Metzler Euro Corporates Sustainability AI-Fonds: 09/2021-Bericht, Einzeltitelebene geringfügig angepasst - Fondsanalyse


02.11.21 10:30
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Metzler Euro Corporates Sustainability AI-Fonds (ISIN DE000A0RBZB5 / WKN A0RBZB) strebt als Anlageziel die Erwirtschaftung einer marktgerechten Rendite mit entsprechender Ausschüttung an, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, lege der Fonds in verzinsliche Wertpapiere einschließlich Wandel- und Optionsanleihen in- und ausländischer Emittenten an. Daneben könnten auch Aktien erworben werden, soweit diese in der Ausübung von Bezugs-, Wandel- oder Optionsrechten erworben worden seien. Weitere Anlageinstrumente seien Investmentanteile, Geldmarktinstrumente, Derivate (insbesondere Kreditderivate) und in Wertpapieren verbriefte Finanzinstrumente. Alle Anlageinstrumente könnten auf Euro oder auf Fremdwährungen lauten.

Das Fondsvermögen werde in fest und variabel verzinsliche Wertpapiere, bis zu 90% in Geldmarktinstrumente und bis zu 49% in Bankguthaben angelegt. Hierbei müssten mindestens 51% des Sondervermögens angelegt sein in Unternehmen (Corporates), z.B. in Wertpapieren oder Geldmarktinstrumenten von Industrieunternehmen und unbesicherten Bankschuldverschreibungen. Auf die Mindestanlagegrenze von 51% werde auch das Emittentenrisiko aus abgeschlossenen Geschäften in Kreditderivaten, insbesondere Credit Default Swaps, angerechnet. Pfandbriefe und andere Covered Bonds sowie Bankguthaben würden nicht auf die Corporatequote angerechnet.

Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien. Dieser Filter umfasse folgende kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder:

- Sehr schwere Verstöße gegen internationale Normen, z.B. Prinzipien des UN Global Compact,
- Hoher Umsatzanteil durch Stromgewinnung aus thermaler Kohle oder Kohleabbau,
- Hoher Umsatzanteil durch Förderung von Erdöl und Erdgas mittels nicht-konventioneller Methoden (z.B. Fracking),
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion oder Handel von Tabakprodukten,
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion und Handel von Rüstungsgüter,
- Unternehmen, die geächtete Waffen produzieren und/oder vertreiben würden.

Im September hätten sich die Finanzmarktakteure gefragt, inwieweit die Zentralbanken auf die anhaltend hohen Inflationsdaten reagieren würden. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, habe in der September-Sitzung angekündigt, die Ankäufe unter dem Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) moderat zu reduzieren. Man sehe, dass sich Wirtschaft infolge einer Impfquote von über 70% bei den Erwachsenen in der Eurozone weiter erhole. Allerdings könne sich der Aufschwung wegen der inzwischen stark verbreiteten Delta-Variante verzögern. Daher sei es wichtig, weiterhin vorteilhafte Finanzierungsbedingungen für die Wirtschaft zu ermöglichen. Über das bis März befristete PEPP werde man jedoch erst im Dezember diskutieren. Bis dahin könne sich die EZB ein genaueres Bild davon verschaffen, ob die Knappheit bei bestimmten Rohstoffen und Vorprodukten länger anhalten werde als bislang gedacht. Zudem werde sie das Augenmerk auf mögliche Zweitrundeneffekte und Hinweise auf eine Lohn-Preis-Spirale legen.

Ebenso wie die EZB habe auch die US-Notenbank in ihrer Sitzung im September an der expansiven Geldpolitik festgehalten. Allerdings hätten die Notenbanker signalisiert, die monatlichen Netto-Anleihekäufe von derzeit 120 Mrd. USD schon in diesem Jahr zu drosseln und die Zinsen erstmals bereits im kommenden Jahr wieder anzuheben. Zudem würden sie erwarten, dass die Inflation etwas länger als bislang gedacht auf erhöhtem Niveau liegen könnte, würden aber wie die EZB davon ausgehen, dass sich die Inflation mittelfristig wieder normalisieren werde.

Einen Dämpfer erhalten habe die Entwicklung an den Finanzmärkten in September durch die Schieflage des größten chinesischen Immobilienunternehmens Evergrande. Es werde befürchtet, dass ein Zahlungsausfall des hoch verschuldeten Unternehmens erhebliche Auswirkungen auf die internationalen Finanzmärkte haben könnte.

Im Berichtsmonat sei es zu einem Renditeanstieg an den europäischen Rentenmärkten gekommen. Da er im längeren Laufzeitenbereich ausgeprägter gewesen sei als im kürzeren, habe dies eine steilere Zinsstrukturkurve zur Folge gehabt.

Im September hätten die Experten von Metzler Asset Management die Übergewichtung von Papieren mit niedrigerem Rating und von Nachranganleihen zwar beibehalten, aber einen Teil der Risiken über eine iTraxx-Main-Position abgesichert. Auf Einzeltitelebene hätten die Experten nur geringfügige Anpassungen vorgenommen. (Stand vom 30.09.2021) (02.11.2021/fc/a/f)






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