Metzler Euro Corporates Short Term Sustainability-Fonds: 09/2021-Bericht, Renditeanstieg an Rentenmärkten - Fondsanalyse


01.11.21 08:30
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Ziel des Metzler Euro Corporates Short Term Sustainability/Class A-Fonds (ISIN IE00B8KKJT75 / WKN A1J1NR) ist es, Zinseinkünfte und eine langfristige Wertsteigerung zu erzielen, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, investiere der Fonds überwiegend in Unternehmensanleihen globaler Emittenten, die in Euro denominiert seien und eine Laufzeit von bis zu fünf Jahren hätten. Den Schwerpunkt würden Anleihen von Unternehmen außerhalb des Finanzsektors bilden, beispielsweise festverzinsliche und variabel verzinsliche Unternehmensanleihen. Darüber hinaus könne der Fonds in andere in Euro denominierte Staatsanleihen investieren. Alle Anleihen müssten über ein Investmentgrade-Rating oder ein vergleichbares Rating verfügen. Derivate könnten eingesetzt werden, um das Engagement auf Anleihen und/oder Devisenmärkten zu erhöhen und/oder zu verringern.

Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien. Dieser Filter umfasse folgende kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder:

- Sehr schwere Verstöße gegen internationale Normen, z.B. Prinzipien des UN Global Compact,
- Hoher Umsatzanteil durch Stromgewinnung aus thermaler Kohle oder Kohleabbau,
- Hoher Umsatzanteil durch Förderung von Erdöl und Erdgas mittels nicht-konventioneller Methoden (z.B. Fracking),
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion oder Handel von Tabakprodukten,
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion und Handel von Rüstungsgüter,
- Unternehmen, die geächtete Waffen produzieren und/oder vertreiben würden.

Im September sei die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus weltweit gesunken. Auch hätten einige Länder, die beim Impftempo bislang zurückgelegen hätten, deutlich aufgeholt. So sei beispielsweise die Impfquote in Japan im dritten Quartal um mehr als 45%-Punkte gestiegen. Dort seien zuletzt mehr als 70% der Bevölkerung mindestens einmal geimpft gewesen - das seien mittlerweile mehr Menschen als in Deutschland. Dänemark habe sogar sämtliche Corona-Beschränkungen mit Hinweis auf die hohe Impfquote im Land aufgehoben. Diese positiven Entwicklungen seien von den Marktteilnehmern mit Erleichterung aufgenommen worden, wenngleich die Problematik der nachlassenden Wirkung der Impfungen noch eine Unsicherheit hinsichtlich einer möglichen Infektionswelle in den Wintermonaten bedeute. Vorerst sei die Corona-Pandemie jedoch nicht mehr das dominierende Thema gewesen.

Vielmehr hätten sich die Finanzmarktakteure die Frage gestellt, inwieweit die Zentralbanken auf die anhaltend hohen Inflationsdaten reagieren würden. Eine Drosselung der Liquiditätszufuhr sei sowohl von der EZB als auch von der US-amerikanischen Notenbank FED in Aussicht gestellt worden. Allerdings seien sich die Notenbanken einig darüber, dass die Finanzierungsbedingungen für die Wirtschaft günstig bleiben sollten, um die Wirtschaftserholung nach dem Abklingen der Pandemie nicht zu gefährden. Dennoch sei es an den europäischen Rentenmärkten zu einem Renditeanstieg gekommen. Im längeren Laufzeitensegment sei der Anstieg ausgeprägter gewesen als im kürzeren, was eine steilere Zinsstrukturkurve zur Folge gehabt habe.

Einen kurzfristigen Dämpfer habe die Entwicklung an den Finanzmärkten in September durch die Schieflage des chinesischen Immobilienunternehmens Evergrande erhalten. Es werde befürchtet, dass ein Zahlungsausfall des hochverschuldeten Unternehmens erhebliche Auswirkungen auf die internationalen Finanzmärkte haben könnte. Die Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen hätten sich hiervon jedoch unbeeindruckt gezeigt und seien im September stabil geblieben.

Die Experten von Metzler Asset Management hätten im Berichtsmonat an einer Übergewichtung von Anleihen mit Restlaufzeiten von mehr als drei Jahren festgehalten. Auch die Übergewichtung von Papieren mit niedrigerem Rating hätten die Experten unverändert gelassen, ebenso die Positionierung auf Einzeltitelebene. Die aktive Durationssteuerung sei im Berichtsmonat negativ gewesen und habe die Gesamtperformance des Fonds belastet. (Stand vom 30.09.2021) (01.11.2021/fc/a/f)






hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
97,79 € 98,03 € -0,24 € -0,24% 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
IE00B8KKJT75 A1J1NR 99,03 € 97,79 €