Metzler Euro Corporates Short Term Sustainability-Fonds: 10/2021-Bericht, Energiepreise im Fokus - Fondsanalyse


09.11.21 09:30
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Ziel des Metzler Euro Corporates Short Term Sustainability/Class A-Fonds (ISIN IE00B8KKJT75 / WKN A1J1NR) ist es, Zinseinkünfte und eine langfristige Wertsteigerung zu erzielen, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, investiere der Fonds überwiegend in Unternehmensanleihen globaler Emittenten, die in Euro denominiert seien und eine Laufzeit von bis zu fünf Jahren hätten. Den Schwerpunkt würden Anleihen von Unternehmen außerhalb des Finanzsektors bilden, beispielsweise festverzinsliche und variabel verzinsliche Unternehmensanleihen. Darüber hinaus könne der Fonds in andere in Euro denominierte Staatsanleihen investieren. Alle Anleihen müssten über ein Investmentgrade-Rating oder ein vergleichbares Rating verfügen. Derivate könnten eingesetzt werden, um das Engagement auf Anleihen und/oder Devisenmärkten zu erhöhen und/oder zu verringern.

Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien. Dieser Filter umfasse folgende kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder:

- Sehr schwere Verstöße gegen internationale Normen, z.B. Prinzipien des UN Global Compact,
- Hoher Umsatzanteil durch Stromgewinnung aus thermaler Kohle oder Kohleabbau,
- Hoher Umsatzanteil durch Förderung von Erdöl und Erdgas mittels nicht-konventioneller Methoden (z.B. Fracking),
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion oder Handel von Tabakprodukten,
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion und Handel von Rüstungsgüter,
- Unternehmen, die geächtete Waffen produzieren und/oder vertreiben würden.

Im Oktober zeigte sich einmal mehr, dass die Corona-Pandemie uns voraussichtlich länger beschäftigen wird als erhofft, so die Experten von Metzler Asset Management. Zwar habe es weitere Fortschritte beim Impfen gegeben, dennoch sei die Zahl der täglichen Neuinfektionen mancherorts deutlich gestiegen. Die Gründe hierfür dürften unter anderem an der Aufhebung von Corona-Beschränkungen liegen. Daneben bereite auch die steigende Zahl von Impfdurchbrüchen, also die Infektion vollständig geimpfter Personen, zunehmend Sorge. Daher sei in einigen Ländern damit begonnen worden, bestimmte Bevölkerungsgruppen ein drittes Mal zu impfen.

Wenngleich die Notenbanken vor dem Hintergrund der Corona-Lage ihre Pläne zur Drosselung der sehr expansiven Geldpolitik nur behutsam umsetzen dürften, könnten die Währungshüter die steigenden Inflationsraten nicht ignorieren. So habe die jährliche Teuerungsrate für die Eurozone nach ersten Schätzungen für den Monat Oktober bei 4,1% gelegen. Zwar gehe die EZB weiterhin davon aus, dass sich die Inflation mittelfristig normalisieren sollte, habe zuletzt jedoch einräumen müssen, dass das länger dauern könnte als bislang angenommen. Insbesondere die steigenden Energiepreise seien verstärkt in den Fokus geraten.

Im Berichtszeitraum seien die Zinsen bei Laufzeiten bis zehn Jahren angestiegen, im sehr langen Laufzeitenbereich seien die Renditen hingegen gesunken. So sei beispielsweise die Rendite für dreijährige Bundesanleihen auf Monatssicht um etwa 15 Basispunkte gestiegen, während die Rendite für 30-jährige Bundesanleihen im gleichen Zeitraum um etwa 10 Basispunkte gefallen sei. Die Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen gegenüber Bundesanleihen hätten sich hiervon jedoch weitestgehend unbeeindruckt gezeigt und seien im Oktober insbesondere bei kürzeren Laufzeiten überwiegend stabil geblieben.

Die Experten von Metzler Asset Management hätten im Oktober an einer Übergewichtung von Anleihen mit Restlaufzeiten von mehr als drei Jahren festgehalten. Auch die Übergewichtung von Papieren mit niedrigerem Rating sei beibehalten worden. Auf Einzeltitelebene hätten die Experten von Metzler Asset Management geringfügige Anpassungen vorgenommen. Die aktive Durationssteuerung habe im Berichtsmonat positiv zur Gesamtperformance des Fonds beigetragen. (Stand vom 29.10.2021) (09.11.2021/fc/a/f)





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