Metzler Euro Corporates Sustainability AI-Fonds: 08/2021-Bericht, Inflationsraten zugelegt - Fondsanalyse


13.09.21 10:30
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Metzler Euro Corporates Sustainability AI-Fonds (ISIN DE000A0RBZB5 / WKN A0RBZB) strebt als Anlageziel die Erwirtschaftung einer marktgerechten Rendite mit entsprechender Ausschüttung an, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, lege der Fonds in verzinsliche Wertpapiere einschließlich Wandel- und Optionsanleihen in- und ausländischer Emittenten an. Daneben könnten auch Aktien erworben werden, soweit diese in der Ausübung von Bezugs-, Wandel- oder Optionsrechten erworben worden seien. Weitere Anlageinstrumente seien Investmentanteile, Geldmarktinstrumente, Derivate (insbesondere Kreditderivate) und in Wertpapieren verbriefte Finanzinstrumente. Alle Anlageinstrumente könnten auf Euro oder auf Fremdwährungen lauten.

Das Fondsvermögen werde in fest und variabel verzinsliche Wertpapiere, bis zu 90% in Geldmarktinstrumente und bis zu 49% in Bankguthaben angelegt. Hierbei müssten mindestens 51% des Sondervermögens angelegt sein in Unternehmen (Corporates), z.B. in Wertpapieren oder Geldmarktinstrumenten von Industrieunternehmen und unbesicherten Bankschuldverschreibungen. Auf die Mindestanlagegrenze von 51% werde auch das Emittentenrisiko aus abgeschlossenen Geschäften in Kreditderivaten, insbesondere Credit Default Swaps, angerechnet. Pfandbriefe und andere Covered Bonds sowie Bankguthaben würden nicht auf die Corporatequote angerechnet.

Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien. Dieser Filter umfasse folgende kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder:

- Sehr schwere Verstöße gegen internationale Normen, z.B. Prinzipien des UN Global Compact,
- Hoher Umsatzanteil durch Stromgewinnung aus thermaler Kohle oder Kohleabbau,
- Hoher Umsatzanteil durch Förderung von Erdöl und Erdgas mittels nicht-konventioneller Methoden (z.B. Fracking),
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion oder Handel von Tabakprodukten,
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion und Handel von Rüstungsgüter,
- Unternehmen, die geächtete Waffen produzieren und/oder vertreiben würden.

Im August habe sich ein regional sehr unterschiedliches Bild der Coronalage gezeigt. Während die Zahl der täglichen Neuansteckungen in einigen Ländern stabil gewesen sei, sei sie in anderen Ländern deutlich gestiegen. In Israel, wo bereits sehr früh mit den Impfungen begonnen worden sei, zeige sich nun, dass deren Wirksamkeit schneller nachlassen könnte als erhofft. So habe sich dort zuletzt neben der Zahl der Neuinfektionen auch die Zahl der durch das Coronavirus verursachten Todesfälle deutlich erhöht. Um dem entgegenzuwirken, sei bereits mit Auffrischungsimpfungen begonnen worden. Die Unwägbarkeiten hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Coronapandemie dürften neben anderen Faktoren das Konjunkturklima im August eingetrübt haben.

Darüber hinaus habe zeitweise die Diskussion über den Zeitplan zur Beendigung der ultralockeren Geldpolitik der US-Notenbank die Marktakteure ebenso verunsichert wie die schwächer als erwartete Erholung der Wirtschaft in China. Zudem würden einige Faktoren darauf hindeuten, dass die Konjunkturentwicklung durch Angebotsengpässe gehemmt werde. Dazu würden unterbrochene Lieferketten, fehlende Transportkapazitäten und die mangelnde Verfügbarkeit bestimmter Vorprodukte beispielsweise aus der Chip-Industrie gehören. Aber auch die unzureichende Verfügbarkeit von Personal scheine für viele Unternehmen ein Problem zu sein, was sich an der sehr hohen Zahl offener Stellen ablesen lasse.

In diesem Umfeld hätten die Inflationsraten weiter zugelegt. So habe sich der Preisauftrieb in der Eurozone im August auf 3,0% im Jahresvergleich beschleunigt und damit über den Erwartungen gelegen. In Deutschland sei die Inflation mit 3,9% sogar auf den höchsten Stand seit mehr als 25 Jahren gestiegen. Gleichzeitig hätten sich die Inflationserwartungen jedoch nur geringfügig erhöht und für die Eurozone weiterhin unter dem Ziel der Europäischen Zentralbank gelegen. Auch die Anleger am Rentenmarkt hätten sich nur wenig beeindruckt gezeigt vom erhöhten Inflationsniveau; auf Monatssicht seien die Renditen für Bundesanleihen vergleichsweise moderat gestiegen. Die Renditeaufschläge von Unternehmensanleihen gegenüber Bundesanleihen seien nahezu konstant gewesen. Lediglich der Renditeaufschlag gegenüber Swaps sei leicht gestiegen, weil sich die Swap-Spreads von ihren temporären Hochs am Ende des Vormonats wieder entfernt hätten.

Im August hätten die Experten von Metzler Asset Management die Übergewichtung von Papieren mit niedrigerem Rating und von Nachranganleihen beibehalten. Auf Einzeltitelebene hätten sie nur geringfügige Anpassungen vorgenommen. (Stand vom 31.08.2021) (13.09.2021/fc/a/f)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
134,67 € 135,01 € -0,34 € -0,25% 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A0RBZB5 A0RBZB 136,34 € 132,74 €