Metzler Euro Corporates AI-Fonds: Q2/2020-Bericht, Performance von 6,1% - Fondsanalyse


10.09.20 10:30
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Metzler Euro Corporates Fonds (ISIN DE000A0RBZB5 / WKN A0RBZB) strebt als Anlageziel die Erwirtschaftung einer marktgerechten Rendite mit entsprechender Ausschüttung an, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, lege der Fonds in verzinsliche Wertpapiere einschließlich Wandel- und Optionsanleihen in- und ausländischer Emittenten an. Daneben könnten auch Aktien erworben werden, soweit diese in der Ausübung von Bezugs-, Wandel- oder Optionsrechten erworben worden seien. Weitere Anlageinstrumente seien Investmentanteile, Geldmarktinstrumente, Derivate (insbesondere Kreditderivate) und in Wertpapieren verbriefte Finanzinstrumente. Alle Anlageinstrumente könnten auf Euro oder auf Fremdwährungen lauten.

Das Fondsvermögen werde in fest und variabel verzinsliche Wertpapiere, bis zu 90% in Geldmarktinstrumente und bis zu 49% in Bankguthaben angelegt. Hierbei müssten mindestens 51% des Sondervermögens angelegt sein in Unternehmen (Corporates), z.B. in Wertpapieren oder Geldmarktinstrumenten von Industrieunternehmen und unbesicherten Bankschuldverschreibungen. Auf die Mindestanlagegrenze von 51% werde auch das Emittentenrisiko aus abgeschlossenen Geschäften in Kreditderivaten, insbesondere Credit Default Swaps, angerechnet. Pfandbriefe und andere Covered Bonds sowie Bankguthaben würden nicht auf die Corporatequote angerechnet.

Im zweiten Quartal habe sich die Coronapandemie weiter ausgebreitet und es sei die Marke von weltweit zehn Millionen Infizierten überschritten worden. Während Europa die Ausbreitung des Coronavirus erfolgreich eingedämmt habe, sei in anderen Teilen der Welt die Zahl der Infizierten deutlich gestiegen, insbesondere in den USA. Dennoch habe sich die Lage an den Finanzmärkten im zweiten Quartal verglichen mit dem Ende des Vorquartals entspannt. Dies dürfte zum einen an den Lockerungen der Quarantäneregelungen in vielen Gebieten gelegen haben, zum anderen an den umfangreichen geld- und fiskalpolitischen Programmen.

So habe beispielsweise die Europäische Zentralbank ihr Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) im Juni um 600 Mrd. EUR auf 1.350 Mrd. EUR bis Juni 2021 erhöht und angekündigt, die Fälligkeiten aus dem Programm bis mindestens Ende 2022 zu reinvestieren.

Zudem habe die Bundesregierung in Deutschland im Juni ein weiteres Konjunkturpaket von geschätzten 130 Mrd. EUR beschlossen, das unter anderem vorsehe, die Mehrwertsteuer für einen begrenzten Zeitraum zu senken, um den Konsum anzuregen. Auch auf EU-Ebene sei ein Konjunkturprogramm von 750 Mrd. EUR geplant, das vor allem den von der Coronakrise am meisten betroffenen Ländern helfen solle.

Durch die auf absehbare Zeit sehr expansive Geldpolitik der wichtigsten Zentralbanken und dem Ausbleiben von Inflationsanzeichen hätten die Renditen für Staatsanleihen im zweiten Quartal auf niedrigem Niveau verharrt. Zudem hätten sich die Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen trotz reger Emissionstätigkeit deutlich reduziert. Der Renditeaufschlag für Unternehmensanleihen gegenüber Bundesanleihen sei deutlich von über 238 Basispunkten zu Beginn des Quartals auf unter 148 Basispunkte zum Ende des Quartals gefallen, wovon der Fonds in seiner Wertentwicklung entsprechend habe profitieren können.

Die Experten von Metzler Asset Management hätten im Berichtszeitraum an der Übergewichtung von Anleihen mit niedrigeren Ratings und von nachrangigen Papieren festgehalten. Die krisenbedingt erhöhte Kassenposition hätten sie selektiv in attraktiv gepreiste Neuemissionen investiert. Der Fonds habe mit einer Quartalsperformance von 6,1% seinen Vergleichsindex um knapp 1%-Punkt übertroffen. (Stand vom 30.06.2020) (10.09.2020/fc/a/f)






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