Metzler Euro Corporates Short Term Sustainability-Fonds: 08/2021-Bericht, geringfügige Anpassungen - Fondsanalyse


10.09.21 08:30
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Ziel des Metzler Euro Corporates Short Term Sustainability/Class A-Fonds (ISIN IE00B8KKJT75 / WKN A1J1NR) ist es, Zinseinkünfte und eine langfristige Wertsteigerung zu erzielen, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, investiere der Fonds überwiegend in Unternehmensanleihen globaler Emittenten, die in Euro denominiert seien und eine Laufzeit von bis zu fünf Jahren hätten. Den Schwerpunkt würden Anleihen von Unternehmen außerhalb des Finanzsektors bilden, beispielsweise festverzinsliche und variabel verzinsliche Unternehmensanleihen. Darüber hinaus könne der Fonds in andere in Euro denominierte Staatsanleihen investieren. Alle Anleihen müssten über ein Investmentgrade-Rating oder ein vergleichbares Rating verfügen. Derivate könnten eingesetzt werden, um das Engagement auf Anleihen und/oder Devisenmärkten zu erhöhen und/oder zu verringern.

Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien. Dieser Filter umfasse folgende kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder:

- Sehr schwere Verstöße gegen internationale Normen, z.B. Prinzipien des UN Global Compact,
- Hoher Umsatzanteil durch Stromgewinnung aus thermaler Kohle oder Kohleabbau,
- Hoher Umsatzanteil durch Förderung von Erdöl und Erdgas mittels nicht-konventioneller Methoden (z.B. Fracking),
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion oder Handel von Tabakprodukten,
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion und Handel von Rüstungsgüter,
- Unternehmen, die geächtete Waffen produzieren und/oder vertreiben würden.

Im August sei die Corona-Lage regional sehr unterschiedlich gewesen. Während die Zahl der täglichen Neuansteckungen in einigen Ländern stabil gewesen sei, sei sie in anderen Ländern deutlich gestiegen. Am Beispiel Israel, das bereits sehr früh mit der Impfung begonnen habe, zeige sich nun, dass die Wirksamkeit der Impfungen schneller nachlassen könnte als gedacht. Die Zahl der Neuinfektionen und Todesfälle sei wieder deutlich gegeben, daher sei bereits mit Auffrischungsimpfungen begonnen worden.

Die Unwägbarkeiten bei der weiteren Entwicklung der Coronapandemie dürften einer der Gründe für die Eintrübung des Konjunkturumfelds im August gewesen sein. Darüber hinaus habe zeitweise die Diskussion über den Zeitplan zur Beendigung der ultralockeren Geldpolitik der US-amerikanischen Notenbank sowie eine schwächer als erwartete Erholung der Wirtschaft in China die Marktteilnehmer verunsichert. Zudem deute einiges darauf, dass die Konjunkturentwicklung durch Angebotsknappheiten gehemmt werde. Dies betreffe unter anderem die Unterbrechung von Lieferketten durch das Fehlen von Transportkapazitäten und die mangelnde Verfügbarkeit bestimmter Vorprodukte beispielsweise aus der Chip-Industrie. Aber auch Personalmangel scheine für viele Unternehmen ein Problem zu sein, worauf die sehr hohe Zahl offener Stellen hindeute.

In diesem Umfeld hätten die Inflationsraten weiter zugelegt. So habe sich der Preisauftrieb in der Eurozone im August auf 3,0% im Jahresvergleich beschleunigt und damit über den Erwartungen gelegen. Die Inflation in Deutschland sei sogar auf 3,9% gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit mehr als 25 Jahren. Die Inflationserwartungen seien jedoch nur geringfügig gestiegen und hätten für die Eurozone weiter unter dem Ziel der Europäischen Zentralbank gelegen. Auch der Rentenmarkt habe sich nur wenig beeindruckt gezeigt vom erhöhten Inflationsniveau; auf Monatssicht seien die Renditen für Bundesanleihen vergleichsweise moderat gestiegen. Nahezu konstant gewesen seien die Renditeaufschläge von Unternehmensanleihen gegenüber Bundesanleihen. Lediglich der Renditeaufschlag gegenüber Swaps sei aufgrund rückläufiger Swap-Spreads seit deren Hochständen Ende des Vormonats leicht gestiegen.

Die Experten von Metzler Asset Management hätten im August an einer Übergewichtung von Anleihen mit Restlaufzeiten von mehr als drei Jahren festgehalten. Auch die Übergewichtung von Papieren mit niedrigerem Rating sei beibehalten worden. Auf Einzeltitelebene hätten die Experten nur geringfügige Anpassungen vorgenommen. Die aktive Durationssteuerung sei im Berichtsmonat negativ gewesen und habe die Gesamtperformance des Fonds belastet. (Stand vom 31.08.2021) (10.09.2021/fc/a/f)






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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
98,62 € 98,61 € 0,01 € +0,01% 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
IE00B8KKJT75 A1J1NR 99,03 € 98,40 €