Metzler Euro Corporates Sustainability AI-Fonds: 10/2021-Bericht, Nachranganleihen übergewichtet - Fondsanalyse


16.11.21 09:30
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Metzler Euro Corporates Sustainability AI-Fonds (ISIN DE000A0RBZB5 / WKN A0RBZB) strebt als Anlageziel die Erwirtschaftung einer marktgerechten Rendite mit entsprechender Ausschüttung an, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, lege der Fonds in verzinsliche Wertpapiere einschließlich Wandel- und Optionsanleihen in- und ausländischer Emittenten an. Daneben könnten auch Aktien erworben werden, soweit diese in der Ausübung von Bezugs-, Wandel- oder Optionsrechten erworben worden seien. Weitere Anlageinstrumente seien Investmentanteile, Geldmarktinstrumente, Derivate (insbesondere Kreditderivate) und in Wertpapieren verbriefte Finanzinstrumente. Alle Anlageinstrumente könnten auf Euro oder auf Fremdwährungen lauten.

Das Fondsvermögen werde in fest und variabel verzinsliche Wertpapiere, bis zu 90% in Geldmarktinstrumente und bis zu 49% in Bankguthaben angelegt. Hierbei müssten mindestens 51% des Sondervermögens angelegt sein in Unternehmen (Corporates), z.B. in Wertpapieren oder Geldmarktinstrumenten von Industrieunternehmen und unbesicherten Bankschuldverschreibungen. Auf die Mindestanlagegrenze von 51% werde auch das Emittentenrisiko aus abgeschlossenen Geschäften in Kreditderivaten, insbesondere Credit Default Swaps, angerechnet. Pfandbriefe und andere Covered Bonds sowie Bankguthaben würden nicht auf die Corporatequote angerechnet.

Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien. Dieser Filter umfasse folgende kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder:

- Sehr schwere Verstöße gegen internationale Normen, z.B. Prinzipien des UN Global Compact,
- Hoher Umsatzanteil durch Stromgewinnung aus thermaler Kohle oder Kohleabbau,
- Hoher Umsatzanteil durch Förderung von Erdöl und Erdgas mittels nicht-konventioneller Methoden (z.B. Fracking),
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion oder Handel von Tabakprodukten,
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion und Handel von Rüstungsgüter,
- Unternehmen, die geächtete Waffen produzieren und/oder vertreiben würden.

Im Oktober zeigte sich einmal mehr, dass die Coronapandemie uns voraussichtlich länger beschäftigen wird als erhofft, so die Experten von Metzler Asset Management. Zwar habe es weitere Fortschritte beim Impfen gegeben, so seien mittlerweile etwa in Deutschland zwei Drittel der Bevölkerung vollständig geimpft und in anderen europäischen Ländern zum Teil sogar noch deutlich mehr, dennoch sei die Zahl der täglichen Neuinfektionen mancherorts deutlich gestiegen. Die Gründe hierfür dürften unter anderem an der Aufhebung von Corona-Beschränkungen liegen. Daneben bereite jedoch auch die steigende Zahl an Impfdurchbrüchen, also die Infektion vollständig geimpfter Personen, zunehmend Sorge.

Wenngleich die Notenbanken vor dem Hintergrund der Corona-Lage ihre Pläne zur Drosselung der sehr expansiven Geldpolitik behutsam umsetzten dürften, könnten sie die steigenden Inflationsraten nicht ignorieren. So habe die jährliche Teuerungsrate in den USA zuletzt bei 5,4% gelegen, während sie für die Eurozone nach ersten Schätzungen für den Monat Oktober bei 4,1% gelegen habe. Zwar gehe die Europäische Zentralbank weiterhin davon aus, dass sich die Inflation mittelfristig normalisieren dürfte, habe jedoch einräumen müssen, dass es länger dauern könnte als bislang angenommen.

Insbesondere die steigenden Energiepreise seien zuletzt verstärkt in den Fokus geraten. Aber auch Lieferkettenprobleme aufgrund mangelnder Transportkapazitäten und der Knappheit bestimmter Vorprodukte würden den Druck auf die Preise erhöhen und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum hemmen. Zudem dürfte die anhaltend hohe Lohndynamik in den USA, anders als bislang in der Eurozone, die US-Notenbank beunruhigen. Eine baldige Drosselung der Anleihekäufe durch die FED gelte daher als sehr wahrscheinlich, ebenso eine Erhöhung des Leitzzinses im kommenden Jahr.

In diesem Umfeld seien die Zinsen sowohl in den USA als auch in der Eurozone bei Anleihen mit Laufzeiten von bis zehn Jahren gestiegen, im sehr langen Laufzeitenbereich seien hingegen die Renditen gesunken. Beispielsweise seien die Renditen für fünfjährige Bundesanleihen auf Monatssicht um etwa 15 Basispunkte gestiegen, während die Rendite für 30-jährige Bundesanleihen im gleichen Zeitraum um etwa 10 Basispunkte gefallen sei.

Im Oktober sei die Übergewichtung von Papieren mit niedrigerem Rating und von Nachranganleihen im Portfolio beibehalten worden. Auf Einzeltitelebene hätten die Experten von Metzler Asset Management geringfügige Anpassungen vorgenommen. Insbesondere hätten sie an Neuemissionen von Covivio Hotels, Thermo Fischer, Heimstaden und Wesfarmers teilgenommen. (Stand vom 29.10.2021) (16.11.2021/fc/a/f)






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