgestellt erachten würden. (Stand vom 31.08.2021) (07.09.2021/fc/a/f)





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